Trier: Festnahme nach Enkeltrickbetrug

Die intensive Präventionsarbeit der Polizei in Sachen „Enkeltrickbetrug“ zahlt sich aus. Am Mittwoch teilten mehr als ein Dutzend Personen aus der Region Trier und Schweich unabhängig voneinander mit, dass sie von so genannten Enkeltrickbetrügern angerufen worden seien. Mehrere der Angerufenen gingen zum Schein auf die Bitte einer Geldübergabe ein und kooperierten mit der Polizei, so dass zwei tatverdächtige Frauen festgenommen werden konnten. Eine davon ging heute Nachmittag in U-Haft.

Um 13.15 Uhr wurde am Mittwoch, 15. Mai, eine 62-jährige Frau im Stadtteil Trier-Olewig angerufen. Eine angebliche „Gisela“ bat dringend um Unterstützung beim Erwerb einer Eigentumswohnung, hatte aber insofern Pech, als die Angerufene nicht auf die Masche hereinfiel. Zum Schein ging sie auf das Verlangen ein, verständigte sofort die Polizei. Eine weitere Kontaktaufnahme durch die „Gisela“ fand aber nicht mehr statt.

Während die Einsatzmaßnahmen im Gang waren, liefen bei verschiedenen Polizeidienststellen in Trier und Schweich weitere Hinweise auf Enkeltrickbetrüger ein.

Unter anderem meldete sich ein 92-jähriger Mann vom Mariahof, der ebenfalls zum Schein einer Geldübergabe zugestimmt hatte. Als hier die Abholerin an der Tür erschien, wurde sie von Polizeibeamten erwartet und festgenommen.

Wenige Minuten später kam der nächste Hinweis auf eine bevorstehende Geldübergabe. Hier hatte der Sohn der 89-jährigen Angerufenen von der Weismark sich eingeschaltet und eine mutmaßliche Abholerin beobachtet. In der Folge konnte eine 17-Jährige festgenommen werden. Sie hatte bereits ein Taxi bestellt und wollte wegfahren.

Im Zuge der kriminalpolizeilichen Ermittlungen ergaben sich Hinweise, dass beide Frauen möglicherweise miteinander im Kontakt standen.

Die 22-Jährige, die keinen Wohnsitz in Deutschland hat, wurde heute dem Ermittlungsrichter vorgeführt, der wegen Verdacht des gewerbsmäßigen Betruges Haftbefehl erließ.

Die Jugendliche aus Offenbach wurde aus dem polizeilichen Gewahrsam entlassen.

Die polizeilichen Ermittlungen, insbesondere die Auswertung der sichergestellten Beweismittel, dauern an. Es wird zu klären sein, ob weitere Personen mit den Tatverdächtigen zusammengearbeitet haben.

Positiv ist festzustellen, dass – nach bisherigen Kenntnisstand – gestern in der Region niemand auf die „Enkeltrickmasche“ hereingefallen ist und kein Schaden entstanden ist.

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