RL West: Die Lage der Liga – Spitze formiert sich

Der letzte Spieltag im Oktober 2010 wurde gestern Nachmittag im Waldstadion an der Kaiserlinde zu Elversberg beim Spiel des heimischen SV gegen die Wuppertaler SV Borussia abgepfiffen – 2:2 hieß es am Ende, womit die Saarländer ihren Negativlauf zumindest vorerst etwas stoppen konnten. Stand die Mannschaft aus dem Neunkirchener Vorort noch am sechsten Spieltag in der Spitzengruppe, begann in den letzten Wochen der Absturz bis auf den aktuellen Tabellenrang zehn, der erst mit dem späten Ausgleichstreffer von Alexander Karapetyan (90.+2) gesichert werden konnte. Freude hier – Frust dort, schenkten die Gäste eine bereits sicher geglaubte 2:0-Pausenführung durch zwei Tore von Silivio Pagano her. Damit stecken die Bergischen weiter in der unteren Tabellenhälfte fest und haben als Drittliga-Absteiger bereits neun Punkte Rückstand auf den Aufstiegsplatz, der nach wie vor von der Trierer Eintracht (1:0-Erfolg in Leverkusen) innegehalten wird.

Dahinter hat sich das Tableau etwas entzerrt: Zwar liegen zwischen Tabellenplatz eins und sechs nach wie vor nur vier Punkte – doch die Staffelung der Punkteverteilung zeigt deutlich, dass sich das Spitzenfeld langsam, aber sicher formiert. Dazu zählen neben der Eintracht Preußen Münster (2:0 in Homburg durch Treffer von Patrick Kirsch und Babacar N’Diaye) und der 1. FC Köln II, der unter seinem neuen Trainer Rainer Thomas Verfolger SC Verl – vor zwei Wochen selbst noch Spitzenreiter – mit 3:0 auf Distanz halten konnte. Komplettiert wird das obere Drittel von Borussia Dortmund II, die nach der 1:2-Niederlage gegen den VfL Bochum um drei Plätze abrutschten, Borussia Mönchengladbach II (1:1 gegen Kaiserslautern) und die Sportfreunde aus Lotte (2:1 gegen Düsseldorf). Im Tabellenkeller konnte sich der SC 2000 Wiedenbrück etwas Luft verschaffen – im Nachbarschaftsduell mit Arminia Bielefeld sorgten ausgerechnet die Ex-Arminen Robert Mainka und Alkan Arslan für den ersten Sieg nach drei Niederlagen am Stück.

Foto: Genau da steht die Eintracht, Alban Meha: ganz oben – eben genau dort, wo auch er in der Torjägerliste steht.

ZUSCHAUER

5.090 Zuschauer verfolgten die Partien des Wochenendes, dabei war der Gastauftritt der Preußen im Waldstadion zu Homburg mit über 1.200 Zuschauern Besuchermagnet Nummer eins, dicht gefolgt vom Lotter Heimspiel gegen Düsseldorf II (1.147). Es ist an dieser Stelle fast schon eine extra Erwähnung wert, dass am Wochenende selbst bei den Spielen mit reiner Amateur-Beteiligung nur zweistellige Zuschauerzahlen ausblieben. Minuskulisse gab es auf Schalke – nur 150 Seelen verfolgten die Partie gegen Mainz II.

TORJÄGER

Hätte Alban Meha seinen fälligen Strafstoß zum potentiellen 0:2 in Leverkusen verwandelt, wäre er der erste Spieler in der Regionalliga West gewesen, der die Zehn-Tor-Marke geknackt hätte. Nimmt man alle drei Regionalligen zusammen, ist dieses Kunststück bislang nur Chemnitz‘ Benjamin Förster gelungen (11 Treffer). Ligenübergreifend liegt Alban Meha somit zusammen mit Ulms Michael Schürg auf Platz zwei der Torjägerliste.

Foto: Anna Lena Bauer

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