Shuntzentrum in Trier eröffnet

Vergangenen Donnerstag, 28. Oktober 2010, wurde das Shuntzentrum Trier eröffnet. Dort haben sich die Abteilungen Gefäßchirurgie, Nephrologie und Radiologie des Krankenhauses der Barmherzigen Brüder Trier und das Kuratorium für Dialyse und Nierentransplantation zusammengeschlossen, um die Versorgung von natürlichen oder künstlich angelegten Verbindungen zwischen zwei Gefäßen (sogenannten Shunts) bei nierenkranken Menschen zu verbessern.

Im Shuntzentrum stehen alle modernen Diagnose- und Therapieverfahren zur Versorgung des nierenkranken Patienten zur Verfügung. Für Notfälle und elektive Vorstellungen werden verbindliche Strukturen angeboten, die jeder zuweisende Arzt nach seinem Bedarf in Anspruch nehmen kann. Zu den konkreten Leistungen des Zentrums gehören die Shuntsprechstunde und verschiedene Angebote zur Shuntchirurgie.

PD Dr. med. Stefan Weiner eröffnete das Shuntzentrum Trier (Foto: Wolfgang Claus, Brüderkrankenhaus Trier)

„Der Shunt ist die Lebensader für den Patienten an der Hämodialyse. Die optimale Versorgung rund um den Dialyseshunt erfordert ein Team aus Spezialisten, über welches wir in unserem Shuntzentrum verfügen“, so PD Dr. med. Stefan Weiner, Chefarzt der Zweiten Medizinischen Abteilung am Brüderkrankenhaus. Zusammen mit Prof. Dr. med. Detlef Ockert, Chefarzt der Allgemein-, Viszeral- und Gefäßchirurgie am Brüderkrankenhaus hat er die organisatorische Leitung des Shuntzentrums übernommen.

Stefan Weiner führte weiter aus: „Mit unserem Angebot wollen wir die Lebensdauer des Shunts heben, Verschlussraten senken, und den Anteil autologer, das heißt aus körpereigenen Gefäßen bestehenden Shunts erhöhen. Der Anteil an Protheseshunts und Dialysedauerkathetern, die mit einer erhöhten Komplikations- und Infektionsrate einhergehen, soll wiederum gesenkt werden.“

Hintergrund: Was ist ein Shunt?

Ein Shunt ist eine natürliche oder künstlich angelegte Verbindung zwischen zwei Gefäßen. Für die Blutwäsche (Hämodialyse) muss dem Organismus eine größere Menge Blut entnommen, gereinigt und wieder zugeführt werden. Der für die Dialyse erforderliche Blutfluss wird über großvolumige Punktionsnadeln und Schläuche gewährleistet, die in möglichst große, blutgefüllte Venen eingeführt werden. Da es solche großen Gefäße im menschlichen Körper nicht gibt, wird ein solches Gefäß künstlich mittels eines Kurzschlusses (Shunt) erzeugt.

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Kommentare (2)

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  1. Korrektur:Auf dem Foto ist tatsächlich mein Neffe Professor Dr. Stefan Weiner zu sehen!!
    Herzliche Grüsse aus Bayern
    Gottfried Weiner

  2. Korrekturbruder sagt:

    Korrektur:
    Auf dem Foto ist Prof. Dr. Kölbel, Chefarzt der Inneren I im BKT …nicht Dr. Weiner

    Anmerkung der Redaktion: Nach Angaben der Pressestelle des BKT und unseren eigenen Recherchen handelt es sich tatsächlich um Dr. Weiner, nicht um Dr. Kölbel. Wir danken dennoch für den Hinweis.

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