Mehring will nach Nebelspiel die Sensation gegen Trier

Pokalspiel, Teil II. Nach dem Nebel-Abbruch der vergangenen Woche treffen der SV Mehring und Eintracht Trier am Dienstag wieder aufeinander. Anstoß ist um 19 Uhr. Die Gastgeber rechnen mit 700 Zuschauern.

2:0 führte Trier im ersten Anlauf in Mehring. Dann kam der Nebel. Beim Wiederholungsspiel werden Uhr und Ergebnis wieder auf Null gesetzt.

Der Traum von einer Sensation gegen Eintracht Trier war eigentlich schon geplatzt. 0:2 lag der SV Mehring im Rheinlandpokal in der vergangenen Woche bereits gegen den haushohen Favoriten zurück, ehe die Nebelschwaden immer dichter wurden und einen Abbruch in der 65. Minute unumgänglich machten. Innerhalb von sieben Tagen kommt es so am Dienstag bereits zum erneuten Wiedersehen der beiden Mannschaften, wobei Uhr und Ergebnis vorher auf Null gestellt werden (19 Uhr). Erneut schwelgt der 2300-Einwohner-Ort so in der Pokal-Euphorie und hofft darauf, dem großen Favoriten aus der Regionalliga nachträglich doch ein Bein stellen zu können.

Mehring will dem Favoriten aus Trier um Ahmet Kulabas ein Bein stellen.

„Für uns hat die Liga zwar Vorrang, aber wir werden natürlich versuchen, die Bude hinten dicht zu machen und vorne einige Gegenangriffe konzentrierter auszuspielen“, baut Mehrings Trainer Wolfgang Hoor auf das taktische Mittel, mit dem Trier im ersten Aufeinandertreffen über 45 Minuten energischer Widerstand geleistet wurde. 0:0 stand es zur Pause, der Außenseiter war auf dem Weg zur Sensation, ehe Alon Abelski und Ahmet Kulabas nach dem Gang aus der Kabine einen schnellen Doppelpack schnürten. Hoor sieht es als Vorteil für seine Mannschaft, Trier nun zu kennen. „Wir haben den Pokal doch schon abgehakt und bekommen jetzt eine zweite Chance. Dazu dürften wir die Nervosität vor dem großen Favoriten ablegen, die wir bei unseren eigenen Offensivbemühungen noch gezeigt haben.“

 „50 bis 80 Prozent reichen nicht – das haben wir gesehen“

Stürmer Wojciech Pollok (Foto) und Torwart Andreas Lengsfeld haben gute Chancen auf einen Einsatz.

Doch auch Roland Seitz sieht einen Erkenntnisgewinn durch das Nebel-Spiel, von dem sein Team profitieren kann. „Wir wissen jetzt, was auf uns zukommt und sind gewarnt“, so der Trainer von Eintracht Trier. „Mehring wird wieder versuchen, das Feld so klein wie möglich zu machen. Wir müssen die Mittel finden, um so eine Mannschaft auszuspielen. Einmal haben wir nun ja schon am eigenen Leib erfahren, dass es mit 50 bis 80 Prozent nicht geht.“ Zwischen der Aufholjagd beim 3:1-Sieg gegen den Wuppertaler SV und dem schweren Auswärtsspiel bei der Reserve des 1. FC Kaiserslautern will der Oberpfälzer nicht viel experimentieren, sondern die vermeintliche Pflichtaufgabe ernst nehmen. Andreas Lengsfeld dürfte wieder den Platz im Tor einnehmen, wie am vergangenen Dienstag, auch die Rückkehr zum System mit zwei Stürmern scheint eine Variante zu sein, wodurch sich Wojciech Pollok neben Ahmet Kulabas für weitere Einsatzzeiten empfehlen darf. „Ansonsten hängt viel davon ab, wer sich fit meldet, wir haben einige angeschlagene Spieler“, so Seitz. Für Kapitän Torge Hollmann kommt ein Auftritt auf dem Kunstrasenplatz in Mehring wohl noch zu früh.

Auf der anderen Seite will Trainer Wolfgang Hoor wieder etwas rotieren, was im ersten Pokalspiel mit der Eintracht auch klappte. Dort setzte er überraschenderweise Ahmed Boussi und Michael Fleck auf die Bank, die auf einen Einsatz gegen ihren Ex-Klub hinfieberten. „Es gibt immer Spieler, die böse auf ihren Trainer sind“, meint Hoor. „Wenn alle zufrieden sind, habe ich was falsch gemacht. Ich werde wieder einige spielen lassen, die ansonsten draußen sitzen.“

Die Planungen in Mehring stehen. Jetzt muss nur noch der Nebel ausbleiben.

Von den Vorbereitungen ist Mehring gerüstet. Der Vorsitzende Günter Schlag rechnet mit 700 Zuschauern. „Der Pep ist für viele Leute weg. Für uns ist aber weiter alles möglich.“ An dem Einsatz von 40 Ordnern und einigen Dutzend Polizisten ändert die zu erwartende Besucherzahl aber nichts. „Die Gemeinde hat uns toll unterstützt. Jetzt muss uns nur der Nebel verschonen“, hofft Schlag nicht auf ähnliche Wetterkapriolen wie am vergangenen Dienstag.  Erneut würden in der zum VIP-Raum umfunktionierten Sporthalle, in der nichts abgebaut werden musste, nicht die Augen zugedrückt werden. Bereits am Mittwoch wird dort ein Fußball-Turnier der Damen ausgetragen.

+++++Rheinlandpokal in Kürze+++++

Tarforst trifft auf Schweich – Ein Rheinlandliga-Duell gibt es im Rheinlandpokal am Mittwoch. Der FSV Trier-Tarforst empfängt dann um 20 Uhr TuS Mosella Schweich. Während Tarforst um Trainer Heinz Toppmöller nach der 0:2-Pleite beim SV Mehring erstmals seit sechs Spielen wieder einer Niederlage leben musste und das schlechte Gefühl schnell abstreifen will, unterlag Schweich bei der SG Badem mit 2:6. Coach Hans Schneider kündigte an, in Tarforst einigen Ersatzkräften die Chance geben zu wollen. 5vier.de wird über das Spiel ausführlich berichten!

Eintritt in Mehring – Um 17.45 Uhr werden die Kassen der Sportanlage in Mehring geöffnet. Die Tickets vom abgebrochenen Pokalspiel am vergangenen Dienstag sind nicht mehr gültig. Der Eintritt der Neuauflage beträgt wie gehabt fünf Euro für Erwachsene und 2,50 Euro für Schüler und Studenten. Kinder und Jugendliche bis einschließlich 14 Jahre haben freien Eintritt. VIP-Karten gibt es für 40 Euro.

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Kommentare (2)

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  1. Stornierung sagt:

    @Storno
    Oh, oh! Hört man da einen unzufriedenen Spieler des SV Mehring Interna aus der Mannschaft ausplaudern.
    Schäm Dich!

  2. Storno sagt:

    Der SV Mehring ist ein sympatischer Verein und normal ist ihnen viel zuzutrauen, aber in der Mannschaft ist gewaltig was am gären, warum standen wohl einige Leistungsträger nicht auf dem Platz beim abgebrochenen Spiel, ganz einfach weil Sie den Trainer klar und deutlich sagten das ein anderer Torwart im Tor stehen müsste.

    Wolfgang Hoor ist sicher ein guter Trainer im fachlichen bereich, dennoch ist er menschlich scheinbar nicht sonderlich gut geschult!

    Dies wissen auch die Verantwortlichen beim SV Mehring

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