„Ich hoffe, dass ich positiv empfangen werde“

Jede Menge Arbeit für die TBB Trier: Nach vier Pflichtspielniederlagen in Folge kommt am Sonntag (17 Uhr) Bamberg zu Besuch. Mit dabei beim Meister und Pokalsieger: Rückkehrer Maik Zirbes, der erstmals bei seinem alten Klub antritt.

Erstmals in Trier gegen Trier: Maik Zirbes spielt nun für Bamberg. Foto: Thewalt

Philip Zwiener hat es mit Bremerhaven erwischt, Dru Joyce mit Oldenburg – und Oskar Faßler mit Gießen. Das Team von basketball-stream.de hat in diesen Tagen auf seiner Facebook-Seite dargestellt, dass alle letztjährigen Spieler der TBB Trier mit ihren neuen Mannschaften an der alten Wirkungsstätte verloren haben. Ein gutes Zeichen? Immerhin kehrt Maik Zirbes am Sonntag mit den Brose Baskets Bamberg dorthin zurück, wo er zum Stammspieler, Leistungsträger und Nationalspieler reifte. „Eigentlich bin ich ja als Sportler auch abergläubisch“, lacht der 23-Jährige, als er auf die für ihn unheilvolle Geschichte angesprochen wird. Er überlegt kurz. Aber nein, Angst hat er wegen des Omens nicht. „Trier hat ein gutes Team, das immer für eine Überraschung gut ist. Aber ich denke, dass wir das Ding nach Hause bringen werden.“

Für Zirbes ist es ein emotionales Spiel. Die Arena war über Jahre sein Wohnzimmer. Und bei den Fans war „Mr. Bombastic“, wie es von Shaggy nach jedem Korb des Lokalhelden durch die Halle schallte, der große Liebling. „Ich hoffe, dass ich positiv empfangen werde. Ich freue mich riesig, es ist ja immer noch meine Heimat. Meine ganze Familie ist da, alle Freunde haben sich angekündigt“, sagt der 2,07-Meter-Center aus Traben-Trarbach, der es in Bamberg auf 10,3 Punkte und 5,8 Rebounds pro Spiel bringt. Eine Statistik, die Henrik Rödl gefällt, der Zirbes auf dem Weg zum Top-Niveau maßgeblich gefördert hat. „Maik spielt eine solide erste Saison in solch einem ‚großen Umfeld‘, natürlich mit Höhen und Tiefen, aber erst ist jung und muss sich entwickeln. Ich glaube fest daran, dass er das tut. Den Anfang hat er gemacht.“

Ärger ist verraucht

Gekommen um zu bleiben: Henrik Rödl verkündet seine Vertragsverlängerung. Foto: Thewalt

Henrik Rödl: „Wir arbeiten mit aller Kraft daran, uns diesen verschenkten Sieg zurück zu holen.“ Foto: Thewalt

Die Wurzeln nach Trier pflegt Zirbes weiterhin. Über Online-Spiele und das Handy hält er nach wie vor Kontakt zu den alten Kollegen. Andreas Seiferth, der ein guter Kumpel von ihm geworden ist, wird er unter dem Korb oft genug begegnen. Sofern der Center vor dem Kräftemessen mit Spielern aus Trier gesprochen hat, konnten beide Seiten das gleiche Leid klagen, wie grausam Basketball gelegentlich sein kann. Während Bamberg am Donnerstag in der Euroleague in letzter Sekunde beim litauischen Spitzenklub Zalgiris Kaunas 87:88 verlor, schockte die TBB zuletzt in Braunschweig ein Drei-Punkte-Wurf zur 81:84-Pleite. „Den Frust haben wir im Training abgearbeitet“, so Zirbes. Und auch in Trier sei der Ärger mittlerweile verraucht, merkt Henrik Rödl an. „Das war eine sehr bittere Pille, gerade weil wir bis zu dem Zeitpunkt eins unserer besseren Auswärtsspiele abgeliefert arbeiten. Aber wir arbeiten mit aller Kraft daran, uns diesen verschenkten Sieg zurück zu holen.“

Ob das Vorhaben am Sonntag in die Tat umgesetzt wird? Keine Frage, ein Erfolg gegen Bamberg wäre ein echter Coup. Zuletzt geriet der Status der Übermannschaft beim Abonnement-Meister jedoch ins Wanken. Im Pokal-Viertelfinale unterlag der Titelverteidiger daheim dem FC Bayern – und verpasste so frühzeitig den vierten Cup-Erfolg am laufenden Band. Rödl warnt vor Übermut. Doch der TBB-Coach gibt sich zugleich kämpferisch, will mit seinem Team einen Punkt finden, um „das Spiel möglichst lange offen zu halten und auf eine Sensation hin zu arbeiten“. Mathis Mönninghoff ist zuversichtlich, weil er in Braunschweig wieder die gewohnte Aggressivität sah. Und wenn es nach dem Gesetz der Serie gegen die alten TBB-Spieler geht, ist vielleicht eine Überraschung möglich. (fs/red)

+++TBB in Kürze+++

„Wir müssen einen Sahnetag erwischen“ – Mathis Mönninghoff von der TBB Trier glaubt an eine Sensation gegen Meister Bamberg. „Wir müssen natürlich einen Sahnetag erwischen.“ 5vier sprach im Vorfeld des Spiels mit dem 20-jährigen Kino-Fan und Country-Skeptiker. Hier geht es zum Artikel.

U16 der TBB spielt Relegationsrunde gegen Speyer – Bereits um 13 Uhr öffnen am Sonntag die Tore der Arena. Der Grund: Die U16-Auswahl des TBB Junior Teams trifft zum Auftakt der Relegationsrunde auf die BIS Baskets Speyer. Mit gültiger TBB-Eintrittskarte ist der Eintritt frei.

Gewinnspiel beendet – Das Gewinnspiel für 3×2-Sitzplatzkarten zum TBB-Heimspiel gegen Bamberg ist beendet. Wir haben die Gewinner benachrichtigt und wünschen Ihnen viel Spaß in der Arena! Die nächste Chance auf Tickets gibt es zum Derby gegen die Telekom Baskets Bonn, das am Samstag, 9. März (20 Uhr), ausgetragen wird.

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