Oberliga: Robert Jung zieht personelle Konsequenzen

 

Wiedergutmachung ist beim SV Mehring nach dem Pokal-Desaster angesagt./ Salmrohr will an starken Auftritt von Neunkirchen anknüpfen.

 

SV Mehring: Denkpause für Becker und Palm

Für das desaströse 0:4 am Dienstag im Rheinlandpokal beim klassentieferen FSV Tarforst hatte Robert Jung, Trainer des Fußball-Oberligisten SV Mehring, vor allem eine Begründung: „Die Mannschaft war einfach platt. So schlecht kann man ja normal gar nicht spielen.  Da wurde in der Vorbereitung wohl zu wenig gemacht…“

Tobias Lorig & Co. wollen am Samstag endlich wieder jubeln.

Die Trierer seien am Dienstag hoch motiviert gewesen, für sein Team sei es das zweite Spiel binnen zwei Tagen gewesen. „Da kamen wir immer wieder einen Schritt zu spät. Das war auch nicht so wie bei den drei voran gegangenen Oberliga-Spielen“, stellt der erfahrene Übungsleiter klar. In den Duellen gegen Hauenstein (0:3), in Völklingen (0:2) und am Sonntag daheim gegen Brebach (0:1) habe man immerhin jeweils Möglichkeiten und abgesehen vom Hauenstein-Match große Siegchancen gehabt.

Die jüngsten vier Niederlagen in Serie ziehen dennoch personelle Konsequenzen nach sich. Den zuletzt schwächelnden Abwehrspielern Johannes Palm und Jon Becker gibt Jung eine Denkpause. Für sie rücken Mario Kön und Johannes Diederich in die Startformation. „Das sind Jungs, die alles aus sich rausholen und jedes Training sehr konzentriert angehen“, betont der Mehringer Coach.

Diese Eigenschaften seien gerade im Gastspiel am Samstag, ab 14.30 Uhr, beim benachbarten Tabellendreizehnten SV Rossbach/Verscheid gefragt: „Da erwartet uns ein enger Platz, eine kampfstarke Truppe und ein Spielertrainer Thomas Esch, um den sich alles dreht.“

Michael Fleck erhält erneut das Vertrauen von Trainer Robert Jung.

Trotz seines enttäuschenden Auftritts in Tarforst dürfte Angreifer Michael Fleck erneut eine Chance von Beginn an erhalten. Der letztjährige Goalgetter wirkte nach seiner Einwechslung aufreizend fahrig und legte sich sogar noch mit einem Teamkollegen an. „Das haben wir ausgeräumt. Und ich habe Michael nochmal klar gemacht, dass ich absolut hinter ihm stehe. Es geht nur darum, dass er auch Aufgaben in der Rückwärtsbewegung wahrnimmt. Wenn es mir gelingt, ihm das erfolgreich zu vermitteln, wäre das auch für mich als Trainer noch einmal ein großer Erfolg“, betont Jung.

FSV Salmrohr: Starkes Offensivteam zu Gast beim Dritten

Das deutliche und auch in der Höhe verdiente 3:0 am vergangenen Samstag bei Borussia Neunkirchen war aus Sicht des FSV Salmrohr die passende Antwort auf alles Krisengerede, das dem Team von Trainer Patrick Klyk nach dem 2:3 zuvor daheim gegen den TuS Mechtersheim angedichtet worden war. Als Dritter liegt man weiter aussichtsreich im Titelrennen und hat gerade mal drei Punkte Rückstand auf Spitzenreiter SVN Zweibrücken. Samstag, ab 14.30 Uhr, ist nun der Sechste des Oberliga-Klassements, der FC Arminia 03 Ludwigshafen zu Gast im Salmtalstadion.

Patrick Klyk FSV Salmrohr

Trainer Patrick Klyk erwartet offensiv eingestellte Ludwigshafener.

„Uns erwartet eine Arminia, die in der Offensive sehr gut besetzt ist“, warnt Coach Klyk. Die Vorderpfälzer haben nach mäßigem Start zuletzt mächtig aufgedreht und setzten am vergangenen Spieltag beim 3:0 über zuletzt so starke Gonsenheimer ein weiteres Glanzlicht. Mit 27 Treffern verfügt man neben Elversberg II und Gonsenheim über die drittbeste Sturmreihe der Liga. Besser sind nur der FSV (34) und Hauenstein (31).

„Die Mannschaft kommt in einen immer besseren körperlichen Zustand und lässt auch den Ball prima laufen“, weiß Klyks Kollege Thomas Fichtner. Gustav Schulz´ Einsatz von Beginn an – er musste in der ablaufenden Woche Antibiotika schlucken – steht beim FSV noch auf der Kippe.

Die Suche nach einer Verstärkung im Angriff hält nach Angaben des Salmrohrer Übungsleiters an. „Doch die wachsen nicht auf den Bäumen“, gibt er zu bedenken. Derzeit sei man dabei, den Markt zu sondieren und schaue auch, „wer wo unzufrieden ist“. Klyk glaubt derweil, dass man möglicherweise erst in der Winterpause Vollzug melden könne.

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