Tier-Liebe = Ärger mit Nachbarn

Der 20. Februar ist der weltweit gefeierte "Liebe-Dein-Haustier-Tag"

Der heute gefeierte „Liebe-Dein-Haustier-Tag“ ist denen gewidmet, die ein oder mehrere Haustiere adoptiert haben. – „Adoptiert?“ wird sich da der ein oder andere fragen, der sich vielleicht an das Wort „Besitzer“ gewöhnt hat. Doch lässt sich Liebe zu einem Besitz austauschen? – Dies als einleitende Gedanken, bevor wir den von unserer Praktikantin Bettina Klumbies erarbeiteten Text zum heutigen Tag vorstellen wollen.

Trier / Welt. Der besondere Tag in einer immer besonderen Beziehung: Mensch und Haustier. – Mitunter kann allerdings diese Liebe zu einem Konfliktfeld mit den Nachbarn werden. Unsere Praktikantin möchte den „Liebe-Dein-Haustier-Tag“ und einen ganz besonderen Fall von Tierliebe vorstellen:

Ein besonderer Tag für unsere tierischen Freunde

Heute ist es soweit: Alle, die stolze Tierbesitzer sind, sollten sich an diesem Tag ganz besonders um ihre Lieblinge kümmern. Es ist „Liebe dein Haustier“ Tag. Ganz getreu dem Motto: Wer sein Haustier liebt, verbringt viel Zeit mit diesem. Mögliche Ideen, wie man seinem Tierchen Zuneigung zeigen kann sind: neues Spielzeug schenken, es mit besonderen Leckerbissen verwöhnen und gerade in unserem hektischen Umfeld das Kostbarste: Ruhe und Liebe schenken. Dabei lassen Menschen aus den unterschiedlichsten Motiven tierische Mitbewohner zu: Freude am Tier, Zierde, Interesse an Verhaltensweisen oder Züchtung der Tiere, Ersatz für Sozialpartner oder Spielgefährte für Kinder.

Bei einer Tierhalterin aus der Umgebung Trier treffen diese Beweggründe zu. Aufgrund mehrfacher Komplikationen in der Nachbarschaft und der Gemeinde, möchte sie namentlich nicht genannt werden. Obwohl das Haus fast 200 Quadratmeter groß ist und auch riesige Rasenflächen für Katzen, Kaninchen, Meerschweinchen, Chinchillas und jegliche Vogelarten vorhanden sind, ist das Anwesen den umliegenden Nachbarn ein Dorn im Auge. Für einige in der Gemeinde sei dies schon keine Fürsorge mehr, sondern eine Obsession. Daraus macht sich die Besitzerin nichts. „ Kritik gibt es immer, ganz gleich in welchen Bereichen. Nur, dass ich bei dem Thema Tiere eine Herzfülle wie das Universum habe. Wenn die Kleinen mich dann so dankbar anschauen und ich merke, wie gut ich ihnen tue, dann kann mir das kein Geld der Welt bezahlen“.

Bei ihr wird man nicht von Dekorationsfiguren, sondern von lebendigen Tieren begrüßt. Es erinnert ein wenig an die Szenen als „Pipi Langstrumpf“ den kleinen Onkel, das weiß gepunktete Pferd, auf der Veranda stehen hatte. Seit mehr als 30 Jahren nimmt sie verletzte oder abgeschobene Tiere bei sich auf und behält diese Tradition bis zu ihrem Erschöpfen bei. Ein Aufgeben kommt nicht in Frage. Die Tiere verlassen sich auf ihre „Ersatzmama“ und genauso liebevoll wird auch mit den animalischen Freunden umgegangen. Unfassbar, welche Ausdauer und Durchsetzungskraft vorhanden sein muss. Auch ist so eine massige Tierliebe nicht gerade kostengünstig. Setzt man auf insgesamt 18 Tiere, kann sich allein der Hundebesitzer mit Gedanken an alle Zusatzkosten nur schütteln.

Die Tiere haben dem Menschen eines voraus: Sie können sich nicht verstellen. Katzen sind dafür bekannt ihren eigenen Willen zu haben und Hunde sind „die besten Freunde des Menschen“, wie es so schön heißt. Gefühle wie Dankbarkeit und Loyalität seinem Herrchen oder Frauchen gegenüber kommen frei und ehrlich. Nachbarschaftsstreit und Hinterlistigkeit lässt den Satz „ eine Pfote zu nehmen ist mir manchmal lieber als mancher unaufrichtiger Händedruck“ aufkommen. Schenken wir also unseren Lieben das, was wir von ihnen bekommen- vollkommene Erkenntlichkeit. Die Liebe gilt als unmessbar, aber sie sollte nicht zwanghaft oder abnormal werden, denn dann verliert sie ihre Natürlichkeit.

Foto: B. Klumbies

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