Spanier Daniel Sordo gewinnt Deutschland-Rallye – zwei schwere Unfälle

ADAC Deutschland Rallye: Daniel Sordo siegt beim neunten WM-Lauf - zwei schwere Unfälle überschatten die Rallye

Der Spanier Daniel Sordo hat die ADAC Deutschland Rallye 2013 gewonnen. Er setzte sich vor dem Belgier Thierry Neuville und dem Finnen Mikko Hirvonen durch. Für Sordo war es der erste WM-Triumph in seiner Karriere. WM-Spitzenreiter Sébastien Ogier leistete sich am Freitag einen Fahrfehler und landete nur auf dem 16. Platz.

Daniel Sordo heißt der Sieger der Deutschland Rallye 2013. Der Spanier gewann vor Thierry Neuville in einem packenden Finale. Vor der letzten Prüfung hatte Sordo nur 0,8 Sekunden vor Neuville gelegen. Im letzten Abschnitt konnte er seinen Vorsprung noch auf 53 Sekunden ausbauen und sich bei der Siegerehrung vor zahlreichen Zuschauer an der Porta Nigra feiern lassen. Entscheidend für Sordos Sieg war wahrscheinlich ein kleiner Fahrfehler von Neuville. Kurz vor dem Ziel rutschte der belgische Ford-Pilot von der Strecke ab. „Ich habe voll attackiert und kam kurz vor dem Ziel von der Strecke ab, aber das Risiko war es mir wert“, wird Neuville auf der Internetseite der ADAC Rallye Deutschland zitiert.

Daniel Sordo konnte somit endlich seinen ersten WM-Sieg feiern. „Ich war sehr nervös am Start, aber als ich die Zwischenzeit von Thierry gesehen habe, wurde ich deutlich ruhiger“, meinte der Spanier. Zuvor galt der Citröen-Pilot als ewiger Zweiter. Bei 106 WM-Einsätzen in seiner Karriere hatte er 20 Mal den zweiten Platz belegt. In den elf WM-Jahren der ADAC Rallye Deutschland trägt sich Daniel Sordo hinter seinem Teamkollegen Sébastien Loeb (Neun Siege) sowie Sébastien Ogier (Ein Sieg) als erst dritter Gesamtsieger ein. Das Citroën-Team selbst errang nun schon insgesamt elf Deutschland-Erfolge.

Zwei Unfälle überschatten Deutschland-Rallye

Allerdings ging der neunte WM-Lauf nicht so reibungslos über die Bühne, wie sich das alle vorgestellt haben. Zwei schwere Unfälle überschatten die diesjährige Rallye in Deutschland. Am frühen Samstagnachmittag hatte es den ersten Zwischenfall gegeben. Eine spektakuläre Oldtimer-Sprungshow sollte im Rahmenprogramm der Rallye den Zuschauern Unterhaltung bieten. Doch der anfängliche Spaß endete in einer Katastrophe. Das historische Fahrzeug eines niederländischen Teams kam nach der „Gina“ genannten Sprungschanze von der Strecke ab und raste in eine Baumgruppe. Fahrer und Beifahrer starben noch an der Unfallstelle. Die Boliden der WM fahren diese Schanze mit Tempo 150 an und fliegen bis zu 40 Meter weit.

Am Sonntag folgte dann ein weiterer Unfall. Auf der letzten Prüfung des WM-Laufes, der sogenannten „Power Stage“, war ein Auto der WRC2-Klasse in eine für Zuschauer gesperrte Zone gerast und hatte dort zwei Rallye-Besucher verletzt. Es handelte sich bei dem Unfallauto wohl um den Ford Fiesta R5 des Indonesiers Subhan Aksa. Die beiden Verletzten wurden in ein Krankenhaus gebracht. Einer der beiden Unfallopfer erlitt nach Angaben der Polizei mehrere Knochenbrüche, der andere eine Kopfverletzung. Die letzte Prüfung wurde für die folgenden Fahrzeuge abgebrochen.

Endresultat nach 15 Prüfungen:

  1. Sordo/Del Barrio (ESP/ESP, Citroën DS3 WRC) 3:15.19,4 Std.
  2. Neuville/Gilsoul (BEL/BEL, Ford Fiesta RS WRC) + 53,0 Sek
  3. Hirvonen/Lehtinen (FIN/FIN, Citroën DS3 WRC) + 2.36,1 Min.
  4. Prokop/Ernst (CZE/CZE, Ford Fiesta RS WRC) + 8.00,8 Min.
  5. Kubica/Baran (POL/POL, Citroën DS3 RRC) + 9.01,3 Min.
  6. Evans/Barritt (GBR/GBR, Ford Fiesta R5) + 9.14,2 Min.
  7. Latvala/Anttila (FIN/FIN, Volkswagen Polo R WRC) + 9.55,0 Min.

     14. Wiegand/Christian (GER/GER, Skoda Fabia S2000) + 23.02,7 Min.

     16. Ogier/Ingrassia (FRA/FRA, Volkswagen Polo R WRC) + 26.48,3 Min.

FIA Rallye-WM 2013 Punktestände nach 9 von 13 Läufen

Fahrer

  1. Sébastian Ogier, Frankreich (184 Punkte)
  2. Thierry Neuville, Belgien (109 Punkte)
  3. Jari-Matti Latvala, Finnland (98 Punkte)
  4. Daniel Sordo, Spanien (96 Punkte)
  5. Mikko Hirvonen, Finnland (88 Punkte)
  6. Sébastien Loeb, Frankreich (68 Punkte)

Hersteller

  1. Volkswagen Motorsport (262 Punkte)
  2. Citroën Total Abu Dhabi WRT (236 Punkte)
  3. Qatar WRT (127 Punkte)
  4. Qatar M-Sport WRT (126 Punkte)
  5. Jipocar Czech National Team (51 Punkte)
  6. Abu Dhabi Citroën Total WRT (37 Punkte)

Alle weiteren Infos zur ADAC Rallye Deutschland 2013 gibt es auf www.adac-rallye-deutschland.de.

Beitragsfoto: www.adac-rallye-deutschland.de

Stichworte:

Kommentare (0)

Trackback URL | RSS

Antworten

Wir freuen uns über Kommentare und möchten allen Lesern die Möglichkeit geben, kritisch zu den Themen und Artikeln Stellung zu beziehen und ihre Meinung kundzutun. Wir behalten uns das Recht vor, jeden Kommentar vor Veröffentlichung redaktionell zu überprüfen und nur Kommentare freizuschalten, die sich sachlich mit dem Thema des Beitrags beschäftigen.
Spielregeln