Ein Bundesliga-Start mit karibischem Flair

TBB Trier startet am Donnerstag (20 Uhr) gegen Rasta Vechta in die Bundesliga-Saison

Von Florian Schlecht

Let’s go, TBB: Nach einer schwierigen Vorbereitung startet der Basketball-Bundesligist am Donnerstag endlich in die neue Saison (20 Uhr). Zum Auftakt kommt Aufsteiger Vechta in die Arena, den bei seiner Vereinsgründung karibische Mythen umwehen.

Henrik Rödl, TBB Trier

„Wir haben die Qualität, Vechta zu schlagen“, sagt Henrik Rödl. Foto: Thewalt

Wenn die TBB Trier am Donnerstag mit dem Heimspiel gegen Rasta Vechta in die Saison 2013/14 startet (20 Uhr), fiebern nicht nur die Fans einem aufregenden Jahr entgegen. „So stark war die Bundesliga noch nie“, bekennt Trainer Henrik Rödl, der die wirtschaftlichen Verhältnisse der Klubs, das Image bei den Spieler-Agenten und das Interesse der Medien lobt. Auch Trier will von dem Boom profitieren – und weiter wachsen. Mit einem Etat von 2,3 Millionen Euro startet die TBB ins neue Jahr, der Zuschauerschnitt ist bereits in der vergangenen Spielzeit um 19,8 Prozent auf 4.321 Besucher pro Partie angestiegen und soll weiter in die Höhe schnellen.

Sieben Neuzugänge stehen Rödl zur Verfügung. Besonders im Aufbau ist die Qualität mit Trevon Hughes, Jermaine Anderson und Anthony Canty dabei offensichtlich größer als in der Vorsaison. Dafür ist mit Nate Linhart der Topscorer nach Venedig weitergezogen.

Die Vorbereitung war dazu holprig. Andreas Seiferth und Jermaine Anderson fehlten zunächst wochenlang, weil sie bei den Nationalmannschaften weilten. Dann kamen sie in schlechter Verfassung zurück: Seiferth plagt vor dem Auftakt noch die Knieverletzung von der EM in Slowenien, sein Einsatz ist ungewiss. Anderson hatte nach einem Infekt fünf Kilo Untergewicht, brachte sich danach aber in Form. Vitalis Chikoko musste ebenfalls eine Zwangspause einlegen. Warren Ward droht zum Start auszufallen, weil er sich die Schulter ausgekugelt hat. „Trotzdem haben wir die Qualität, Vechta zu schlagen“, so Rödl.

Aufsteiger mit Karibik-Flair und 1,4-Millionen-Etat

Der Aufsteiger präsentiert sich mit einem 1,4-Millionen-Budget erstmals im Oberhaus. Das Nordlicht umwehen karibische Gründungsmythen. Aus einer Schul-AG an einem örtlichen Gymnasium ist Rasta Vechta von ein paar Basketballverrückten ins Leben gerufen worden – im Hintergrund soll dabei der Bob-Marley-Song „Rastaman Vibration“ gelaufen sein.

Nur drei Spieler aus dem Kader haben schon mal in der Bundesliga gespielt. Reichlich Erfahrung bringt dafür der Trainer mit, den Henrik Rödl schätzt. „Ich kenne Patrick Elzie noch aus der Zeit, als er in Gießen spielte und ich in Berlin. Er vermittelt dem Team viel Herz und Intensität.“ Der Coach vertraut auf sieben Spieler aus der Aufstiegsmannschaft. Darunter ist mit Dirk Mädrich auch ein Ex-Nationalspieler, der sich eigentlich schon vom Spitzenbasketball verabschiedet hatte. „Vechta hat seine Qualitäten in der Reboundarbeit. Dazu sind sie aus der ProA eingespielt“, warnt Rödl davor, den Liga-Neuling zu unterschätzen.

+++Der Bundesliga-Start+++

Mönninghoff stellt das TBB-Team vor – Für 5vier hat Mathis Mönninghoff das neue Team der TBB Trier vorgestellt. Hier geht es zum Bericht.

Bayern startet als Favorit – Im Kampf um die Meisterschaft heißt der große Favorit diesmal nicht Titelverteidiger Bamberg um den Ex-Trierer Maik Zirbes. Als erster Kandidat gilt der FC Bayern, der sein Staraufgebot mit dem Center-Koloss John Bryant (Ulm) sowie vier Spielern von Alba Berlin weiter verfeinert hat.

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