Trierer Miezen am Ende ein Tor zu wenig

Der Abstand zum Abstieg beträgt seit gestern zehn Zähler

Die Trierer Miezen können – nur nicht ganz. „Wenn wir in jeder Partie so eine Leistung an den Tag gelegt hätten, würden wir nicht um den Klassenerhalt kämpfen müssen“, meint die Trainerin Cristina Cabeza. Doch eigentlich hätten sie eine noch bessere Leistung bringen müssen, so dass das eine Tor – das bei gleicher Leistung wie gestern eben gefehlt hätte – auf der Miezen-Siegesseite einzutragen wäre. – Noch zehn Spiele stehen für die Trierer Miezen im 2.Handball-Bundesliga-Raum… – Wenn es so wie vor dem Spiel funktioniert, sollten die Trainerin und der Vorstand die Spielerinnen also erneut in die Pflicht nehmen [ unser Bericht ]. So könnte das eine Tor mehr glingen.

Trier / Herrenberg.
Die Trierer Bundesliga-Handballerinnen liefern beim Tabellenvierten Herrenberg eine starke Partie ab, fahren nach der knappen 26:27 (12:15)-Niederlage dennoch ohne Punkte heim. Kleinigkeiten geben am Ende den Ausschlag. Trainerin Cristina Cabeza lobt die Leistung ihrer Mannschaft.

Eine Reaktion hatten die Trierer Verantwortlichen nach den zuletzt schwachen Leistungen gefordert und die Mannschaft lieferte beim Tabellenvierten eine starke Vorstellung ab. Einzig das Happy End blieb den Miezen verwehrt, mit einer unglücklichen sowie unverdienten 26:27-Niederlage traten die Moselanerinnen die Heimreise an. Trainerin Cristina Cabeza brachte es auf den Punkt: „Wenn wir in jeder Partie so eine Leistung an den Tag gelegt hätten, würden wir nicht um den Klassenerhalt kämpfen müssen.“

Zehn Spieltage vor Saisonende läuft den Miezen allerdings die Zeit davon, zumal die Konkurrenz erneut punkten konnte. Main 05 setzte sich zu Hause gegen Bensheim 27:25 durch und vergrößerte den Abstand zum rettenden Ufer auf zehn Zähler. Auch Main Bretzenheim (25:23 gegen Koblenz) sowie Werder Bremen (38:30 gegen Kirchhof) konnten Siege einfahren. Was bleibt ist die Hoffnung, unabhängig vom Ausgang der Spielzeit wollen die Spielerinnen in den kommenden Begegnungen Siege einfahren und an die Leistung aus dem Herrenberg-Spiel anknüpfen.

Denn die Leistung gegen den Tabellenvierten macht Mut für den Saisonendspurt. Nach einem schnellen 0:4-Rückstand (5.) erzielte Neuzugang Zivile Jurgutyte den ersten Treffer für ihre Farben und fortan waren die Miezen im Spiel. „Wir haben nach dem schnellen Rückstand eine gute Reaktion gezeigt und uns in diese Partie gebissen“, sagte Cabeza und ergänzte: „Danach hatten wir ein gutes Niveau, sowohl kämpferisch, als auch spielerisch.“ Beim 10:10 (21.) durch Spielführerin Judith Derbach konnten die Moselanerinnen erstmals ausgleichen, die Gastgeberinnen konnten ihrerseits aber immer vorlegen und gingen mit einer 15:12-Führung in die Halbzeit.

Zu Beginn der zweiten Hälfte konnte Caroline Thomas zunächst verkürzen, die „Kuties“ zeigten aber warum in der Spitzengruppe der Liga vertreten sind und zogen erneut auf vier Tore davon (18:14/32.). Nun aber packten die Miezen ihr Kämpferherz aus, zeigten den unbedingten Willen diese Partie für sich zu entscheiden. Die an diesem Abend treffsichere Linsey Houben erzielte den 18:18-Ausgleich (39.), allerdings versäumten es die Cabeza-Sieben in Führung zu gehen. Joline Müller konnte drei Mal in Folge ausgleichen, die Partie beim 23:23 (52.) auf Messers Schneide. Zwei Zeitstrafen gegen Andrea Czanik (53.) sowie Derbach (58.) „haben letztlich den Unterschied gemacht.“ Und so hieß es nach einer „starken Leistung“ am Ende 26:27.

Foto: DJK/MJC Trier – Im Bild sehen Sie Linsey Houben, die an diesem Abend fünf Treffer erzielte

// Danke an Franziska Garcia – Pressesprecherin DJK/MJC Trier – 2. Handball Bundesliga Frauen

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