Tod durch Kräutermischung – Polizei Trier warnt

Eine Frau stirbt vermutlich wegen dem Konsum von falschem Marihuana

Die Gefahr liegt in der falschen Zusammensetzung. Man weiß auch nicht wirklich was drin ist. Legal Highs sind als Begriff den Menschen bereits bekannt, aber ihre Gefahren werden gerne mal runtergespielt. Letzte Woche kosteten sie vermutlich eine junge Frau das Leben.

Trier/Idar-Oberstein. Trotz Reanimation der Rettungskräfte kam für eine 35-jährige Frau aus Idar-Oberstein jede Hilfe zu spät. Sie starb in der Nacht zum Donnerstag, 24. September. Die Frau hatte trotz schwerer Vorerkrankungen kurz vor ihrem Tod Kräutermischungen konsumiert. Ob ein Zusammenhang zwischen dem Konsum der Kräutermischungen und ihrem Tod besteht, wird noch ermittelt.

Die junge Frau hatte nach dem Konsum der Kräutermischung in ihrer Wohnung über Schmerzen in der Brust geklagt und war dann kollabiert. Der verständigte Notarzt konnte nur noch den Tod feststellen. Die Staatsanwaltschaft Bad Kreuznach hat die Obduktion der 35-Jährigen angeordnet, die die Rechtsmedizin in Mainz noch am Freitag durchführte. Demnach wurde ein internistisches Problem als Todesursache festgestellt. Die Untersuchungen dazu, ob und in wie weit der Konsum der Kräutermischung mitursächlich für den Tod sein könnte, dauern noch an.

Seit langem warnt die Polizei vor dem Konsum von sog. Legal Highs. Insbesondere bei Vorerkrankungen ist die Gefahr nicht einschätzbar. Die Kräutermischungen werden insbesondere als Ersatz für Marihuana und Haschisch vertrieben und konsumiert. Die überwiegend im Internet angebotenen Kräutermischungen können Betäubungsmittel oder betäubungsmittelähnliche Substanzen enthalten. Da sowohl der Inhalt als auch die Konzentration dieser Substanzen von Tütchen zu Tütchen variiert, ist die Gefahr für den Konsumenten nicht ansatzweise einschätzbar. Die Beschreibungen auf den bunten Verpackungen gaukeln vor, dass es sich um ein unbedenkliches Naturprodukt handelt. Das Gegenteil ist der Fall. Das Risikopotential ist völlig unbekannt. Bei der Aufnahme in den Körper können Kräutermischungen starke Nebenwirkungen wie Herzrasen, Atemnot, Bewusstlosigkeit und Krämpfe auslösen. Auch lebensbedrohliche Vergiftungserscheinungen bei Überdosierung sind möglich. Letztendlich können sie sogar zum Tode führen. In den vergangenen Jahren wurde eine Vielzahl von Todesfällen im Bundesgebiet nach dem Konsum solcher Kräutermischungen registriert.

Rückfragen bitte an:

Polizeipräsidium Trier

Telefon: 0651-9779-0

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