TBB hält Rasta Vechta auf Distanz

Negativserie eindrucksvoll beendet

Die Trierer Basketballer haben am Samstagabend gegen Rasta Vechta mit 92:83 gewonnen. Der Mannschaft von Cheftrainer Henrik Rödl ist im Rasta Dome die Revanche für die Auftaktniederlage am ersten Spieltag gelungen. Dank dieses Sieges kann sich Trier gegen den Tabellennachbarn behaupten und die Distanz zu den den Abstiegsplätzen vergrößern. Topscorer für Trier war Nationalcenter Andreas Seiferth, der 22 Punkte erzielte. Für den Sieg war eine geschlossene Mannschaftsleistung notwendig – gleich vier TBB-Spieler punkteten zweistellig.

 TBB Trier: Das Rödl-Team revanchiert sich für die Auftaktschlappe gegen Vechta. Foto: Thewalt
TBB Trier: Das Rödl-Team revanchiert sich für die Auftaktschlappe gegen Vechta. Foto: Thewalt

Es war ein richtungsweisendes Match für beide Teams. Rasta Vechta gegen TBB Trier, der Tabellenfünfzehnte empfängt den Tabellenvierzehnten der BBL. Vor der Partie am Samstagabend hatten die Gäste zwei Siege Vorsprung vor Vechta. Im Vorfeld der Partie hatte die TBB vier Niederlagen hinnehmen müssen, die Gastgeber wiederum hatte  immerhin drei Spiele in Folge nicht mehr gewonnen. Auf der Suche nach den raren Glücksmomenten mussten beide Mannschaften nicht nur mit dem Gegner kämpfen, sondern auch die eigenen Nerven im Griff haben. Wie fast immer, wenn viel Druck da ist, schlägt sich dies auf die Leistung der Akteure nieder. In Vechta resultierte das in einem nervösen Auftakt.

Zu Beginn packte die TBB gegenüber den Gastgebern deutlich beherzter zu. Resultat des forschen Auftritts in der Ferne: Trier zwang den Aufsteiger im ersten Viertel zu neun Turnovers. Allerdings hatte das Team von Henrik Rödl in der Offensive noch Luft nach oben. Da äußerte sich der Druck dann doch mal in Form eines zitternden Händchens. Freie Würfe aus der Halbdistanz fanden nicht ihren Weg durch den Ring. Trotz dieses Mankos ging das erste Viertel dank der konzentrierten Leistung in der Defensive an die Grün-Weißen (19:16).

Mitte des zweiten Viertels hatte sich Vechta in das Spiel hineingearbeitet, die anfängliche Nervosität abgelegt. Dank Neuzugang Conroy Williams, aus Bayreuth gekommen, ging Rasta mit 32:31 in Führung. Doch das Rödl-Team ließ sich trotz der Negativserie von vier in Niederlagen in den vergangen fünf Partien nicht ins Boxhorn jagen und blieb vor allem dank Andi Seiferth in der Partie. Der Trierer Nationalspieler steuerte in der ersten Hälfte 16 Punkte bei. Nicht zuletzt wegen dieser Ausbeute lag die TBB zur Pause nur mit drei Punkten im Hintertreffen (46:43).

Trier dreht Spiel nach der Pause

Nach der Pause egalisierten die Moselkorbjäger schnell den Rückstand, legten einen Zwischenspurt hin, erzielten acht Punkte in Folge und machten aus dem schmalen Rückstand eine zarte Fünf-Punkte-Führung (51:46). Knapp drei Minuten vor Ende des Viertels konnte jeder deutlich sehen, wie hart umkämpft dieses Spiel war und wie wichtig ein Sieg: Nach einem Ballverlust durch Jermaine Bucknor hechteten fast alle zehn Spieler auf dem Parkett dem Ball hinterher. Am Ende behielt Vechta den Ball, konnte die Chance aber nicht in einen Korberfolg ummünzen. Und beiden Mannschaften blieb die Erkenntnis, dass heute der Sieg nur dank eines gesunden Kampfgeists zu holen sein wird.

Bester Trierer mit 22 Punkten: Andi Seiferth. Foto: Thewalt
Bester Trierer mit 22 Punkten: Andi Seiferth. Foto: Thewalt

Ein krachender Dunking von Brandon Bowman rund acht Minuten vor dem Ende dieses Kräftemessens brachte Vechta auf sieben Punkte heran (70:63) und die Halle zum Toben. Es war der Auftakt zum Schlussakkord in diesem Spiel. Lange konnte die TBB den Gastgeber im vierten Viertel auf Distanz halten. Mitte des Viertels legte Seiferth einen Korbleger wie ein Osterei in den Korb von Vechta und der Vorsprung betrug elf Punkte. Dies war die größte Distanz, die die Trierer herausspielen konnten.

Kurz vor Spielende musste Rödl auf seinen Starting-Center verzichten. 2:35 Minuten vor der Schlusssirene beging Seiferth sein fünftes Foul und konnte die letzten Minuten der aufreibenden Partie nur noch von der Bank verfolgen. Dieses Schicksal teilte 1:17 Minuten vor Schluss der zweite Topscorer der TBB: Nach einem Foul an Richard Williams musste auch Trevon Hughes mit seinem fünften Foul auf die Bank. Von dort konnten sie dann zusehen, wie Vitalis Chikoko mit seinen ersten beiden Punkten den Schlusspunkt markierte. Damit war die Revanche aus dem Hinspiel geglückt, mit 92:83 gewann die TBB und beendete ihre Negativserie auf eindrucksvolle Art.

Gleich vier Spieler des Rödl-Teams punkteten gegen Vechta zweistellig: Trevon Hughes (13), Jermaine Anderson (11) und Jermaine Bucknor (17). Ein wichtiger Baustein für den Sieg. Topscorer des Abends war Center Andreas Seiferth, der 22 Punkte beisteuerte. Die gute Arbeit unter den Brettern war ein weiterer Schlüssel für den Trierer Sieg. Gegen das reboundstärkste Team der Liga konnte die TBB 30 Abpraller sammeln. „Ich bin sehr froh, dass die Mannschaft nach den vier Niederlagen eine solche Leistung zeigt“, freute sich Rödl nach dem Spiel. Am kommenden Samstag, 22. Februar, fordert sein Team in der Arena Trier nun die Playoff-Anwärter aus Oldenburg. Nur eine ähnliche Teamleistung wie gegen Quakenbrück oder Vechta kann dann zum Sieg führen.

Statistik

Rasta Vechta: William Conroy, Richard Williams (je 19), Kyle Brandon Bowman (17), Jacob Doerksen (9), Rashad Bischop (8), Daniel Krause (7), Dirk Mädrich, Flavio Stückemann (je 3), Urule Igbavboa (2), Isaac Butts (0)

TBB Trier: Andi Seiferth (22), Jermaine Bucknor (17), Trevon Hughes (13), Jermaine Anderson (11), Warren Ward (8), Stefan Schmidt, Mathis Mönninghoff (je 7), Laurynas Samenas (5), Vitalis Chikoko (2), Marin Petric (0)

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