Salmrohr-Trainer Paul Linz wird nicht entlassen!

Hinrunde mit passendem 2:0 gegen die SV Elversberg II abgeschlossen

Da ist noch nichts „rosiges“ am Tabellenkellerplatz mit der Nummer 16 (siehe unten). Mit dem 17. Spiel in der Fußball-Oberliga Rheinland-Pfalz / Saar 2015/2016 sind damit 5 Siege, 2 Unentschieden und 10 Niederlagen für den FSV Salmrohr zu verbuchen. Trainer Paul Linz bleibt dem FSV erhalten – wahrscheinlich auch wegen dem Erreichen des Halbfinales im Rheinlandpokal.

Salmrohr. Dass Trainer wegen fehlenden Erfolges entlassen werden ist kein Novum. Dass Trainer möglicherweise eine Galgenfrist erhalten ist zumeist nur Vereins-intern im Gespräch. Beim Trainer Paul Linz – und so lässt sich die aktuelle Lage interpretieren – ist eine Galgenfrist ausgesprochen. Sein Damokles-Schwert heißt „Rheinlandpokal“ und „Rückrunde“.

Die Salmrohrer Mannschaft jedenfalls hat ihrem Trainer Paul Linz am gestrigen Samstag den Rücken gestärkt:

Der FSV Salmrohr hat das letzte Spiel der Hinrunde in der Fußball-Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar gegen die SV Elversberg II mit 2:0 (0:0) gewonnen und damit zu einem direkten Konkurrenten im Kampf gegen den Abstieg aufgeschlossen. Die Treffer zum Sieg in diesem „Sechs-Punkte-Spiel“ erzielten Daniel Bartsch (55.) und Ricardo Couto Pinto (80.). Aus den letzten acht Spielen hat der FSV 17 Punkte geholt.

Es war der versöhnliche Abschluss einer insgesamt dennoch verkorksten und enttäuschenden Hinrunde. Das zeigte sich auch in der Pressekonferenz, die Trainer Paul Linz zu einem kurzen, selbstkritischen Rückblick nutzte. „Wenn du die ersten neun Spiele verlierst, dann ist die Saison normalerweise gelaufen und du bist auch deinen Job los. Ich muss mich bei der Vereinsführung bedanken, die sehr besonnen reagiert hat. Wir waren immer im Dialog und haben gemeinsam die Wende geschafft.“ Dass mit der guten Serie ab dem 10. Spieltag noch längst nicht wieder alles im Lot ist, weiß auch Linz. Nach wie vor steckt der FSV mitten im Abstiegskampf, befindet sich aber inzwischen wieder mitten im Getümmel mit den übrigen Kandidaten – der Kampf um den Klassenerhalt reicht bis zum 8. Tabellenplatz. Dort steht Hertha Wiesbach, das mit 22 Punkten nur fünf Zähler mehr als der FSV auf dem Konto hat.

Im „Kühlschrank Salmtalstadion“ konnte die Darbietung beider Teams in der ersten Halbzeit nicht für Erwärmung sorgen. Mehr als eine halbe Stunde tat sich in beiden Strafräumen gar nichts, danach war zumindest ein leichter spielerischer Aufwärtstrend zu vermerken.

Richtig los ging es aber erst mit dem Start in die zweite Halbzeit. Den ersten Akzent setzte Meliani Saim, am Mittwoch beim 3:1-Pokalsieg in Betzdorf noch zweifacher Torschütze. Er lief allein auf Elversberg Schlussmann Felix Schmelzer zu, scheiterte aber beim Versuch, ihn zu tunneln. Kurz darauf machte sich Daniel Bartsch auf den Weg. Im Mittelfeld fing er einen Elversberg Pass ab, schüttelte zwei Elversberger ab, ließ den mitgelaufenen Timo Heinz links liegen und erzielte mit einem Flachschuss (55.) ins lange Eck die Führung.

