Trainerwechsel auch bei den Trierer Miezen?

Die Meenzer Dynamites werden die Miezen heute doppelt motiviert empfangen

Das Management des FSG Mainz 05/Budenheim hat die Zusammenarbeit mit Trainer der Meenzer Dynamites, André Sikora-Schermuly, beendet. In der aktuellen Pressemeldung der Miezen spricht die Trainerin Daniela Filip von einer Mainzer „Aufbruchsstimmung“ und: „Ein Trainerwechsel hat immer eine Auswirkung auf ein Team. – Mainz wird doppelt motiviert … auflaufen.“ – Und was wäre, wenn das Management der DJK/MJC Trier eine vergleichbare Aufbruchsstimmung und Motivation einverlangt? Was würde die Miezen-Trainerin dazu antworten?

Trier. Der Gegner ohne Trainer, beide Mannschaften tief im Tabellenkeller und noch dazu ein Derby: Die Partie am heutigen Samstag (19.30 Uhr) zwischen den Trierer Bundesliga-Handballerinnen und Mainz 05/Budenheim verspricht jede Menge Zündstoff. Die Miezen fahren guter Dinge in die Karnevalshochburg, wollen nach der tollen Aufholjagd gegen Zwickau selbige Leistung 60 Minuten aufs Parkett bringen. Mainz hingegen baut auf den Faktor „Aufbruchsstimmung.“

Vorletzter gegen Drittletzter (vgl. unsere Tabelle unten), ein Punkt Abstand zwischen beiden Teams, das Warten auf den zweiten Saisonsieg und zu guter Letzt auch noch ein Derby: Die Wichtigkeit der Begegnung zwischen den Miezen und „Meenzer Dynamites“ braucht keine weiteren Attribute, das Wort „Vier-Punkte-Spiel“ mehr als passend.

Der Gegner ging dabei unter der Woche den Weg der Trainerentlassung, beendete die Zusammenarbeit mit André Sikora-Schermuly nach nur drei Punkten aus den ersten neun Saisonspielen. Die Tabellenkonstellation, aber auch die Verunsicherung der Mannschaft sei ausschlaggebend für die Trennung gewesen, so der Verein auf seiner Homepage.

Die Mainzer erhoffen sich von der Maßnahme eine „Aufbruchsstimmung“, die auch Daniela Filip vermutet: „Ein Trainerwechsel hat immer eine Auswirkung auf ein Team“, so die Trainerin der Miezen und ergänzt: „Mainz wird doppelt motiviert und mit totalem Willen auflaufen. Sie wollen beweisen, dass sie in diese Liga gehören.“

Bange ist der gebürtigen Rumänin allerdings nicht, schöpft sie vor allem Mut aus der grandiosen Aufholjagd bei der unglücklichen 28:29-Niederlage gegen den BSV Sachsen Zwickau. „Wir wollen und müssen an diese Leistung anknüpfen, wollen wir in Mainz erfolgreich sein. Und wir müssen von der ersten bis zur 60. Minute mit Kopf, Herz sowie Leidenschaft auf der Platte sein, über die gesamte Spieldauer unser Potential abrufen“, fordert Filip Konstanz.

Auf Konstanz musste die gebürtige Rumänin in der Trainingswoche fast durchgehend aufgrund von Krankheit sowie beruflichen Gründen verzichten. Bis auf Torfrau Melanie Eckelt, deren Einsatz aufgrund einer Grippe fraglich ist, hat Filip aber alle Spielerinnen an Bord. Die Mainzer hingegen treten bei der 1. Auflage des Derbys gegen die Miezen ohne gelernten Trainer an: Für Co-Trainer Martin Malik, der sich beruflich im Ausland befindet, sitzt Abteilungsleiterin Eva Federhenn auf der Bank und verspricht „60 Minuten lang volles Tempo.“

2. Handball-Bundesliga Frauen – Tabelle

  Team Sp Diff. Pkt
1 Neckarsulmer SU 9 +77 18:0
2 VL Koblenz/Weibern 9 +41 15:3
3 TSV Haunstetten 9 +7 14:4
4 HSG Bensheim/Auerbach 9 +19 13:5
5 TV Nellingen 9 +47 12:6
6 HC Rödertal 9 +11 12:6
7 SG H2Ku Herrenberg 9 +6 11:7
8 BSV Sachsen Zwickau 9 +5 9:9
9 TV Beyeröhde 9 -5 9:9
10 SV Union Halle-Neustadt 9 +4 8:10
11 SV Werder Bremen 9 -19 7:11
12 TG Nürtingen 9 -25 5:13
13 SG Mainz-Bretzenheim 9 -27 5:13
14 FSG Mainz 05/Budenheim 9 -33 3:15
15 DJK/MJC Trier 9 -51 2:16
16 SG 09 Kirchhof 9 -57 1:17

 

 

// Danke an Franziska Garcia – Pressesprecherin DJK/MJC Trier – 2. Handball Bundesliga Frauen

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