Trierer Miezen kämpfen wacker – aber keine Punkte

Mut, Kampf und Leidenschaft

Keine Punkte, aber Selbstvertrauen geholt: Bei der 25:24 (13:13) Niederlage gegen Spitzenreiter HSG Bensheim/Auerbach konnten die Moselstädterinnen dem Ligaprimus bis in die letzten Minuten die Stirn bieten, und das, obwohl Abwehrchefin Andrea Czanik nicht mitwirken konnte.

Trier / Bensheim. Die 900 Zuschauer in der Bensheimer Weststadhalle, wurden Zeugen eines Spitzenspiels das seinem Ruf gerecht wurde. Dabei traten die Miezen von Cristina Cabeza Gutiérrez kess und vollkommen unbeeindruckt von der bisherigen Saisonleistung des Tabellenführers auf. Beide Teams agierten auf Augenhöhe und zeigten sich konzentriert, MJC-Ungarin Dora Simon Varga, die mit 10 Treffern zur treffsichersten Triererin avancierte, traf ansehnlich zum 5:5 (8.).

Beim Stand von 7:8 (15.) zückte das Schiedsrichterduo Buttke/Clausing die rote Karte für Tina Welter, die MJC-Außenakteurin war im Bensheimer-Gegenstoß nach Meinung der Unparteiischen zu aktiv zu Werke gegangen. Die blauweiß spielende MJC zeigte sich davon jedoch weitesgehend unbeeindruckt und spielte vorerst dezimiert eine starke Partie: 10:10 (22.). Wenig später folgte sogar die erstmalige 3-Tore-Führung für Trier, Lucia Weibelova fasste sich ein Herz und netzte zum 10:13 (25.) ein. Die Südhessinenen zeigten folglich ihre Klasse und kamen in den verbleibenden 5 Minuten noch zu drei Treffern, mit 13:13 ging es in die Halbzeit.

Nach dem Pausentee zeigte sich das Team von Cristina Cabeza Gutiérrez hellwach und konnte mit 15:17 (36.) enteilen. Die Bensheimer Hallenuhr zeigte Minute 44. an als Joline Müller das Spielgerät in die Maschen wuchtete, und die Miezen mit 17:20 eine erneute 3-Tore-Führung bejubeln konnten. Es schien, als könne man nun final auf die Siegerstraße abbiegen, doch weit gefehlt, die „Flames“ von Heike Ahlgrimm ließen nicht locker, dem 19:20 Anschluß (49.), folgte 5 Minuten später der Augleich 23:23 (54.)

Fortuna war in den finalen Minuten auf Bensheimer Seite, 2 Minuten vor Abpfiff besorgte HSG-Holländerin Sanne Hoekstra per 7m das 25:24 – anders als zuletzt gegen den SV Unio Halle-Neustadt gelang den Miezen der Ausgleich nicht.

„Die Partie war mehr ein Kampf als ein Spiel“, so Cristina Cabeza Gutiérrez, „über 60 Minuten eine hohe Intensität, letztendlich hate jene Mannschaft gewonnen, die am Ende weniger Fehler machte. Wir waren, trotz des Ausfalls von Andrea Czanik (Anm. d. Red.: Grippe) und der roten Karte gegen Tina Welter, sehr gut in der Abwehr und hatten mit Jessica Kockler eine starke Torhüterin.“ „Es sind kleine Details, die am Ende entschieden haben“, resümiert die gebürtige Madrilenin, „ich bin letztendlich aber zufrieden mit dem Einsatz und der Leistung meiner Mannschaft, sie haben bis zum Ende gekämpft. Dass die zwei Punkte in Bensheim bleiben ist glücklich, der Sieg hätte genauso auf unserer Seite sein können.“

Für die Miezen am Ball: Kockler, Gubernator – Constantinescu, Greinert, Houben (3), Knoroz, Müller (2), Petrovska (1), Sattler, Simon-Varga (10/4), Weibelova (5/1), Welter (1), Zrnec (2)

Ihre nächste Partie bestreiten die Miezen am Samstag in zwei Wochen (05.02), zu Gast in der Arena Trier ist dann die FSG Mainz 05/Budenheim (Anwurf: 16.00 Uhr).

 

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