SVE nach Pokalsieg – Personalplanungen gehen weiter – Cinar geht

Nach dem Pokalsieg ist vor der Saison – obwohl noch das letzte Saisonspiel in Verl aussteht. Wie es personell bei Eintracht Trier weitergeht, hat SVE-Sportvorstand Ernst Wilhelmi 5vier.de verraten.

Am Tag nach dem Gewinn des Rheinland-Pokals herrscht Ruhe im Eintracht-Umfeld. Vielleicht der Feier nach dem souveränen Sieg gegen den Noch-Drittligisten Koblenz geschuldet, vielleicht täuscht die Ruhe auch. Denn hinter den Kulissen wird intensiver als zuvor an der neuen Elf des Traditionsvereins von der Mosel gebastelt. Nachdem sich die finanziellen Rahmenbedingungen durch die bisher im Etat nicht eingeplante Mehreinnahme aufgrund der Teilnahme am DFB-Pokal weiter verbessert haben, stehen weitere Stammspieler vor einer Vertragsverlängerung in Trier.

Wird in der nächsten Saison nicht mehr für die Eintracht spielen: Kapitän Josef Cinar, Foto: {link url="http://fotolena.de"}Anna Lena Bauer{/link}

Einer ist jedoch in der kommenden Saison nicht mehr dabei: Kapitän Josef Cinar (im Bild, rechts) verlässt den SVE nach vier Jahren und sucht in der dritten Liga eine neue Herausforderung. Nach 5vier.de-Informationen wird sich Cinar dem bayerischen Club Wacker Burghausen anschliessen. SVE-Sportvorstand Ernst Wilhelmi wünscht dem „Capitano“ alles Gute: „Schade, dass Josef den Verein verlässt, aber wir können seinen Wunsch, sich sportlich und finanziell zu verbessern, verstehen und wünschen ihm alles Gute. Josef ist ein untadeliger Sportsmann, der sich immer fair verhalten hat und immer 100% für die Eintracht gegeben hat. Er war auch der erste, der nach der Katastrophen-Saison im letzten Jahr, sein bleiben zugesagt hat – wir waren zu diesem Zeitpunkt wohlgemerkt Oberligist. Ich drücke ihm die Daumen, dass er es in der dritten Liga packt.“

Weiterhin hat der SVE großes Interesse an einer Verpflichtung von Chhunly Pagenburg. Roland Seitz kennt den Angreifer aus Nürnberg und stellte ihm nach den bisherigen Trainingsleistungen ein gutes Zeugnis aus. Auch der Verbleib von Stefan Kohler und Cataldo Cozza scheint näher zu rücken. Wilhelmi hofft auf eine Vertragsverlängerung: „Wir haben vom Berater der beiden positive Signale erhalten. Unser Angebot liegt auf dem Tisch, wir würden beide Spieler sehr gerne behalten. Kohler und Cozza haben eine überragende Saison gespielt und passen einfach super in unsere Mannschaft. Es liegt jetzt an den Spielern sich für die Eintracht zu entscheiden – und ich denke beide wissen was sie am SVE haben.“

Noch unklar: Werden Kulabas (links mit Pokal) und Mössner in Trier bleiben? Foto: {link url="http://fotolena.de"}Anna Lena Bauer{/link}

Ebenfalls ein Kandidat für die nächste Saison ist Jeremy Karikari: „Nach einigen Anlaufschwierigkeiten hat Karikari in den letzten Spielen überzeugt. Bei ihm ist aber noch mehr drin. Wir sind überzeugt, dass er sich unter Roland Seitz weiterentwickeln kann und zu einem wichtigen Eckpfeiler unserer Mannschaft werden kann. In den nächsten Tagen werden wir uns zusammensetzen und über eine Vertragsverlängerung sprechen.“, so Wilhelmi weiter. Keine Neuigkeiten gibt es bei Ahmet Kulabas und Lukas Mössner zu vermelden. „Wir würden beide Spieler ebenfalls gerne behalten, aber die Umstände sind hier schwieriger. Die Familie von Lukas Mössner lebt in Österreich und es ist nie leicht, wenn man wochenlang von seinen Lieben getrennt ist. Bei Ahmet ist jetzt erst einmal Heidenheim am Zug.“

Weitere externe Neuzugänge wird es erst einmal nicht geben. Wilhelmi möchte abwarten: „Wir wollen unsere bestehende starke Mannschaft gezielt verstärken und schauen natürlich dabei auch in Richtung dritte Liga. Im Moment sind aber Spieler, die uns weiterhelfen könnten einfach noch viel zu teuer. Das könnte in den nächsten vier bis sechs Wochen einfacher für uns werden – also warten wir einfach noch ein bischen ab. Damit haben wir in der letzten Saison auch schon gute Erfahrungen gemacht.“

Der finanzielle Handlungsspielraum ist indes durch den Pokalsieg größer geworden. Bleibt abzuwarten, was die nächsten Wochen bringen werden. Auf jeden Fall ist die Situation für Eintracht Trier komfortabel: eine vergleichbar erfolgreiche Saison hat der Verein seit dem Zweitliga-Abstieg nicht mehr gespielt und auch wird es zum ersten Mal seit Jahren keinen völligen Neuaufbau des Kaders geben. Gute Vorzeichen also für eine möglicherweise noch bessere Saison.

Pokalinformationen

Die Auslosung zur ersten Hauptrunde des DFB-Pokals findet am 11.Juni live in der ARD-Sportschau statt.

Hierbei wird Eintracht Trier im Moselstadion auf einen Club aus der ersten oder zweiten Bundesliga treffen. Das Pokalspiel wird am Wochenende vom 29. Juli bis 1.August stattfinden. Es heisst als Daumen drücken für die Fussballfans der Region, dass ein attraktiver Gegner seine Visitenkarte in Trier abgeben wird.

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