Rundgang gegen das Vergessen zur Progromnacht

Als aus Diskriminierung Verfolgung wurde

Zum Gedenken an die Pogromnacht vor 78 Jahren veranstaltet die Arbeitsgemeinschaft Frieden am 9. November 2016 den Rundgang „Trier im Nationalsozialismus“ mit Schwerpunkt Pogromnacht 9./10.11.1938.

Im Volksmund auch als Reichskristallnacht bekannt, war die Progromnacht vom 9. auf den 10. November 1938 eine systematische, staatlich gelenkte Aktion gegen Juden im Deutschen Reich, bei der aus staatlicher Diskriminierung systematische Verfolgung wurde. Rund 400 Menschen wurden in der Zeit zwischen dem 7. und 13. November 1938 ermordet und weit über 1000 jüdische Einrichtungen zerstört. Dem Horror folgte die Inhaftierung von ungefähr 30.000 Juden in Konzentrationslagern.

„Am Jahrestag der Pogromnacht wollen wir mit diesem Rundgang daran erinnern, wie leicht aus Vorurteilen und Ressentiments menschenverachtende Verfolgung bis hin zum Massenmord werden kann. Damit wollen wir in Trier auch heutigen rechtsradikalen Bestrebungen, Antisemitismus, Rassismus und Islamophobie etwas entgegensetzen“, so Toni Schneider vom AGF-Arbeitskreis ‚Trier im Nationalsozialismus‘, der den Rundgang  ehrenamtlich durchführt.

Der etwa eineinhalbstündige Rundgang führt zu Stätten des Terrors und des Widerstands. Treffpunkt für die kostenlose Führung ist am Montag 9.11. um 16.15 Uhr an der Gedenktafel Sichelstraße 36 Trier (Haus Fetzenreich).

Diesen und ähnliche thematische Rundgänge werden für Gruppen und Schulklassen auch auf Anfrage durchgeführt.  www.stattFuehrer.de

Der Stadtrundgang endet gegen 17.45h an der Synagoge an der Kaiserstraße, so dass die Teilnehmer die Feierstunde der Stadt Trier und der jüdischen Kultusgemeinde um 18 Uhr in der Synagoge erreichen können. Anschließend findet gegen 19h eine stille Kranzniederlegung an der Synagogenstele, Zuckerbergstraße Trier statt.

Ansprechpartner für Rückfragen: Markus Pflüger 0651 9941017

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