Schwarzer Sonntag auch für die Trierer Miezen

"Am Ende erneut alles gegeben, gekämpft, nur die Punkte fehlen"

Eine 26:25 Niederlage in Kirchhof [ Text ], 22:34 Niederlage in der Arena gegen Neckarsulm [ Text ] und am Sonntag die 21:23 Niederlage gegen Nellingen zeigen zwar ein Potential bei den Miezen, das über die ganze Saison zwar präsent ist, aber nicht zum Überkochen kommt. – Wo ist der Haken, wo ist der Drive, wo der im ersten Spiel mit der neuen Trainerin Christina Cabeza gezeigte Willen zum Sieg? [ Text ] Und wo bleibt das Echo von Cabezas „Die Miezen können jede Mannschaft schlagen„?

Trier. Oder ist der „gute Zustand“ [ unser Artikel ] dann doch nicht so gut? So war der Sonntag nicht nur ein „Schwarzer Sonntag“ bei den Trierer Dolphins sondern auch bei den Trierer Miezen:

Der Weg zum Klassenerhalt wird für die Trierer Bundesliga-Handballerinnen immer weiter: Nach der 21:23 (10:13)-Niederlage gegen den TV Nellingen liegt der Rückstand zwar weiter bei sieben Zählern, bei nur noch 13 ausstehenden Partien müssen die Miezen aber endlich anfangen zu punkten. Die Konkurrenz aus Kirchhof, Bremen und Mainz-Bretzenheim konnte am Wochenende punkten. Gegen Nellingen haben die Miezen wenig Glück, auch die Unparteiischen haben ihren Anteil.

Wütend, enttäuscht, traurig und wieder ohne Punkte: Die 21:23-Heimniederlage gegen den TV Nellingen beschäftigte die Miezen auch am Sonntag noch, so viel Dramatik hatte die Partie geboten. „Ich bin stolz auf meine Mannschaft, sie haben gekämpft wie die Wahnsinnigen“, sagte Trainerin Cristina Cabeza und ergänzte: „Heute hatten wir nicht das Glück, aber auch nicht die Schiedsrichter auf unserer Seite. Da waren Entscheidungen dabei, die ich nicht verstehen kann.“

Die Unparteiischen wurden vom Trierer Publikum mit einem gellenden Pfeifkonzert verabschiedet, da aus Sicht der Moselstädterinnen „keine Linie zu erkennen war“. So musste Caroline Thomas nach 22 Minuten bereits mit der dritten Zeitstrafe vom Feld, „in der sich man mit mehr Fingerspitzengefühl anders hätte agieren können.“

Thomas war bis dahin unermüdliche Antreiberin ihrer Mannschaft, hatte mit drei Treffer großen Anteil daran, dass die Miezen nach 0:2-Rückstand (2.) ins Spiel fanden und ihrerseits nach acht Minuten 5:3 in Führung lagen. In der Folge entwickelte sich eine ausgeglichene Begegnung, in der nicht zu erkennen war, dass der Tabellenzweite zu Gast war. Die Disqualifikation von Thomas brachte die Miezen natürlich aus dem Rhythmus, über die Stationen 10:8 (23.) und 11:9 (27.) konnten sich die Gäste aus dem Schwäbischen eine 13:10-Halbzeitführung herausspielen.

In der Kabine muss Cabeza dann aber die richtigen Worte gefunden haben, denn anstatt einzubrechen, wehrten sich die Moselanerinnen nach Kräften, hatte in Melanie Eckelt eine gute Torfrau zwischen den Pfosten und glichen durch Joline Müller zum 15:15 (40.) aus. Die Partie jetzt ein offener Kampf, um jeden Millimeter wurde gekämpft und die Miezen konnten sich erneut auf ihre Zuschauer verlassen.

Bis zum 20:20 zehn Minuten vor Ende war alles möglich, dann aber machten die Gastgeberinnen ein paar Fehler zu viel. Gepaart mit umstrittenen 7-Meter-Entscheidungen für Nellingen ging nicht mehr viel und die Gäste konnten sich mit drei Treffern (23:20/58.) absetzen. In der Offensive fehlten nun Durchschlagskraft und das nötige Glück. Am Ende erneut alles gegeben, gekämpft, nur die Punkte fehlen. Im kommenden Heimspiel am Sonntag (16 Uhr) gegen Beyeröhde sind die Moselanerinnen zum Siegen verdammt.

// Danke an Franziska Garcia – Pressesprecherin DJK/MJC Trier – 2. Handball Bundesliga Frauen

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