Trier: Falsche Kriminalbeamtin mit dreister Betrugsmasche

Die Kripo Trier ermittelt derzeit in einer besonders dreisten Betrugsmasche. Eine Frau gibt sich telefonisch als Kriminalbeamtin aus, die eine EC-Karten Überprüfung durchführen muss. Sie kündigt den Besuch eines Beauftragten an, der die Karte abholt. Unmittelbar danach hebt der Unbekannte Geld vom Konto der Geschädigten ab. Weder die Anruferin noch der Abholer sind Polizeibeamte. Sie haben es nur auf die EC-Karte und das Geld ihres Opfers abgesehen.

Am Dienstagvormittag, 19. November, meldete sich die unbekannte Frau telefonisch bei der 92-jährigen Triererin. Sie gab an, Kriminalbeamtin zu sein und die EC-Karte der Seniorin überprüfen zu müssen. Durch eine geschickte Gesprächsführung gelang es der Anruferin, die Kontodaten und die PIN zu erlangen. Schließlich kündigte sie den Besuch eines Mannes an, der die EC-Karte in ihrem Auftrag abholen und nach der Überprüfung zurückbringen würde. Gegen 13 Uhr erschien dieser Mann bei der Geschädigten und holte die Karte ab. Nachdem die Karte nicht wie vereinbart bis 16 Uhr zurückgebracht worden war, erstattete die 92-Jährige eine Anzeige bei der Polizei.

Mittlerweile konnten die Beamten ermitteln, dass ein bisher unbekannter Mann am Dienstag um 14.54 Uhr mit der Karte der Seniorin einen vierstelligen Betrag an einem Geldautomaten in Trier-Tarforst abgehoben hat.

Der Unbekannte wird wie folgt beschrieben: Er hat einen dunklen Teint und trägt einen Dreitagebart sowie Brille mit schwarzem Rand. Bekleidet war der Täter mit einem braun-beigen Strickpullover mit Reißverschluss, braun-beigen Wollhandschuhen und einer auffälligen, braun-beigen Fellmütze mit Ohrenklappen.

Zeugen, die Angaben zu dem Sachverhalt oder dem unbekannten Mann machen können, werden gebeten, sich mit der Kripo Trier, Telefon 0651/9779-2290, in Verbindung zu setzen.

Die Polizei rät:

  • Geben Sie niemals Ihre PIN oder sonstige Geheimnummern an Fremde weiter. Polizeibeamte fragen sie nicht nach diesen Nummern.
  • Lassen Sie sich von Polizeibeamten in Zivil den Dienstausweis oder die Kriminaldienstmarke zeigen.
  • Wenn Besuche oder Anrufe von Polizeibeamten ihr Misstrauen hervorrufen, wenden Sie sich direkt an eine Polizeidienststelle.

 

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