Testspiel: Eintracht Trier II besiegt Tarforst 1:0 – Petersch trifft

Testspiele sind oftmals eine Wundertüte, am Mittwochabend war diese allerdings prall mit ansehnlichem Fußball gefüllt. Am Ende setzte sich die zweite Mannschaft von Eintracht Trier mit 1:0 gegen eine starke Mannschaft aus Tarforst durch. In einem sehr guten Testspiel hätte der Rheinlandligist ein Unentschieden aber durchaus verdient gehabt.

Lukas Mössner - hier im Spiel gegen Leverkusen II - erwischte nicht seinen besten Tag.

Von Beginn an entwickelte sich auf dem Kunstrasenplatz in Tarforst ein lebendiges Spiel zweier Mannschaften, denen man die Lust auf Fußball anmerkte. Bereits nach zwei Minuten setzte Simon Krugmann den Ball an die Latte des Eintracht-Tors. Fast im Gegenzug schlenzte Lukas Mössner den Ball knapp über den Kasten der Tarforster. Die Gastgeber waren in der Anfangsphase die etwas bessere zweier starker Mannschaften, das Tor erzielte allerdings der Favorit, der mit einer durch einige Spieler der ersten Mannschaft ergänzten Mannschaft antrat. Die Tarforster Abwehr verlor kurz den Überblick und Daniel Petersch machte sich allein auf den Weg in Richtung Tor. Er umspielte Torwart Daniel Bauer und konnte lässig zur 1:0-Führung für die U23 der Trierer Eintracht einschieben. Kurz nach der Führung hatte erneut der insgesamt etwas lethargisch wirkende Mössner die Chance zum 2:0, Torwart Bauer konnte den Ball aber entschärfen. Das Spiel blieb auch nach der Führung ausgeglichen und umkämpft, es blieb aber beim 1:0 zur Pause.

Die Eintracht kam deutlich stärker aus der Kabine und drängte die Gastgeber weit in die eigene Hälfte. Chancen gab es im Minutentakt, allerdings konnte keine Gelegenheit genutzt werden. Nach zehn Minuten Drangperiode schaffte es Tarforst aber das Spiel zu beruhigen und kam selbst wieder zu Torgelegenheiten. Thorsten Oberhausen traf in der 56. Spielminute zwar das Tor, der Linienrichter entschied aber zurecht auf Abseits, insgesamt war dies bereits das dritte Abseitstor der Partie, aber es sollte nicht das Letzte bleiben. Am Ende stand es in dieser inoffiziellen Wertung 3:2 für Tarforst. Die kamen nun immer besser ins Spiel und zu einigen guten Chancen, doch auch die Eintracht blieb gefährlich. Die beste Chance für Tarforst hatte Tobias Spruck in der 69. Minute, der aber aus kurzer Distanz am eingewechselten Eintracht-Torwart scheiterte. Auch wenn es sich nur um einen Freundschaftskick handelte, so legte Tarforsts Trainer Dirk Fengler dennoch Wert auf gute Manieren. Eine Ermahnung des Schiedsrichters (‚Ruhe Fengler‘) konterte er mit den gewählten Worten ‚Herr Fengler bitte‘. So viel Zeit muss sein… Wenig später standen Zuschauer und Spieler allerdings im Dunkeln. Bereits vor dem Spiel hatte wohl das Einschalten des Glühweintopfs den Ausfall des kompletten Flutlichts zur Folge und auch nun fielen für einige Minuten fast alle Lichter aus. Als das Problem behoben wurde, drängten die Gastgeber noch eine Viertelstunde auf den Ausgleich, schafften es aber nicht, sich weitere Torchancen zu erspielen. So blieb es letztendlich beim 1:0-Sieg des Favoriten, bei dem vor allem Daniel Petersch nicht nur wegen seines Tores eine ausgezeichnete Leistung attestiert werden kann.

Dirk Fengler

Tarforsts Trainer Dirk Fengler war mit dem Testspiel und der Leistung seiner Mannschaft sehr zufrieden. „Wir sind jetzt in der zweiten Trainingswoche und spielerisch und körperlich schon sehr weit. Das war heute ein wirklich sehr gutes Spiel von uns. Vor allem defensiv haben wir gut gestanden und hatten selbst auch einige gute Chancen. Der Test war absolut perfekt für uns. Die Eintracht hat mit einer starken Mannschaft gespielt und war ein echter Prüfstein.“

FSV Trier-Tarforst:

Bauer, Wick, Dahm (ab 55. T. Spruck), Heitkötter, Gorges, Oberhausen (ab 55. Jahn), Simon, Krugman (ab 55. N. Spruck), Kasel, Rinnenburger, Fleck (ab 46. Stefan Castello)

SV Eintracht Trier II:

Bach, Dingels (ab 60. Meyer), Hess, Kühne (ab 60. Alsina Fonts), Becker (ab 46. Löber), Schottes, Petersch, Ting (ab 60. Heck), Brandscheid (ab 46. Orth), Bidon (ab 46. Eifel), Mössner

Fotos: Anna Lena Bauer

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