Rheinlandpokal: DJK St. Matthias besiegt SG Ruwertal

Die DJK St. Matthias besiegte in der ersten Runde des Rheinlandpokales die SG Ruwertal mit 2:1 (1:0)

Vom Pokalspiel berichtet Jan Kowalski ( Text und Fotos)

Die Bundesliga ist an diesem Wochenende in die neue Saison gestartet – und auch für die Vereine in der Region Trier beginnt so langsam wieder der Ligaalltag. Die DJK St. Matthias und die SG Ruwertal Kasel eröffneten die neue Pflichtspielsaison am Sonntagnachmittag mit ihrer Begegnung im Rheinlandpokal. Dabei kam es gleich zu einer kleinen Überraschung.

1. Runde Rheinlandpokasl DJK St. Matthias gegen SG Ruwertal

Erste Runde Rheinlandpokal: DJK St. Matthias gegen die    SG Ruwertal

Die Mannschaft der DJK St. Matthias gilt vielen als Aufstiegskandidat in der Kreisliga A. Auch der Gästetrainer Jan Stoffels geht davon aus, dass die Feyener in dieser Saison den Aufstieg schaffen. So waren die etwa 100 Zuschauer am heiteren Sonntagnachmittag durchaus optimistisch, den klassenhöheren Gast aus dem Ruwertal aus dem Pokal zu werfen.

Nachdem der Rasen noch einmal bewässert wurde, konnte das Spiel um 14.30 Uhr auf dem Kunstrasenplatz in Trier-Feyen angepfiffen werden. Die ersten Aktionen gehörten den Gästen aus dem Ruwertal, die sich bereits in der sechsten und siebten Minute  Chancen erspielten. Die Angriffe waren dabei aber kein Problem für Keeper Marc Hormesch im Tor der DJK. Insgesamt standen beide Abwehrreihen in den ersten 20 Minuten sehr gut und ließen kaum etwas zu. Es gab sehr viel Kommunikation auf dem Platz und viele Zweikämpfe im Mittelfeld, von einem Klassenunterschied war schon hier nichts zu sehen. Die kampfbetonte Partie wurde aber zu keiner Zeit  langweilig, sondern bot den Zuschauern einen schönen Saisonstart. Die Gastgeber konnten dann auch in der 23. Minute den ersten Akzent nach vorne setzten. Durch Zufall erreichte der Ball John Mike Richter im Sturm der DJK und dieser hatte eine gute Schusschance aus dem Strafraum heraus. Der Ball wurde aber von Torhüter Carsten Bach entschärft.

In der 25. Minute kam es dann zum Knackpunkt der ersten Halbzeit: Maximilian Herres, Kapitän der SG Ruwertal, musste das Spielfeld nach einem Zweikampf verletzt verlassen und wurde durch Mario Lentes ersetzt. Nach der Unterbrechung kam St. Matthias deutlich besser in Fahrt. In der 32. Minute bediente Christoph Müller nach einem schönen Solo im Mittelfeld seinen Mitspieler Vitali Lenhart, doch der setzte den Ball in dieser Szene noch daneben. In der 42. Minute machte der Stürmer der Gastgeber es dann besser, als er den Ball nach Vorarbeit von John Mike Richter im Tor der SG Ruwertal versenkte. Carsten Bach im Kasten der SG sah dabei etwas unglücklich aus.  So führte der Kreisligaverein St. Matthias zur Halbzeit mit  1:0.

Rheinlandpokal St Matthias gegen Ruwertal

Zweite Hälfte, zwei Elfmeter, Zwei Tore

Von einer Trotzreaktion der SG Ruwertal war im zweiten Durchgang zunächst nicht viel zu sehen. Stattdessen machte weiter der Außenseiter Tempo und hatte in der 50. Minute eine große Chance durch Vitali Lenhart: nach einem Flankenball von rechts konnte Torwart Carsten Bach allerdings toll parieren. In der Folge verteidigte die DJK sehr stark und konnte immer wieder gezielte Konter setzen.

Ab der 65. Minute rückte dann der Schiedsrichter ins Zentrum des Geschehens. Zunächst wurde John Mike Richter im Strafraum der Gäste gefoult, und es gab Elfmeter für St. Matthias. Der Kapitän der Feyener, Michael Blang, schnappte sich den Ball und verwandelte sicher zum 2:0. Doch bereits vier Minuten später zeigte Schiedsrichter Collmann erneut auf den Punkt, nur diesmal auf der anderen Seite. Der Ruwertaler Karsten Willems, als Strafstoß-Experte in der Region bekannt, übernahm die Veranwortung und verwandelte sicher ins linke Eck. Nur noch 2:1 für St. Matthias.

In der Schlussphase ging die SG Ruwertal zwar mehr Risiko und stellte auf eine Dreierkette in der Abwehr um, konnte aber kaum noch Akzente nach vorne setzen. Trotz eines klaren Chancenplus für den Bezirksligisten wurde es auch auf der anderen Seite gefährlich – in der 94. Minute traf die DJK bei einem ihrer Konter nur den Pfosten. Die letzte Chance des Spiels gehörte dann wieder den Ruwertalern, aber ein Freistoß aus zentraler Position führte nicht zum erhofften Ausgleichstreffer (95.).

So feierte am Ende der Kreisligist eine kleine Überraschung und schoss den Bezirksligisten SG Ruwertal mit einem 2:1 verdient aus dem Rheinlandpokal. Der Trainier der DJK St. Matthias, Franz Blang, war nach dem Spiel hochzufrieden mit seiner Mannschaft. Insbesondere die Abwehrarbeit gegen den klassenhöheren Gegner stellte er heraus. „Die Mannschaft musste drei Stammspieler ersetzen und hat das sehr gut gemacht, die zweite Mannschaft hat da ausgeholfen und diesen Sieg ermöglicht.“

Sein Kollege Jan Stoffels von der SG Ruwertal war nicht besonders enttäuscht und sah das Spiel als einen guten Test für den Ligastart am nächsten Wochenende. „Die DJK St. Matthias steigt dieses Jahr auf, wir haben hier gegen einen gleichwertigen Gegner gespielt und hätten die Partie vielleicht noch drehen können, aber aufgrund der Verletzungsproblematik in der ersten Hälfte bin ich nicht entäuscht von der Mannschaft.“

Statistik

DJK St. Matthias – SG Ruwertal Kasel 2:1

DJK St. Matthias (Trainer Franz Blang)

Marc Hormesch; Daniel Pickenhahn, Asmeron Habte, Florian Schröder, Christoph Müller (83. Tobias Weyres), Vitali Lenhart, Philipp Thiel, Tim Höfer, Michael Blang, John Mike Richter, Michael Blau

SG Ruwertal Kasel (Trainer Jan Stoffels)

Carsten Bach; Philipp Weber, Marius Mittler, Pascal Orth, Andreas Stern (67. Christoph Morbach), Torsten Jäckels, Maximilian Herres (25. Mario Lentes), Hans Schulz, Martin Flesch, Jona Schulz, Karsten Willems

Tore:
1:0 42. Minute Vitali Lenhart
2:0 65. Minute Michael Blang (Elfmeter)
2:1 69. Minute Karsten Willems (Elfmeter)


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Kommentare (1)

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  1. Ralf sagt:

    Hallo
    Eine noch größere Überraschung ist der SSG Mariahof gelungen
    3:2 gewannen sie gegen Auw/ Stadtkyll die letzte Saison die zweitstärkste Rückrunden Mannschaft
    Der Bezirksliga war und diese Saison oben mitspielen will.
    Glückwunsch

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