TBB Trier: 72:87-Niederlage gegen Alba Berlin

Keine Sensation - Trier unterliegt in Berlin

Von Stephen Weber

Die TBB Trier unterliegt in der Hauptstadt gegen Alba Berlin mit 72:87 (33:45). Auf Seiten der Albatrosse avancierten Levon Kendall und Clifford Hammonds mit je 17 Punkten zu den Topscorern der Partie. Bei der TBB konnte Jermaine Bucknor mit 14 Zählern die beste Korbausbeute vorweisen.

Andreas Seiferth, TBB Trier

(Archiv-Foto: Thewalt)

Der Coup blieb aus. Die TBB Trier unterlag am Samstagabend in der O2 World gegen Alba Berlin mit 72:87 (33:45). Der Tabellensiebte von der Spree hielt die Gäste aus dem Moseltal mit einer starken Trefferquote aus dem Feld das gesamte Spiel über auf Distanz und feierte nach 40 gespielten Minuten einen verdienten Heimerfolg. In ihren Reihen stachen Power Forward Levon Kendall und Point Guard Clifford Hammonds heraus, die sich mit je 17 Punkten zu den Topscorern der Begegnung entwickelten. Bei der TBB konnten gleich vier Spieler eine zweistellige Punktzahl vorweisen, doch es reichte trotz eines couragierten Auftritts an diesem Tag nicht, um die Hauptstädter zu ärgern.

Der Knackpunkt des Duells war das erste Viertel. Aufgrund eines schwachen Starts liefen die Trierer früh einem Rückstand hinterher – ein folgenschweres Versäumnis, das sich gegen eine Mannschaft wie Berlin nur mühsam wieder bereinigen lässt. Laurynas Samenas‘ Dreier mit der Hallensirene verkürzte den Abstand nach dem ersten Viertel zwar auf 11:22, dennoch war es eine schwache Leistung der Gäste vor 8354 Zuschauern. TBB-Coach Henrik Rödl monierte nach Spielende: „Albas Defense war ihr Schlüssel. Für uns war es nach den Leistungen der letzten Wochen ein Rückschlag.“

Alba mit dem Taktstock

Berlin wusste hingegen das gesamte Spiel über zu überzeugen. In der Defensive stark, in der Offensive kontrolliert verwaltete das Team von Trainer Saša Obradović den Vorsprung geschickt. Wenngleich immer wieder erfolgreiche Dreier von Jermaine Bucknor oder Samenas den Favoriten nicht abreißen ließen, fand die TBB an diesem Abend kein probates Mittel, um den Gegner ernsthaft zu gefährden. Berlins Trainer Obradović äußerte sich angetan von der Leistung seines Teams: „Wir haben heute ein gutes Spiel abgeliefert und von der ersten Sekunde an nicht den Rhythmus verloren. Trier ist ein gefährliches Team und kann sehr guten Basketball spielen. Nach unserem Trip über Bamberg und Gravelines hatten wir eine erschwerte Vorbereitung, aber mein Team hat dies hervorragend weggesteckt und vor allem in der Defense einen guten Job gemacht.“

Als beim Stande von 53:63 aus der Sicht der Trierer das finale Viertel begann, hatten sie sogar noch die realistische Möglichkeit, die Begegnung zu ihren Gunsten zu entscheiden. Doch ein beeindruckender 15:0-Lauf der Gastgeber beendete die Träume der Sensation jäh. Alba-Aufbauspieler Clifford Hammonds punktete fleißig und führte im letzten Spielabschnitt seine Farben zu einem verdienten und nie gefährdeten 87:72-Heimerfolg. Rödl bilanzierte kritisch: „Alba war die deutlich bessere Mannschaft heute und hat uns mit der richtigen Einstellung von Beginn an den Zahn gezogen. Wir sind zu schnell einem Rückstand hinterher gelaufen und wenn man in dieser Liga nicht von Anfang an bereit ist, wird es sehr schwer.“

Die TBB bleibt nach dieser Niederlage mit zehn Punkten im Mittelfeld der Beko BBL.

Punkte TBB: Bucknor (14), Seiferth (13), Hughes (13), Samenas (12), Ward (10), Chikoko (2), Schmidt (2), Anderson (1)

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