Des Rödls neue Spieler – Mannschaftsvorstellung an Porta Nigra

Mannschaftspräsentation der TBB Trier

Von Stephen Weber

Auch in diesem Jahr präsentiert sich die TBB Trier in einem neuen Gewand. Gemeinsam mit Spielern und dem Trainerteam veranstaltete der Basketballverein von der Mosel eine große Mannschaftsvorstellung an der Porta Nigra, bei der rund 300 Fans und Interessierte zugegen waren.

Jermaine Anderson, TBB Trier

Fünf Minuten vor Veranstaltungsbeginn saß TBB-Coach Henrik Rödl noch im Schneidersitz auf der Bühne zwischen seinen Spielern und scherzte entspannt mit ihnen. Hätte er als einziger nicht ein schwarzes Poloshirt gewählt, statt der uniformen grünen T-Shirts, die alle seine Spieler trugen, wäre der Trainer in diesem Reigen der Riesen nicht sonderlich aufgefallen. Generell ging es entspannt zu bei der diesjährigen Mannschaftspräsentation der TBB an der Porta Nigra. Zum Mannschaftsfoto wurden die Fans aufgerufen, sich zu ihren Idolen zu gesellen, um sich gemeinsam mit ihnen ablichten zu lassen.

Ehrgeiz gepaart mit guter Atmosphäre

TBB Vorstellung
Die Spieler beim Mannschaftsfoto mit den Fans

Acht von zehn Profis des gesamten Kaders waren vor Ort und standen Pressesprecher Tom Rüdell und seinem Assistenten Heiko Schmitz Rede und Antwort. Nur Andreas Seiferth und Jermaine Anderson waren wegen Einsätzen in ihren jeweiligen Nationalmannschaften an diesem Mittag entschuldigt. So plauderten die Basketballer auf der Bühne mit den Moderatoren über Sportliches und Privates. Vor allem bei den Zielen für die neue Saison hörten die rund 300 Anwesenden ganz besonders aufmerksam zu: „Auch wenn wir erst wenige Male zusammen trainiert haben, sieht man, dass wir ein gutes Team mit starken Schützen haben. Die Mannschaften in der Bundesliga müssen diese Saison Angst haben, nach Trier zu fahren“, appellierte etwa Neuzugang Trevon Hughes an die Trierer Fanszene, zahlreich in der kommenden Spielzeit in der Arena zu erscheinen.

Eine andere Stärke wurde ebenso jedem Beobachter deutlich, der die Spieler von außen beobachtete: Die Atmosphäre im Team. Sogar aus großer Distanz erkannte man, dass das Miteinander im Mannschaftsgefüge stimmig ist und obendrein ehrgeizige Charaktere dieses Jahr in Trier aufeinandertreffen. Das bestätigte auch Jermaine Bucknor: „Es ist eine unglaublich gute Stimmung im Team. So etwas habe ich bisher bei noch keiner meiner Stationen erlebt, weshalb ich es umso spannender finde, was sich hier entwickeln kann.“ Und scherzte weiter: „Ich frage mich nur, was die ganzen Kanadier plötzlich hier wollen?“ Eine Anspielung auf seine neuen Teamkollegen Warren Ward und Jermaine Anderson, die ebenfalls aus seinem Heimatland nördlich der USA stammen.

Vergangene Saison bestätigen

Henrik Rödl, TBB Trier
TBB-Coach Henrik Rödl

Wichtig ist neben dem internen Mannschaftsklima ein funktionierendes Umfeld. Hierbei äußerten sich die neuen Spieler positiv über ihre Wahlheimat. Von „tolle Stadt. Am liebsten entspanne ich an der Mosel“ (Anthony Canty), über „viele kulturelle Sehenswürdigkeiten mit vielen Touristen“ (Stefan Schmidt), bis hin zu „sehr entspannt“ (Laurynas Samenas), scheinen sich die Zugezogenen sehr wohl in der Moselstadt zu fühlen.

Mit ihnen gemeinsam möchte Coach Rödl in diesem Jahr die starken Auftritte der vergangenen Saison erneut bestätigen: „Oder vielleicht sogar ein bisschen mehr. Wir haben eine unfassbar motivierte Truppe diesmal beisammen. Wir sind im Vergleich zur Vorsaison unter dem Korb breiter aufgestellt und auf den Außen flinker geworden, was es dem Gegner schwerer macht, uns auszurechnen.“ Dabei legt der Coach vor allem auf die Tugenden „Engagement, Verteidigung und Leidenschaft“ sehr viel wert, weshalb er vermutet: „Wir haben dieses Jahr enormes Potential, das bisher offen lässt, wo genau die Reise hingehen wird.“ Diese Einschätzung teilt auch Center Stefan Schmidt: „Wir sind ein junges Team, das einfach angreifen und möglichst viele Siege dabei einfahren möchte. Dabei versuchen wir, es jedem Team so schwer gegen uns zu machen, wies es nur geht.“

TBB-Trivia

Anthony Canty: Der geborene Berliner schätzt derzeit am meisten an Trier die klimatischen Verhältnisse: „Im Vergleich zu Bremerhaven ist das etwas ganz anderes hier. Während es da oben zumeist windig war, ist hier richtig Sonnenschein angesagt.“

Laurynas Samenas: Der Litauer hat als eines seiner Hobbys Wakeboarding angegeben und wurde von Heiko Schmitz umgehend an den Rioler Badesee verwiesen. Dort könnte der treffsichere Distanzschütze seine Wendigkeit für den rauen Ligaalltag weiter trainieren.

Vitalis Chikoko: Der umgelernte Power Forward verbrachte im Sommer zwei Wochen in der Sommer-League bei den Houston Rockets. Er möchte auf seiner neuen Position in der neuen Saison voll angreifen und gilt als aussichtsreicher Kandidat für eine Schlüsselrolle.

Jermaine Bucknor: Der bullige Kanadier schaute während seines Auftritts immer wieder nervös auf sein Handy. Der Grund: Der 29-Jährige erwartete jeden Moment den Anruf seiner schwangeren Frau, dass sie auf dem Weg zur Entbindung sei. In den kommenden Tagen wird der Power Forward glücklicher Vater eines Sohnes werden.

Stefan Schmidt: Möchte neben seiner Basketballkarriere in Trier ebenfalls sein Studium „International Management“ pflegen. Auf die Frage nach seinem späteren Berufswunsch antwortete der Center jedoch verhalten: „Erst einmal fertig studieren. Das genaue Berufsziel ist noch unbekannt.“

Mathis Mönnighoff: Mönnighoff war im Sommer mit der A2-Nationalmannschaft auf Weltreise. Dort spielte er u.a. in Russland oder China. Doch auf die Frage, welches seine liebste Station war, muss der 1,98 große Spieler nicht allzu lange sinnieren: „Ganz klar, das war hier in Trier, dicht gefolgt von Osnabrück, meinem Heimatort.“

Luka Buntic: Gab bei der Vorstellung an, gerne mit seinen Mannschaftskameraden zu scherzen. Als er auf Kommando jedoch einen Witz erzählen sollte, fiel dem Nachwuchsspieler partout keiner ein. Moderator Tom Rüdell verkündete daraufhin, dass man das im nächsten Jahr nachholen werde.

Trevon Hughes: Auf die Frage nach seinem Lieblingsort in Trier antwortete der Amerikaner kurz und knapp: „Fitness First, Arena and Da Massimo.“ Wohl bekommt’s.

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