RL West: Die Lage der Liga – Tabelle gewinnt Aussagekraft

Neun von 34 Spieltagen sind in der Regionalliga West seit diesem Wochenende Geschichte – Grund genug, die uralte Trainerweisheit sämtlicher Übungsleiter des Landes einmal genauer unter die Lupe zu nehmen: „Die Tabelle ist erst um den zehnten Spieltag wirklich aussagekräftig!“ Was sagt uns also das Tableau, welches nach Wochen des Anlaufs nun tatsächlich Aussagekraft entfaltet?

Foto: Der Tabellenführer aus Gelsenkirchen ist zu Fall gebracht, die Sportfreunde aus Lotte sind der Nutznießer der Stunde.

Die Sportfreunde aus Lotte grüßen seit Samstag erstmals in dieser Saison vom Aufstiegsplatz, nachdem die Mannschaft von Trainer Marc Walpurgis im Auswärtsspiel bei der Zweitvertretung von Arminia Bielefeld einen glatten 3:0 (2:0)-Auswärtserfolg einfahren konnte (Torschützen: Fabian Liesenfeld, Marco Schneider, Sebastian Stachnik). Hinter dem Spitzenreiter aus dem Osnabrücker Vorland geht es nicht gerade sehr gemütlich zu – lediglich zwei Punkte trennen den Tabellenzweiten 1. FC Köln II vom Tabellenachten SV Elversberg – eben jene zwei Mannschaften, die sich auch am Samstag gegenüberstanden. Mit einem desaströsen 0:7 mussten die Saarländer die Segel streichen und damit binnen zwei Wochen die nächste Klatsche (in der Vorwoche 2:4 gegen Mönchengladbach II) einstecken. Mit im Feld der Verfolger: Eintracht Trier (1:0 gegen Schalke II), Preußen Münster (nur 2.2 gegen Kellerkind Bochum II, für das Bundesliga-Profi Mimoun Azaouagh auflief und prompt die zwischenzeitliche 0:2-Führung erzielte), der SC Verl (0:0 gegen Homburg) sowie Drittliga-Absteiger Borussia Dortmund II (3:2 gegen Mainz II). Die zweite Tabellenhälfte wird angeführt von der Reserve des 1. FC Kaiserslautern (5:1 gegen Leverkusen II), gefolgt vom Krisenkind Wuppertaler SV, das sich jedoch mit 2:0 gegen Wiedenbrück (Doppelpack Jerome Assauer) etwas berappeln konnte. Am Tabellenende stehen mit Düsseldorf II, Bochum II, Leverkusen II, und Bielefeld II gleich vier Zweitvertretungen.

TORJÄGER

110 Torschützen konnten sich bis jetzt über eigene Torerfolge freuen, dabei bildet ein Quintett die Spitze der Torjägerliste. Durch seinen Doppelpack vom Wochenende konnte Jérôme Assauer (Wuppertal) mit seinen sechs Treffern zu Daniel Ginczek (BVB II), José Pierre Vunguidica, Simon Terodde (beide Köln II) und Marcus Fischer (Elversberg) aufschließen.

ZUSCHAUER

8.994 Zuschauer sahen die Begegnungen des aktuellen Spieltages – im Schnitt 999 pro Partie. Zuschauerkrösus Preußen Münster konnte einmal mehr über 3.000 Zuschauer ins eigene Stadion zur Partie gegen den VfL Bochum II locken. Ebenfalls gut besucht waren die Partien von Eintracht Trier – Schalke II (2.164 Zuschauer) sowie vom Wuppertaler SV – SC 2000 Wiedenbrück (1.607). Minuskulisse dagegen am Flinger Broich in Düsseldorf. Das Aufeinandertreffen von Fortuna II gegen Gladbach II wollten lediglich 79 (!) Zuschauer verfolgen – jede Partie in der Kreisliga C hätte mehr Anhänger angezogen.

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Kommentare (3)

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  1. muuselindianer sagt:

    Das wäre wirklich schön, wenn es eine Änderung bei den Regionalligen geben würde. Auch bei der Eintracht ist das sehr schwierig so. Wen interessieren denn die zweiten Mannschaften.

    PRO REFORM!

  2. Jürgen sagt:

    Der DFB macht nichts, solange die Profivereine behaupten, dass die Nachwuchsarbeit nur über den Wettbewerb in der Liga funktioniert, als ob der Sprung in den A-Kader nicht Anreiz genug sein sollte. Deswegen diesen Link über wkw, facebook und sonst wo verbreiten und natürlich auch mitmachen 😉

    http://www.pro-regionalliga-reform-2012.de/petition.php

    Danke

  3. hanni sagt:

    79 Zuschauer das ist peinlich. Da sind bei jedem Spiel hier in der Gegend mehr Zuschauer. Das wird nichts mit der RL. Da muss der DFB auch mal was machen.

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