Tierheim Trier-Zewen – Samtpfoten mit Vergangenheit

5vier.de besuchte das Tierheim in Trier-Zewen

Von Marie Baum (Text und Fotos)

Für viele Tiere ist das Tierheim Trier-Zewen die letzte Chance. Auf den Straßen gefunden, an Pfosten angeleint, zurückgelassen oder aus Tötungsstationen gerettet. Jedes dieser Tiere hat eine Geschichte zu erzählen. 5vier.de begab sich auf die Suche nach der Vergangenheit der Tiere und möchte sie an die Öffentlichkeit bringen.

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Foto: Marie Baum

Momentan befinden sich neben zahlreichen Nagetieren und Vögeln ca. 45 Katzen und 75 Hunde in dem Tierheim. „Wir sind komplett ausgelastet und versuchen, die Tiere schnellstmöglich zu vermitteln“, so die Tierpflegerin Sarah Metzen. Eines dieser Tiere ist die Katze mit dem liebevollen Namen „Mäuschen“. Sie wurde zusammen mit 19 anderen Katzen im Tierheim abgegeben. Das Amt rettete sie aus unvorstellbar unhygienischen Umständen.

Sie litten an Wurmbefall, Katzenaids und Pilzinfektionen. Dank der liebevollen Pflege im Tierheim wurden die Katzen wieder gesund und konnten größtenteils vermittelt werden. Übrig blieb jedoch Mäuschen. Die junge Katze von ca. 5 bis 6 Jahren bräuchte dringend jemanden, der sich eindringlich um sie kümmert. „Tierheim bedeutet für die Tiere immer Stress, das lässt sich nicht vermeiden“, so die Tierpflegerin Sylvia Bücher. Mäuschen kratzt sich täglich wunde Stellen. Für sie ist das Tierheim nicht der richtige Ort und so sucht man dringend ein neues Zuhause. Ebenso die Katze Happy, die alles andere als happy ist. Sie ist etwa 1 Jahr alt und hat in ihrem kurzen Leben schon einiges durchgemacht. Sie befindet sich zurzeit in Quarantäne, denn sie wurde mit einem gebrochenen Bein auf den Gleisen gefunden und wird noch durch eine stabilisierende Schiene gestützt. Anfangs war die Katze sehr verängstigt und ließ sich kaum anfassen. Heute hat sie Vertrauen zu den Menschen gefasst und sucht eine liebevolle, pflegende Hand.

Die meisten dieser Tiere haben schon einiges erlebt und teilweise weite Reisen hinter sich. So wie der Maremanomix Hoby und die Mischlingshündin Alma. Diese beiden haben den weiten Weg aus Rumänien gemacht, wo sie auf der Straße lebten. Nun sind sie bis nach Trier- Zewen gereist und suchen ein neues Herrchen. „Am schönsten wäre es, diese beiden gemeinsam zu vermitteln, aber die Chance ist gleich Null“, so die Pflegerin Sarah Metzen. Aber das Tierheim freut sich, wenn die zwei weißen „Schäfchen“, wie Metzen sie nennt, überhaupt ein neues Zuhause finden.

Einige Tiere nennen mittlerweile tragischerweise das Tierheim ihr Zuhause. So wie der Bernersennen-Schäferhund Mix Spike. Er lebt bereits seit 9 Jahren in seinem Gehege. Zwar bekommt er ab und zu Besuch von Spaziergängern, aber das richtige Zuhause für einen solch aufgeweckten Hund ist das Tierheim sicher nicht.

Die Liste ist lang und ließe sich noch beliebig fortführen. Das Tierheim beherbergt eine Vielzahl an tragischen Geschichten, die ein Happyend suchen. Jeder kann etwas zum Wohl der Tiere beitragen. Viele Menschen, die kein Tier adoptieren können, helfen, indem sie eine Patenschaft für ein Tier übernehmen oder Spaziergänger werden.

Weitere Infos zu Tiervermittlungen, Patenschaften und Spaziergängen finden Sie auf der Homepage des Tierheims Trier-Zewen.

Öffnungszeiten

Dienstag und Freitag von 14 bis 17 Uhr
Mittwoch und Samstag von 14 bis 16.15 Uhr
Montag, Donnerstag, Sonntag und an Feiertagen
ist das Tierheim geschlossen.

Telefonzeiten des Tierheims

Montag – Freitag 09 bis 12 Uhr: (0651) 99 83 338
Dienstag – Samstag von 14 bis 17 Uhr: (0651) 86 156

Gassigeher (Schulung muss vorher absolviert werden)

Zeiten: Dienstag bis Samstag von 14 bis 16 Uhr und nach Absprache

Sonntag von 9.30 bis 11 Uhr (Abholen der Hunde 9.30 Uhr, Rückgabe 11 Uhr) und 11 bis 13 Uhr.

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