SV Mehring: Liga-Start gegen Burgbrohl

Fußball in der Oberliga

Der SV Mehring blickt auf eine gelungene Vorbereitung zurück. Am kommenden Samstag geht es dann erstmals wieder um Punkte.

Mehring. Auch in den abschließenden Tests präsentierte sich der SV Mehring in ansprechender Verfassung: Ehe es am Samstag, 1. August, 15.30 Uhr, für den Aufsteiger mit dem Heimspiel gegen die SpVgg Burgbrohl erstmals in der neuen Fußball-Oberliga-Rheinlans-Pfalz/Saar-Saison um Punkte geht, spielte man zunächst am Freitag gegen den Bezirksligisten SG Schneifel Stadtkyll (3:1) und wurde dann tags darauf Zweiter beim Oddest-Cup in Waldalgesheim. Das wiederum brachte eine Prämie von 1000 Euro ein.

„Das waren gute Tests auf gutem Niveau bei guten Bedingungen – einmal abgesehen von dem extremen Wind, der den Spielfluss bisweilen störte“, bilanzierte Trainer Frank Meeth nach dem Turnier in Rheinhessen. Dort, wo sein Team sieben Wochen zuvor dank eines 1:1 den Aufstieg via Play-Offs klar gemacht hatte, trafen die beiden Besten der Rheinlandliga und der Verbandsliga Südwest aufeinander.
Im Duell mit dem FK 03 Pirmasens II hieß es nach der Spielzeit von ein Mal 45 Minuten zunächst 1:1 (SVM-Treffer durch Kevin Heinz). Im Elfmeterschießen setzten sich die Moselaner dann mit 4:2 durch – Keeper Philipp Basquit hatte gleich die ersten beiden Schüsse der Regionalliga-Reserve aus der Südwestpfalz abwehren können. Gerade dem Finale gegen Rheinlandmeister und Mitaufsteiger FC Karbach bescheinigte Meeth echten Wettkampfcharakter. Nach einem engen, ausgeglichenen Match mit Chancen hüben wie drüben stand es 0:0. Im Elfmeterschießen gewann Karbach knapp mit 5:4.
Freitag hatte es der SVM auf dem schwer zu bespielenden Rasenplatz in Deudesfeld mit einer gut eingestellten Bezirksliga-Elf der SG Schneifel Stadtkyll zu tun. Zur Pause führte der Oberligist durch ein Tor von Alex Klein 1:0. Nach dem Ausgleichstreffer waren Kevin Heinz und Sebastian Schmitt erfolgreich und stellten so den 3:1-Erfolg sicher.
Nicht nur wegen der überwiegend positiv gestalteten Tests (unter anderem gab es den Turniersieg in Hetzerath, Platz zwei beim eigenen Estrich-Schlag-Turnier und ein 7:1 über Rheinlandligist FSV Trier-Tarforst) ist Frank Meeth mit der Sommervorbereitung zufrieden: „Die Jungs haben ein hohes Maß an Eigendisziplin an den Tag gelegt und voll mitgezogen. Zum Beispiel ist keiner aus der Mannschaft während der vergangenen Wochen in Urlaub gefahren.“
Zehn  Neuzugänge kamen in der Sommerpause, während sich Angreifer Meliani Saim dem Ligakonkurrenten FSV Salmrohr anschloss und Ersatzkeeper Felix Kloy zurück zur SG Ruwertal ging. Klar, dass sich Coach Meeth über deutlich mehr Variationsmöglichkeiten und einen erhöhten Konkurrenzkampf freut. Gleichwohl räumt er ein: „Um die Neuen optimal zu integrieren, hätten wir eine Woche mehr Trainingszeit gebraucht. Andererseits war es wichtig, nach den Play-Offs ausreichend zu regenerieren.“
Hinter Domenik Kohls Einsatz am Samstag gegen Burgbrohl steht noch ein kleines Fragezeichen: Der Defensivstratege wird aber nach einer Bänderverletzung im Knöchel am Mittwoch wieder im Training zurück erwartet. Berufsbedingt wird Marc Mees zum Liga-Start in jedem Fall passen müssen.
Der Klassenverbleib sei das „klare Ziel“ in der bevor stehenden Saison, betont Meeth. Nicht zuletzt wegen des hoch ambitionierten Regionalliga-Absteigers TuS Koblenz sei die Liga noch stärker geworden, glaubt er. „Es wird kein Fallobst dabei sein. Bei Zweibrücken, das ja wirtschaftliche und personelle Schwierigkeiten hat, muss man allerdings noch sehen, wo die Entwicklung hin geht“, so Meeth weiter.

Der Startgegner Burgbrohl hat schon fast traditionell einen kleinen, aber qualitativ hochwertigen Kader. Vom knapp am Aufstieg in die Regionalliga gescheiterten Mittelrhein-Zweiten Bonner SC kam  ein Duo ins Rhodiusstadion: Die beiden Defensivspieler Daniel Lingen und der bundesligaerfahrene Abwehrrecke Assimiou Touré, der bereits unter anderem für Bayer Leverkusen und Arminia Bielefeld spielte. Frank Meeth erwartet das Team seines Trainerkollegen Klaus Adams offensiv eingestellt: „Die Zuschauer dürfen sich damit auf zwei angriffslustige Mannschaften freuen.“

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