Schock für die Trierer Miezen

Treffer-Star Joline Müller fällt in Beyerhöde wegen Grippe aus

Das verlangt von jeder Spielerin der Trierer Zweitliga-Handballerinnen mehr als sie momentan geben können: Für das morgige Spiel in Wuppertal gegen die Bayeröhder Handballgirls fällt die Torschützin Joline Müller wegen Grippe aus.

Trier / Wuppertal. Der TV Beyeröhde kann das Liga-Duell gegen den DJK/MJC Trier für sich entscheiden. Die Mannschaft der Trainerin Meike Neitsch will sich jedenfalls- nach der am vergangenen Samstag erhaltenen Niederlage gegen die Spielerinnen des SG Herrenberg (24:31) – kein zweites Mal „abschlachten“ lassen.

Die Spielerinnen der auf dem letzten Platz der Tabelle rangierenden Trierer Miezen werden deshalb viel eher damit rechnen müssen in Beyeröhde „abgeschlachtet“ zu werden.
Nicht ohne Grund stellt sich Daniela Filip, die Trainerin der Trierer Handballerinnen vor die Mannschaft und sagt: „Wir müssen den absoluten Willen zeigen, zusammen als Wir, zusammen als Mannschaft. Jede Einzelne muss an ihre Grenze und darüber hinausgehen. Ich erwarte, dass wir uns zerreißen.“ Filip ist derzeit wahrlich nicht zu beneiden, denn in Beyeröhde muss die 45 Jahre alte Rumänin auf ihre mit Abstand beste Werferin verzichten.

„Scholli“, wie Joline Müller genannt wird, liegt mit einer Mandelentzündung sowie Grippe flach und kann nach Aussage von Filip am Samstag in der Wuppertaler Sporthalle Buschenburg „definitiv nicht auflaufen.“ Schon in Nellingen plagte sich die 22-jährige Rückraumspielerin mit einem Infekt herum, biss aber auf die Zähne und erzielte bei der 29:41-Niederlagen die Hälfte aller Miezen Treffer. In zwei Partien bringt es der Neuzugang aus Zweibrücken auf satte 24 Treffer, steht damit an der Spitze der Torschützenliste. Ihren Ausfall zu kompensieren dürfte sich, für die im Rückraum ohnehin dünn besetzte Mannschaft, schwierig gestalten.
Trotz der Personalmisere jammert Filip nicht, sondern fordert von ihrer Mannschaft in Wuppertal – nicht nur aufgrund der 24:32-Niederlage vor drei Wochen in der ersten Runde des DHB-Pokals – eine Reaktion. „Wir haben im Pokal sehr, sehr schlecht gespielt und haben definitiv etwas gut zu machen. In Nellingen haben wir eine Halbzeit gezeigt, dass wir Handball spielen können, dort gilt es anzusetzen: Bissig, aggressiv und voller Leidenschaft.“

Die „Beyeröhder Handballgirls, in der Vorsaison als Aufsteiger auf Platz zehn, sind mit einem Sieg sowie einer Niederlage in die Spielzeit 2015/2016 gestartet, wollen gegen die Miezen nach eigener Aussage „zurück in die Spur finden.“ Die Moselstädterinnen wollen das unter allen Umständen verhindern und trotz des Ausfalls von Müller die ersten Punkte der Saison einfahren. „Wenn jede Einzelne ihre Leistung abruft, haben wir auch eine reelle Chance. Die Situation ist sicher schwierig, sie ist aber nicht ausweglos“, so Filip.

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