RL West: Die Lage der Liga – Wenig Aussagekraft dank Petrus’ Regen

Es wird Winter. Dafür gibt es einige unumstößliche Indikatoren – die Temperaturen gehen in den Keller, die Eiskratzer landen aus der Versenkung im Handschuhfach eines jeden PKW, die Sommerreifen werden abmontiert und durch ihre winterlichen Kollegen auf die Felgen gezogen, Tage werden kürzer – und Tabellen unterhalb der 2. Bundesliga verlieren ihre Aussagekraft. So geschehen am vergangenen 14. Spieltag in der Regionalliga West, bei dem gleich vier der neun ursprünglich angesetzten Partien witterungsbedingt den sintflutartigen Regenfällen des Donnerstages und Freitages zum Opfer fielen. Was zum Einen gut für Eintracht Trier ist, die trotz der 0:2-Niederlage beim SV Elversberg bedingt durch den gleichzeitigen Spielausfall des Tabellenzweiten aus Münster (hätten zum Verfolgerduell auswärts in Mönchengladbach bei den kleinen Fohlen antreten müssen) immer noch vom Sonnenplatz der Liga grüßen, ist für die Möglichkeit, Rückschlüsse aus dem sich darbietenden Tableau zu ziehen, der reinste Graus. Schalke 04 II – Fortuna Düsseldorf II, SC Verl – 1. FC Kaiserslautern II und der VfL Bochum II – Sportfreunde Lotte sind die weiteren Begegnungen, die in den nächsten Wochen nachgeholt werden müssen – und sie werden nicht die letzten sein. Genug Hobby-Meteorologen sehen bereits den nächsten eisigen Winter heranziehen, der vielleicht noch vor Weihnachten deutlich mehr Spielausfälle fordern könnte als es den Verantwortlichen der Vereine recht ist.

Foto: It’s raining, men! – Plätze unbespielbar, der Winter naht – und die Tabelle dürfte immer skurriler werden.

Wie dem auch sei. Immerhin fünf Partien fanden am Wochenende nun doch tatsächlich statt. Neben dem Ende der Trierer Serie setzte sich eine weitere „Serie“ fort – und zwar die des Wuppertaler SV, der seit Wochen nicht so recht aus dem zweistelligen Tabellenbereich herauskommen will. Trotz einer 1:0-Führung durch Silvio Pagano (47.) kamen die Bergischen nicht über ein 1:1 beim 1. FC Köln II heraus. Mark Uth zerstörte eine Viertelstunde vor Schluss die Auswärtssieg-Träume der Schwebebahn-Städter.
Wieviel ein Trainerwechsel bewirken kann, zeigte der FC 08 Homburg, der seinem neuen Trainer Christian Hock beim Einstand einen 2:1-Heimerfolg gegen Abstiegskontrahent Arminia Bielefeld II schenkte. Beim ersten Sieg seit zehn Partien konnten Sahr Senesie (8.) und Pascal Stelletta (39.) die Treffer für die Saarländer erzielen – und gönnten sich dabei sogar den Luxus, zehn Minuten vor dem Ende durch Nassim Banouas einen Strafstoss zu verschießen.
Borussia Dortmund II konnte sich trotz eines 0:1-Rückstandes in Leverkusen schlußendlich mit 3:1 durchsetzen (Treffer durch Hasanbegovic, Bakalorz und Le Tallec) und bleibt damit dem Spitzenduo aus Trier und Münster auf den Fersen. Wiedenbrück und Mainz II trennten sich 2:2-Unentschieden.

ZUSCHAUER

Keines der Spiele am Wochenende zog mehr als 800 Zuschauer in die Stadien, in Elversberg und Köln waren die meisten Anhänger anwesend (beide eben jene 800). Insgesamt kamen lediglich 2.613 Zuschauer – im Schnitt sind dies gerade einmal 523 pro Partie.

TORJÄGER

Triers Alban Meha grüßt nach wie vor von ganz oben – seine zehn Treffer sorgen nicht nur dafür, dass auch seine Mannschaft am oberen Ende der Tabelle zu finden ist, sondern auch er selbst in der Torschützenliste. Dahinter lauern Mainz‘ Sliskovic und Dortmunds Ginczek mit je neun erzielten Toren.

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