Dieser Treffer gab den Gastgebern sichtlich Auftrieb. Nach einer guten Stunde hatte Ricardo Couto Pinto die große Chance, das Ergebnis zu erhöhen. Nach einem klasse Pass von Lars Schäfer ließ er zwei Gegenspieler aussteigen, kam dann im Strafraum frei zum Schuss, verzog aber knapp. Zehn Minuten vor Schluss machte der Luxemburger seine Sache dann besser. Er eroberte einen vermeintlich verlorenen Ball zurück und ließ dem Gästetorhüter mit einem überlegten Schuss keine Chance.

Der Sieg geriet nur noch einmal in Gefahr, als FSV-Schlussmann Daniel Ternes bei einem Rückpass ins Stolpern geriet, sich dann aber doch noch rechtzeitig wieder aufrappelte und vor einem einschussbereiten Elversberger retten konnte. „Es war ein verdienter Sieg“, bilanzierte Paul Linz, „der Start war nicht gut, erst später haben wir ins Spiel gefunden. Zum Glück haben wir das 1:0 gemacht.“ Sein Pendant Timo Wenzel pflichtete ihm bei: „Salmrohr geht als verdienter Sieger vom Platz. Die erste Halbzeit hatte wenig mit Fußball zu tun und meiner Mannschaft fehlte einfach der unbedingte Siegeswille.“

Die Rückrunde startet bereits am kommenden Samstag (14.30 Uhr), wenn der FSV im Salmtalstadion den Aufsteiger FSV Jägersburg empfängt, gegen den es zum Saisonauftakt eine 0:3-Niederlage gab.

FSV Salmrohr – SV Elversberg II 2:0 (0:0)
FSV Salmrohr: Daniel Ternes – Lars Schäfer, Pascal Meschak, Daniel Schraps, Gianluca Bohr – Daniel Bartsch, Timo Heinz – Meliani Saim (85. Kader Touré, Michael Kohns, Ricardo Couto Pinto (90.+1 Marcel Ewertz) – Fabian Helbig (87. Marc Inhestern)

Tore: 1:0 (55.) Daniel Bartsch, 2:0 (80.) Ricardo Couto Pinto

Schiedsrichter: Patrick Simon (Wöllstein) – Zuschauer: 169

 

Fußball-Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar 2015/2016 – Tabelle

    Verein Sp. S U N Tore. Doff. Pkt.
1. (2.) SC 1919 Hauenstein 17 14 2 1 32:8 +24 44
2. (1.) TuS Koblenz 17 14 1 2 43:14 +29 43
3. (3.) FC Karbach 17 9 5 3 28:23 +5 32
4. (4.) Borussia Neunkirchen 17 9 4 4 30:17 +13 31
5. (5.) TSV Schott Mainz 17 9 3 5 45:21 +24 30
6. (6.) Röchling Völklingen 17 8 4 5 29:21 +8 28
7. (7.) FSV Jägersburg 17 8 3 6 29:24 +5 27
8. (8.) Hertha Wiesbach 17 7 1 9 29:26 +3 22
9. (9.) TSG Pfeddersheim 17 6 4 7 23:24 -1 22
10. (13.) FC Arminia Ludwigshafen 17 7 1 9 21:34 -13 22
11. (10.) SV Gonsenheim 16 6 3 7 21:28 -7 21
12. (11.) Spvgg Brohltal/Burgbrohl 16 6 1 9 29:33 -4 19
13. (15.) SV Mehring 17 5 4 8 24:31 -7 19
14. (12.) SV Elversberg II 17 6 1 10 29:38 -9 19
15. (14.) SpVgg EGC Wirges 17 4 6 7 22:23 -1 18
16. (17.) FSV Salmrohr 17 5 2 10 25:30 -5 17
17. (16.) FK Pirmasens II 17 3 5 9 22:26 -4 14
18. (18.) SVN 1929 Zweibrücken 17 1 0 16 6:66 -60 3

// Danke an Willi Rausch, dem Pressebeauftragten des FSV Salmrohr

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