TBB Trier: „Die Mannschaft wird sich in Ulm zerreißen“

Das Abstiegsgespenst rasselt mit den Ketten. Die TBB Trier droht ein Endspiel am letzten Spieltag gegen Göttingen. Vorher treten die Basketballer als krasser Außenseiter in Ulm an (Samstag, 20 Uhr).

Eine starke Leistung von Spielmacher Dru Joyce wird in Ulm nötig sein. Foto: Thewalt

Henrik Rödl war nicht zu beneiden nach der jüngsten 52:72-Heimpleite gegen die Frankfurt Skyliners. Mit trauriger Miene verließ der Trainer der TBB Trier den Presseraum. „Es ist gerade nicht leicht“, flüsterte er und sprach damit die Situation in der Basketball-Bundesliga an, die sich rasant verschlechtert hat. Im Abstiegsstrudel benötigt die TBB nach fünf Niederlagen in Folge noch unbedingt einen Sieg aus den letzten beiden Spielen, um ganz sicher den Klassenerhalt zu schaffen.

Und nun geht es nach Ulm (Samstag, 20 Uhr), das in seiner brandneuen Halle meistens vor 6000 frenetischen Fans aufläuft, von 15 Heimspielen nur ein einziges verloren hat und sich mit Alba Berlin um den zweiten Platz streitet. Ein Ansporn vor hohen Hürde: Trier kann mit einer Sensation die Klasse sichern. Bei einer Niederlage droht ein Endspiel gegen Göttingen in einer Woche in der heimischen Arena.

John Bryant zum „wertvollsten Spieler“ gekürt

Henrik Rödl will wieder einen Sieg feiern, um den Klassenerhalt zu sichern. Foto: Thewalt

Alle Sorgen können sich aber auch in Wohlgefallen auflösen, wenn die Ergebnisse der Konkurrenz mitspielen. Gießen darf nicht gegen Bonn gewinnen, Hagen sollte nicht in Göttingen triumphieren. Die beiden Teams treffen am letzten Spieltag aufeinander – und einer lässt dann sicher Federn.

Den Blick in die fremden Hallen verbietet Rödl aber. „Die Mannschaft wird sich zerreißen, das kann ich versprechen“, verkündete er nach der letzten Niederlage. „Wir haben die erste Halbzeit konzentriert begonnen und das leider nicht zu Ende geführt. Das müssen wir am Samstag anders gestalten.“

Das wird nicht leicht. Ulm surft auf einer Erfolgswelle, die in dieser Woche auch mit Ehrungen honoriert wurde. Coach Thorsten Leibenath wurde zum „Trainer des Jahres“ in der Bundesliga gewählt, Center John Bryant (14,2 Punkte und 9,4 Rebounds pro Spiel) heimste die Auszeichnung zum wertvollsten Spieler ein. „Absolut verdient“, findet Henrik Rödl die Vergabe der Preise. „Bryant ist dominant, setzt seinen Körper perfekt ein und ist sympathisch.“ Im Hinspiel konnte sich die TBB von den Fähigkeiten des US-Amerikaners überzeugen – 27 Punkte und 16 Rebounds steuerte er da zum 80:74-Sieg seiner Mannschaft bei.

Dazu verfügt Ulm in der Offensive mit Isaiah Swann (15,1 Zähler pro Partie), Dane Watts (10,7) und Dreier-Experte Steven Michael Esterkamp (10,6) über weitere gefährliche Kräfte. „Das ist ein Team mit tollen Anlagen“, so Rödl, der auf ein anderes Gesicht seiner Jungs hofft. Leistungsträger wie Nate Linhart, Dru Joyce, Maik Zirbes und Philip Zwiener erreichten zuletzt nicht ihre Form. Dazu kann möglicherweise wieder John Bynum auflaufen, der nach einer Knieverletzung ins Training eingestiegen ist. „Ich gehe davon aus, dass er im Kader steht. Wieviele Minuten ich ihn aber bringen kann, ist schwer zu sagen“, betont der Europameister von 1993. „Wir wollen uns jetzt gut verkaufen und noch mit einem Sieg aus der Saison gehen.“

+++++TBB in Kürze+++++

Livestream aus Ulm – Das Auswärtsspiel der TBB Trier in Ulm ist im Livestream zu hören. Dieser ist kostenlos abrufbar auf dem neuen Basketballportal www.basketball-stream.de sowie auf RTL Radio 93.3 und 97.0. Moderator Chris Schmidt meldet sich gegen 19.20 Uhr mit ersten Analysen aus Ulm.

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