Smartphones für Kommunikation in Krisengebieten

Das „Interdisciplinary Centre for Security, Reliability and Trust” (SnT) der Universität Luxemburg beteiligt sich heute im Rahmen einer NATO-Übung in der Slowakei an zwei Zivilschutz–Szenarien. Die Übung findet in der Stadt Lest statt und soll chemische und nukleare Notfälle simulieren.
Der SnT-Forscher Aurel Machalek wird in Begleitung von 16 Mitgliedern des Luxemburger Zivilschutzes via Mobiltelefon besondere Anwendungen für sichere und verlässliche Kommunikationstechnik testen. Zudem werden Teams aus Österreich, Tschechien, Ungarn, Polen und der Slowakei an der Übung teilnehmen. Wie der Wissenschaftler erklärt, will das SnT die „technischen Voraussetzungen schaffen, die nötig sind, um Polizei, Feuerwehr und Zivilschutz mit zuverlässiger Kommunikationstechnik zu versorgen“. Seine Arbeit ist Teil des vom 7. Rahmenprogramm der EU mitfinanzierten Secricom-Forschungsprojektes, das eine verbesserte, drahtlose Kommunikation im Krisenmanagement fördert.

Bei der Übung wird ein Zusammenstoß zweier Züge simuliert, bei dem gefährliche Stoffe an die Umwelt abgegeben werden. Die Rettungsteams sind teils mit Funkgeräten, teils mit Smartphones mit Software auf Basis der IPv6-Technologie ausgestattet, die Kommunikation der Teams wird von Machalek mit einem Smartphone verfolgt und analysiert. Auf diese Weise soll gezeigt werden, dass die verschiedenen Technologien zusammen funktionieren können. „Das Internet ist jetzt bereit, als vertrauenswürdiges Kommunikationsinstrument in Krisensituationen zu dienen”, so  Prof. Dr. Thomas Engel, stellvertretender Direktor des SnT.

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