Rheinlandpokal: Ungefährdeter 4:0-Favoritensieg der Eintracht

Eintracht Trier erreicht Viertelfinale im Rheinlandpokal

Von Stephen Weber (Text), Sebastian Schwarz (Fotos), Lars Eggers & Florian Schlecht (Video)

Eintracht Trier gewinnt auswärts im Rheinlandpokal vor 1024 Zuschauern gegen den SV Mehring mit 4:0 (3:0). Durch den Erfolg konnte das Team von Trainer Roland Seitz das Ticket für das Viertelfinale lösen.

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Der SV Mehring begann die Partie mit einer defensiven Grundausrichtung. Mit drei Sechsern versuchte Spielertrainer Dino Toppmöller der Eintracht aus Trier ein Durchkommen so schwer wie möglich zu machen. Bei Trier fehlte hingegen Matthias Cuntz, der aufgrund eines Bänderanrisses nicht wie angekündigt in der Startformation stand. Dafür lief Christoph Anton nach überstandenem Mittelhandbruch in der Anfangself auf.

Der Regionalligist ließ sich vom aufbäumenden Verteidigungsbollwerk nicht abschrecken und kam gegen nervöse Mehringer früh zu ersten Möglichkeiten. Sylvano Comvalius verpasste eine Flanke von Alon Abelski nur um eine Fußspitze (7.). Kurz darauf blockte Andreas Hesslein eine aussichtsreiche Schusschance von Marco Quotschalla in höchster Not ab (10.). Während die Gäste tonangebend waren, versteifte sich das Team um Toppmöller auf das Kontern. Ihr Spielertrainer brachte nach einem schnellen Angriff einen Kopfball auf des Gegners Tor, der Schlussmann Andreas Lengsfeld jedoch vor keine großen Probleme stellte (19.). Die erste Gelegenheit der Hausherren.

Eintracht dreht auf

Eintracht Trier SV MehringTrier kam durch Fahrudin Kuduzovic (20.) und Comvalius (22.) zu weiteren Gelegenheiten, ehe der Oberligist die Begegnung immer besser in den Griff bekam. In diese trügerische Sicherheit hinein fiel die 1:0-Führung der Eintracht: Kapitän Fouad Brighache flankte von der rechten Seite in den Sechzehner, in dem Freund und Feind verpassten. Kuduzovic, der am langen Pfosten lauerte, hatte keine Mühe, aus kurzer Distanz einzunicken (35.). Keine drei Minuten später leitete Abelski den nächsten Treffer ein. Mit einem hohen Lupfer servierte er mustergültig für Comvalius, der den zurückhaltenden Basquit mit dem Abschluss zum 2:0 bestrafte (38.).

Die vorzeitige Entscheidung fiel schließlich noch vor dem Pausengong: Angreifer Comvalius vollstreckte mit großer Kaltschnäuzigkeit nach Vorarbeit von Flügelläufer Anton zum 3:0 (45.). Mit dem Torerfolg verabschiedeten sich beide Teams zur taktischen Neuausrichtung in die Halbzeitpause. SVM-Coach Toppmöller grantelte mit den Minuten vor der Habzeitruhe: „Trier hat toll kombinbiert und ist wirklich gut aufgetreten. Man hat sofort gesehen, wer die Profi- und wer die Amateurmannschaft ist. Wir hatten zwar gehofft, dass die Eintracht mehr Probleme mit dem Kunstrasen und der Motivation hat, aber Gratulation: Sie haben verdient gewonnen.“

Wenig Action in der 2. Halbzeit

Das Kleinhirn des Trierer Aufbauspiels, Alon Abelski, durfte sich nach dem Seitenwechel eine Auszeit gönnen. Für ihn kam Christopher Spang frisch die Partie und musste direkt mit ansehen, wie Mehring zur bis dato größten Chance kam. Verteidiger Hesslein setzte einen Kopfball nach einem ruhenden Ball von Erwin Bradasch knapp neben den Pfosten (49.).

Mehring stemmte sich gegen eine hohe Niederlage. In der 50. Minute blieb Basquit noch Sieger im Duell gegen Quotschalla, bevor er sich Momente später gegen Fabian Zittlau geschlagen geben musste. Der Außenverteidiger markierte nach Vorarbeit von Kuduzovic das verdiente 4:0 (55.). Danach nahmen die Blau-Schwarz-Weißen ein wenig das Tempo aus dem Duell. Im Sinne der eigenen Kraftreserven beschränkte sich das Team von Seitz auf Ergebnisverwaltung und versuchte lediglich, vereinzelte Nadelstiche zu setzen. Viele Auswechslungen auf beiden Seiten entschleunigten den Spielfluss zusätzlich.

So glich die abschließende halbe Stunde mehr einem Auslaufen – und es blieb beim leistungsgerechten 4:0 für Trier, die durch den Triumph in das Viertelfinale des Rheinlandpokals einzogen. Trainer Roland Seitz zeigte sich rundum zufrieden nach dem Abpfiff: „Wir haben das Spiel angenommen wie ein Meisterschaftsspiel und von der ersten Minute gezeigt, dass wir gewinnen wollen. Großes Lob an die Mannschaft, sie hat heute einen richtig guten Job gemacht.“

Das Video zum Spiel

Statistik

SV Mehring: Basquit – Diederich, Hesslein, Cordier, Alsina Fonts – Schottes, Toppmöller (76. Willems), Bradasch –  (57. Meyer), Monzel – Boussi (60. Weinberg)

SV Eintracht Trier: Lengsfeld – Brighache, Konrad, Hollmann, Zittlau – Kröner, Kuduzovic – Quotschalla, Abelski (46. Spang), Anton (71. Arbeck) – Comvalius (62. Guenther)

Tore: 0:1 Fahrudin Kuduzovic (35.), 0:2, 0:3 Sylvano Comvalius (38., 45.), 0:4 Fabian Zittlau (55.)

Schiedsrichter: Manuel Biesemann (Wadrill)

Zuschauer: 1024

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