Schlusslicht mit kleinen Zielen

Eintracht Trier gegen den FC Nöttingen

Der Klassenerhalt ist für den FC Nöttingen ein weit entfernter Traum, den wohl auch die optimistischeren Kandidaten in Mannschaft und Umfeld nicht mehr zu träumen wagen. Völlig ziellos werden die Badener beim morgigen Gastspiel des SV Eintracht Trier 05 aber voraussichtlich nicht auflaufen. Man setzt sich eben kleinere Ziele und versucht die Saison versöhnlich zu beenden.

Der FC Nöttingen spielt irgendwie seine ganz eigene Saison und bewegt sich völlig losgelöst vom Rest der Liga. Seit dem 11. Spieltag befindet sich die Mannschaft von Trainer Dubravko Kolinger auf einem Abstiegsplatz. Seit dem 13. Spieltag grüßt der Verein von ganz unten und zeigt bis heute relativ wenig Ambition, an diesem Zustand etwas ändern zu wollen oder zu können. Dabei ist durchaus so etwas wie ein Aufwärtstrend erkennbar. Zuletzt gab es moralisch wichtige Siege gegen Watzenborn-Steinberg und Homburg. Und nach diesen kleinen Teilerfolgen, keimte beim Schlusslicht der Liga sogar wieder ein wenig Hoffnung auf, nach dem letzten Spieltag wenigstens nicht mit der roten Laterne in der Hand aufs Abschlussfoto zu kommen.

Da trifft es sich für die Nöttinger ganz gut, dass es morgen um 14 Uhr gegen den fast direkten Tabellennachbarn geht, deren Heckspoiler die Badener zumindest noch in weiter Ferne aufblitzen sehen. Sieben Punkte trennen die beiden Vereine im Tabellenkeller derzeitig voneinander. Den Abstand zu verringern und wieder auf Schlagdistanz zu kommen, ist die durch Mittelfeldspieler Niklas Hecht-Zirpel ausformulierte Marschrichtung für die morgige Partie.

Der gelernte Mittelstürmer, der unter Trainer Kolinger oft im zentralen offensiven Mittelfeld aufläuft, hat dabei in den vergangenen Wochen bewiesen, dass er auch alleine dazu in der Lage ist Spiele zu entscheiden. Beim 5:1 Sieg gegen Walldorf zeichnete sich das 23-jährige Nöttinger Eigengewächs für einen fast lupenreinen Hattrick verantwortlich.

Gefährliches Kollektiv in der Offensive

Generell ist die Offensive der Badener potenter, als es der Saisonverlauf vermuten lassen würde, wobei sich die Last gleichmäßig auf mehrere Offensivkräfte verteilt. Im von Coach Dubravko Kolinger favorisierten 4-2-3-1 System sind es vor allem Eray Gür (2 Tore/ 5 Vorlagen), Michael Schürg (4 Tore/ 5 Vorlagen) und Leutrim Neziraj (4 Tore/ 6 Vorlagen), die nicht nur immer wieder selbst den Abschluss suchen, sondern sich vor allem darin verstehen sich gegenseitig in Szene zu setzen. Das Kollektiv im offensiven Mittelfeld kann auch für die Trierer brandgefährlich werden, denn die Spieler sind variabel einsetzbar, agieren mal über die Flügel, mal aus dem Zentrum heraus und geben dem Trainergespann die Möglichkeit, die Taktik gegebenenfalls auch während des Spiels anzupassen.

Defensiv hingegen tritt das Kellerkind mitunter desolat auf. 76 Gegentreffer in der aktuellen Regionalliga-Saison sprechen eine mehr als deutliche Sprache. Zuletzt traten die morgigen Gastgeber zwar etwas stabiler auf, dennoch liegt genau hier die große Chance für die Trierer, den Abstand zu den Nichtabstiegsplätzen an diesem Spieltag nachhaltig zu verringern. Das Hinspiel sollte dabei Hoffnung geben. Durch zwei Tore von Christoph Anton und einen Treffer von Topscorer Muhamed Alawie gewannen die Römerstädter das erste Duell in dieser Spielzeit vor heimischen Publikum mit 3:0.

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