Trio aus der Region will die Tür zum Viertelfinale öffnen

Von Florian Schlecht

Im Rheinlandpokal stehen die ersten Achtelfinalspiele an. Tarforst will gegen Ellscheid seinem Ruf als Pokalschreck gerecht werden, Morbach muss gegen Mayen eine Enttäuschung verdauen, Salmrohr fährt gut vorbereitet nach Karbach. Der Überblick von 5vier.

FSV Trier-Tarforst – SG Ellscheid (Dienstag, 20 Uhr)

Gelingt Tarforst der nächste große Wurf im Rheinlandpokal?

Als Pokalschreck hat sich der FSV Tarforst langsam einen echten Ruf erarbeitet. Bereits in der vergangenen Saison landete der Rheinlandligist im Viertelfinale. Und nach dem sensationellen 4:0-Erfolg gegen den SV Mehring ist das Team von Interimstrainer Michael Fuchs wieder auf dem besten Weg, die Tür zu den letzten Acht aufzustoßen. „Wir haben eine Mannschaft mit Charakter, die den Wettbewerb nicht als Zusatzbelastung sieht, sondern mit Freude und Konzentration in die Spiele geht“, sagt Fuchs. Mit Ellscheid erwartet Tarforst nun einen Ligarivalen, den der Übungsleiter nicht nur wegen des knappen Zwei-Punkte-Rückstandes in der Tabelle als ein echtes Spiegelbild der eigenen Stärken bezeichnet. „Sie bilden eine verschworene Einheit und werden uns mit Leidenschaft das Leben schwer machen.“

Ein gutes Zeichen ist, dass Tarforst vor einer Woche mit 4:2 in Ellscheid gewann. Florian Weirich und Tobias Spruck trafen jeweils im Doppelpack. Da beide Mannschaften noch am Sonntag spielten und nur knapp 51 Stunden Erholung bis zum Pokal ausreichen müssen, dürften auch die Energie-Reserven eine wichtige Rolle für das Weiterkommen spielen. Als „kraftraubend“ bezeichnet Fuchs das jüngste 0:1 gegen Burgbrohl, bei dem Tarforst den Tabellenführer lange in Schach hielt. „Ich hoffe, dass die Spieler mit zwei Tagen Abstand stolz auf ihre Leistung sind“, sollte wenigstens die Enttäuschung über eine verpasste Überraschung am Dienstag wieder verflogen sein.

SV Morbach – TuS Mayen (Mittwoch, 19.30 Uhr)

„Wir müssen eine Topleistung bringen“, rechnet sich Dieter Müller gute Chancen aus.

Am Montag gab es beim SV Morbach im Training Gesprächsbedarf. Das Thema war nicht das Pokalspiel gegen den TuS Mayen. Die Leistung beim jüngsten 0:1 gegen die SG Malberg lag Dieter Müller noch auf dem Herzen. „Die Mannschaft hat mich in der ersten Halbzeit enttäuscht“, sagt der Trainer. Das Achtelfinale im Cup soll ein erster Anfang sein, „um unser Spiel wieder in die richtige Bahn zu lenken“. Um den Finalisten des Vorjahres aus dem Wettbewerb zu kegeln, verlangt der Übungsleiter „eine Topleistung“, die er seinem Team zutraut. „Wir werden alles dransetzen, um zu gewinnen. Das Potenzial haben wir, wenn wir mit mehr Stabilität auftreten.“

Wo es zuletzt auch haperte, war die Verwertung der Chancen. „Wellentäler sind bei jungen Spielern ganz normal. Irgendwann wird der Knoten platzen“, bricht Müller aber nicht in Hektik aus. Mayen hingegen hat mit Herve Gilles Louloulaga Andzanga einen Torjäger der ersten Güteklasse, der beim 6:1 in Linz vier Treffer verbuchte. Mit Mayen erwartet Müller so eine Mannschaft, die ähnlich wie Morbach offensiv ausgerichtet ist, in den jüngsten drei Spielen mit drei Siegen aber reichlich Selbstvertrauen getankt hat. 5vier wird aus Morbach berichten und mit dem Videoteam vor Ort sein.

FC Karbach – FSV Salmrohr (Mittwoch, 20 Uhr)

Alibis lässt Patrick Klyk nicht gelten. „Meine Spieler dürfen den Gegner nicht unterschätzen, ansonsten wissen sie, was ihnen blüht“, findet der Trainer des FSV Salmrohr vor dem Auftritt beim FC Karbach klare Worte. Das Ziel ist klar, der Oberligist will den Einzug ins Viertelfinale schaffen. Der Weg dorthin ist dennoch schwer. Karbach steht auf dem zweiten Platz in der Rheinlandliga, hat seit dem 9. September kein Pflichtspiel mehr verloren. „Wir haben sie beobachten lassen“, ist Klyk vorbereitet und rechnet mit einem offenen Schlagabtausch. „Zwei hochmotivierte Mannschaften, die gut drauf sind. Ich rechne damit, dass es von Karbach einen ordentlichen Ansturm gibt.“ Den Hartplatz, auf dem sich Salmrohr beweisen muss, sieht der Coach nicht als Problem an. „Das interessiert mich nicht. Wir fahren nicht dorthin, um zu verlieren.“ Bis auf Christian Schroeder stehen Salmrohr alle Spieler zur Verfügung.

Die weiteren Achtelfinalspiele im Überblick

Dienstag, 13. November:

SG Herdorf – SV Rossbach/Verscheid (19.30 Uhr)

Mittwoch, 14. November:

SG Hundsangen – SG Neitersen (19.30 Uhr)

RW Koblenz – SpVgg. EGC Wirges (19.30 Uhr)

Mittwoch, 28. November:

Eintracht Trier – SV Krettnach (19.30 Uhr)

Mittwoch, 5. Dezember:

SG Bad Breisig – SG 2000 Mülheim-Kärlich (19.30) Uhr)

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Kommentare (1)

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  1. Betrachter sagt:

    Spiel von Karbach- Salmrohr wurde abgesagt!

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