TBB Trier – Ein blaues Auge von den „Veilchen“

Die BG Göttingen erwies sich als genau der unangenehme Gegner, als der sie angekündigt war: Die „Veilchen“ bescheren dem jungen Team der TBB Trier eine deutliche 46:70-Heimniederlage zum Saisonauftakt.

Trier fand nicht den richtigen Einstieg in die Partie, die so schnell begann, wie man es von der BG Göttingen gewohnt ist – bereits nach knapp 90 Sekunden stand es 0:7 nach einem offenen Dreier von Dwayne Anderson und Freiwürfen von Adam Waleskowski, mit dem Maik Zirbes defensiv zunächst seine liebe Not hatte. Die TBB agierte nervös, verrannte sich unter dem Korb der Veilchen, bis Dragan Dojcin sich engagiert durchsetzen kann und dabei gefoult wird. Der Bonusfreiwurf sitzt, 3:7. Danach begann Dru Joyce, das Trierer Offensivspiel zu ordnen. Seine erste Aktion in diese Richtung war ein schöner Bodenpass auf den goldrichtig laufenden Maik Zirbes, der lässt es krachen: Trier ist im Spiel angekommen. Die TBB kann jetzt auch defensiv dagegen halten, dennoch ist eine greifbare Nervosität zu spüren. Joyce zieht zweimal solo zum Göttinger Korb und schließt erfolgreich ab, das erste Viertel endet trotz starkem Einsatz der Hausherren 12:17.

Der Start in den zweiten Abschnitt verlief ähnlich, die Gäste zogen in kurzer Zeit dank deutlich besserer Trefferquote auf 16:26 davon, bevor zwei erfolgreiche Dreier von Oskar Faßler und Dru Joyce die erste Aufholjagd einleiteten. Die TBB schaffte es jetzt, den Offensivdrang der Göttinger ein wenig einzudämmen, der überragende Dru Joyce (15 Punkte zur Halbzeit) erzielte von der Freiwurflinie den Ausgleich zum 26:26. Der Halbzeitstand von 30:32 aus Trierer Sicht war wohlverdient und hart erarbeitet.               

Lange halten sollte der enge Spielstand nicht: Die Hausherren brauchten in der zweiten Hälfte ganze vier Minuten, um zum ersten Mal zu punkten, Dragan Dojcin besann sich bei einem Mitteldistanzwurf zum 32:39 auf die Grundlagen; die Veilchen aus Göttingen hatten bis dahin schon einen 0:7- Lauf hingelegt. Hatte Trier die Gäste im zweiten Viertel defensiv zumindest noch einigermaßen im Griff, war davon jetzt nicht mehr viel zu sehen. Offensiv lief bei der TBB ebenfalls nichts mehr zusammen: Trier mit einer 32%igen Trefferquote aus dem Feld und 2/21 Dreiern, Göttingen traf aus der Distanz zumindest die wichtigen Würfe und konnte sich dank hoher Intensität auch im vierten Viertel schlussendlich auf 46:70 absetzen.

Göttingens Headcoach John Patrick: „Ich bin sehr froh, mit einem Auswärtssieg in die Saison gehen zu können. In der ersten Halbzeit hat Trier besser gespielt, besser gekämpft als wir, vor allem Dru Joyce hat uns mit seinen Pick-and-Roll-Plays Probleme bereitet, weil er immer die richtige Entscheidung getroffen hat. Mit der Leistung, die wir in der zweiten Halbzeit gezeigt haben, bin ich zufrieden.“

Henrik Rödl, Headoach der TBB Trier: „Wir stehen mit unserem Programm am Anfang, das hat man heute klar gesehen. Junge Spieler brauchen Raum zur Entwicklung und müssen Fehler machen dürfen. Die erste Halbzeit war durchaus so, wie ich mir das vorstelle, in der zweiten haben wir uns dann von einigen Fehlern einschüchtern lassen, und hatten Angst, noch mehr Fehler zu machen. Wenn dann freie Würfe nicht fallen, geht so ein Spiel natürlich verloren.“

(red)

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