Basketball: TBB Trier feiert Klassenerhalt trotz Niederlage in Ulm

Die TBB Trier spielt in der Saison 2012/13 in der Basketball-Bundesliga. In Ulm unterlag die Mannschaft nach einem großen Kampf mit 77:78. Auch Gießen verlor gegen Bonn.

Nate Linhart vergab in Ulm den letzten Wurf, freute sich dann aber über den Klassenerhalt. Foto: Thewalt

Jubel bei der TBB Trier. In der Saison 2012/13 spielen sie weiter in der Basketball-Bundesliga. Durch die 56:76-Pleite von Abstiegskonkurrent Gießen gegen die Telekom Baskets Bonn war die eigene 77:78-Niederlage in Ulm zu verschmerzen. Das letzte Heimspiel gegen Göttingen kann die TBB so ohne Druck angehen und auch die Saisonabschlussfeier mit einem Beachvolleyball-Turnier (Sonntag, 29. April, 11 Uhr, Petrisberg) in vollen Zügen genießen.

Henrik Rödl war unmittelbar nach dem Spiel jedoch zu aufgewühlt nach den packenden 40 Minuten, um den um den Erfolg schon entsprechend zu würdigen. Der Trainer ärgerte sich viel mehr über die knapp verpasste Sensation in Ulm, weil die Aufholjagd seiner Mannschaft nicht gekrönt wurde.

Nach einem 31:42 in der Halbzeitpause drehte die TBB auf. Nate Linhart verbuchte eine Sekunde vor Schluss den letzten Wurf und hatte so vor 6.000 Zuschauern gar den Sieg in der Hand. „Wir hätten den Klassenerhalt gerne aus eigener Kraft geschafft“, bedauerte Rödl im Livestream. „Wir haben alles dafür getan, das Spiel zu gewinnen.“ Auch Dru Joyce, mit 17 Punkten der Top-Scorer für Trier, schwankte zwischen den Gefühlen. „Wir haben ein großes Spiel gezeigt, das war eine bittere Niederlage.“

Dabei setzte sich Ulm zu Beginn der Partie noch deutlich ab. Von einer 11:9-Führung der TBB drehte das Heimteam dank eines überragenden Isaiah Swann auf 21:11 auf. Im zweiten Viertel verkürzte Oskar Faßler zwischenzeitlich auf 32:27. Vor der Pause war Ulm aber das glücklichere von zwei nahezu gleichwertigen Teams und baute die Führung auf 42:31 aus. Center John Bryant, zu Beginn der Woche zum „wertvollsten Spieler der Saison“ gewählt, war auch an diesem Abend mit letztlich 22 Punkten dominant. „In den letzten Spielen sind wir in solchen Situationen oft eingebrochen – diesmal nicht“, freute sich Rödl.

Moral bewies die TBB, als sie im letzten Durchgang mit 60:71 im Hintertreffen lag. Doch der starke John Bryant, Nate Linhart und Dru Joyce drehten den Rückstand mit einem beeindruckenden 13:0-Lauf in eine 73:71-Führung. In der Schlussphase brachte Per Günther das Heimteam wieder mit 76:75 in Front. Maik Zirbes konterte direkt. Als Swann danach von der Freiwurflinie die Nerven behielt, blieben der TBB noch 20 Sekunden, um einen letzten Angriff abzuschließen. Aber Joyce vergab den ganz großen Coup. Trotzdem durfte nach der Schlusssirene gefeiert werden.

Statistik

Punkte für Ulm: Bryant (22), Swann (17), Günther (14), Esterkamp, Nankivil (je 7), Torbert (5), Betz (4), Watts (2).

Punkte für Trier: Joyce (17), Linhart (16), Zwiener (12), Bynum (10), Faßler, Zirbes (je 7), Seiferth (6), Washington (2).

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Kommentare (2)

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  1. Jens sagt:

    heja heja! auf ein weiteres jahr ttb trier in liga 1 !!!

  2. Heiko Schmitz sagt:

    Ein paar Korrekturen zu dem Artikel:
    – Untertitel Überschrift: nicht Hagen verliert gegen Bonn, sondern Gießen
    – der Center von Ulm, der MVP wurde, heist nicht John Bynum sondern John Bryant
    – Henrik Rödl war nach dem Spiel nicht aufgefühlt, sondern aufgewühlt
    – den letzten Wurf 1 Sekunde vor Schluss nahm nicht Nate Linhart sondern Dru Joyce

    Ansonsten: Klassenerhalt! Jawoll! 🙂

    Anmerkung der Redaktion: Danke für die Hinweise, der Artikel ist geändert.

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