4.Jedermannturnier mit Einlagespiel der Dolphins

Beim vierten Jedermannturnier im Rollstuhlbasketball, das am Samstag vom RSC-Rollis Trier in der Wolfsberghalle ausgerichtet wurde, kämpften 8 Teams mit vorwiegend nicht behinderten Sportlern in 2 Gruppen um die Punkte. Teilweise hatten die Teilnehmer aber erst einmal mit der eigenen Fähigkeit zu kämpfen, sich selbst und den Ball im Sportrollstuhl zu bewegen. Im Einlagespiel der Dolphins gegen ein All-Star-Team des Jedermannturniers stand der Spaß im Vordergrund.

Die engen Ergebnisse in den Spielen über jeweils 15 Minuten zeugten von ausgeglichenen Teams, die aus Praxisbelegschaften, Schulen, der Wohngruppe der Lebenshilfe Theobaldstrasse sowie gemixten Interessengemeinschaften zusammengesetzt waren. Alle hatten sich für dieses Turnier angemeldet, das Ideengeber und Organisator Günter Ewertz moderierte. Die Startgebühren sowie der Gewinn aus dem Verkauf an Speisen und Getränken gingen wie immer zugunsten der KiJu-Gruppe des RSC Rollis Trier.

 Median Giants aus Bernkastel siegreich

Alle Sportler waren mit viel Spaß und Engagement dabei und am Schluss konnten sich die Median Giants aus Bernkastel im Endspiel gegen „Die Körbchenjäger“ durchsetzen. Auch die Newcomer „Die Weißwurstbrüder“ errangen auf Anhieb den dritten Platz und zeigten wie auch die anderen Teams, dass im nächsten Jahr mit ihnen zu rechnen ist. Denn alle Mannschaften wollen sich auch für das nächste Turnier wieder anmelden, wenngleich die Hände geschunden wurden und die Schultern schmerzten.

Höhepunkt war mittags ein Einlagespiel der Bundesligamannschaft GOLDMANN Dolphins Trier gegen ein All-Star-Team. Dieses Team wurde gebildet aus jeweils 2 Spielern von den 8 anwesenden Mannschaften. „Skandalös“ ging es schon damit los, dass die fünf Spieler der Dolphins sich permanent gegen die 16 Spieler des Gegners erwehren durften, die immer auf dem Feld sein durften, wie Ausrichter Ewertz es erlaubt hatte. Dennoch konnten sich die Mannen um Nationalspieler Dirk Passiwan bis zur Halbzeit nach 15 Minuten mit schier unglaublichen Kombinationen und Slalomläufen einen scheinbar beruhigenden Vorsprung von 30:10 herausarbeiten. Das sie das Spiel letztendlich aber nur knapp mit 48:47 für sich entscheiden konnten, lag an den zwielichtigen Machenschaften, die sich in der zweiten Halbzeit ereigneten.

Tolle Gaudi beim Einlagespiel

Erst wurde vom Schiedsgericht entschieden, dass die Korberfolge des All-Star-Teams mit bis zu 15 Punkten bewertet wurden. Dann griffen die fanatischen Anhänger des All-Star-Teams ins Spiel ein, hielten Dirk Passiwan und Team-Kapitän Chad Jassmann fest und raubten ihnen die Räder. Eine gewisse „Radlosigkeit“ bei den Nationalspielern sah nicht nur der Hallensprecher. Auch Schiri Frank Dösken musste daraus resultierend ein technisches Foul gegen Passiwan aussprechen, als dieser versuchte mit dem nicht vollständigen Sportgerät ins Spiel einzugreifen. Auch das fragwürdige, circa zwei Minuten fortdauernde Anhalten der Spieluhr, als diese nur mehr sieben Sekunden Rest anzeigte, half dem All-Star-Team dann doch nicht zum Sieg. Es war Gaudi pur!

„Tolle Atmosphäre, nur positive Rückmeldungen und wieder ein bisschen weiter auf dem Weg, behinderte und nicht behinderte Menschen zusammen zu bringen. Das sind die Argumente für das 5. Jedermannturnier im nächsten Jahr“, kündigte Günter Ewertz bei der Siegerehrung die weitere Manifestierung dieses integrativen Turniers im Trierer Sportkalender an.

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