Trierer Gladiators brauchen rotes Rettungsseil

Das Spiel in Hanau wurde mit 76:58 gegen die White Wings verloren

Kein Flügelstutzen, sondern ein Sturz in den Tabellenkeller. So könnte der Abstieg auf Tabellenplatz 12 bezeichnet werden (vgl. unsere Tabelle unten). Wenn die Trierer Gladiators bei den Hebeisen White Wings den roten Faden verloren haben – so der Pressesprecher Stefan Kölbel. Dann brauchen sie jetzt ein rotes Rettungsseil, das sie beim anstehenden Heimspiel wieder punkten lässt. Bis jetzt jedenfalls haben die Gladiatoren noch immer die Drachen besiegt – im Märchen zumindest.

Trier / Hanau. Am 10. Spieltag der laufenden ProA-Saison mussten die Gladiators Trier beim Auswärtsspiel in Hanau ihre insgesamt 6. Saisonniederlage hinnehmen. Gegen die HEBEISEN WHITE WINGS hieß es am Ende 76:58 (39:28).

Gladiators-Headcoach Marco Van den Berg startete mit Kevin Smit, Brandon Spearman, Sebastian Herrera, Dwayne Evans und Kilian Dietz in die ersten zehn Minuten, in denen sich von Anfang an ein sehr enges Spiel entwickelte. Trafen die Gladiatoren, legten die Gastgeber nach. Vor allem in der Defensive hatten die Gäste aus der Moselstadt mit den schnellen und spritzigen Offensivspielern der Hanauer jedoch ihre Schwierigkeiten. Durch starke Leistungen von Kruize Pinkins (8 Punkte) und Christian von Fintel (ebenfalls 8) führten die Gastgeber nach dem ersten Viertel mit 20:18.

Im zweiten Spielabschnitt verloren die Moselaner nun komplett den roten Faden und leisteten sich einen Ballverlust nach dem anderen. Auch in der Offensive verfehlten die Gäste mehrere Würfe und erzielten erst nach vier Minuten im zweiten Viertel ihre ersten Punkte. Ganz anders sah es auf Seiten der Hanauer aus: Ein Ball nach dem anderen fand seinen Weg durch das Netz der Gäste und vor allem Kruize Pinkins kam immer stärker ins Spiel. Allein in den zweiten 10 Minuten steuerte er 7 Punkte zur 39:28 Halbzeit-Führung der Hausherren bei.

Nach dem Seitenwechsel bot sich den Zuschauern in der Main Kinzig-Halle ein unverändertes Bild: Hanau traf den Korb, Trier warf daneben. Zwischenzeitlich führten die Gastgeber beim Stand von 54:28 mit insgesamt 24 Punkten und zeigten gegen konsternierte Moselaner eine ganz starke Partie. Die Van den Berg-Schützlinge schafften es zu keinem Zeitpunkt, das Spiel unter Kontrolle zu bringen und zeigten auch unter dem Korb eine sehr schwache Leistung: Mit 37:23 Rebounds und einem Stand von 60:40 ging es in die letzte Viertelpause.

In den letzten zehn Minuten versuchten die Gladiators noch einmal alles, vergaben aber selbst einfach Würfe kläglich. Vor allem von der Dreierlinie wollte der Ball nicht durch das gegnerische Netz fallen. Klägliche 25% (7/28) trafen die Gäste von außen – viel zu wenig, um das Spiel noch einmal zu drehen.

Schlussendlich gewannen die Hausherren durch eine starke Mannschaftsleistung verdient mit 76:58 gegen an diesem Abend sehr schwach aufgelegte Gladiatoren. Vor allem Kruize Pinkins (21 Punkte, 11 Rebounds) und Robin Christen (18 Punkte, 8 Rebounds) zeigten auf Seiten der Hanauer eine hervorragende Partie.

Durch die Niederlage in Hanau verlieren die Gladiators ihr drittes Spiel in Folge und rutschen auf Platz 12 der ProA-Tabelle. Am kommenden Sonntag kommt der Tabellenletzte aus Rhöndorf an die Mosel, die beim Heimspiel gegen die BAYER GIANTS Leverkusen (91:64) ihren ersten Saisonsieg einfahren konnten.

Scoring:
Kevin Smit (13 Punkte), Brandon Spearman (12), Sebastian Herrera (10), Dwayne Evans (7), Alexander Engel (6), Kilian Dietz (3), Eric Anderson (2), Luca Breu (2), Tim Weber (2), Benedikt Breiling (1), Marian Dahlem (0)

2. Basketball Bundesliga ProA – Männer – Tabelle

  Team G S N   Pkt.
1. Science City Jena 10 9 1 746:632 18
2. SC Rasta Vechta 10 8 2 831:648 16
3. VfL Kirchheim 10 7 3 740:659 14
4. Rockets Gotha 10 7 3 770:698 14
5. Hamburg Towers 10 6 4 705:683 12
6. RheinStars Köln 10 6 4 705:708 12
7. Nürnberger BC 10 5 5 694:720 10
8. BV Chemnitz 99 10 5 5 694:681 10
9. Paderborn Baskets 10 5 5 723:710 10
10. BCM Baunach 10 5 5 651:676 10
11. USC Heidelberg 10 4 6 710:747 8
12. Gladiators Trier 10 4 6 696:699 8
13. ETB Baskets Essen 10 3 7 660:710 6
14. Hanau White Wings 10 3 7 655:734 6
15. Giants Leverkusen 10 2 8 654:787 4
16. Dragons Rhöndorf 10 1 9 688:830 2

// Danke an Stefan Kölbel, Pressesprecher der Gladiators Trier

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