Trierer Musik: „Rock-Pop-and-more…“ mehr als nur ein Workshop

In diesem Jahr ist es wieder soweit: zum vierten Mal findet der „Rock-Pop-and-more…“ Workshop für jugendliche Musiker statt. 5vier spricht mit dem Organisator Lothar Zengerling.

Foto: {link url="http://www.rock-pop-and-more.de/"}Rock Pop and more{/link}

Lothar Zengerling ist nicht unbedingt die Person, die man sich vorstellt, wenn man an den Organisator einer Rock- und Popmusik Workshops denkt. Aber der Eindruck täuscht. Der 55-jährige Familienvater kann mehr als 30 Jahre Erfahrung als Keyboarder in verschiedenen Coverbands für sich verbuchen. Heute ist er der Organisatorische Leiter des von der Musikstiftung Trier Land e.V. veranstalteten Workshops „Rock-Pop-and-more…“.

Ein einzigartiges Projekt

„Die Idee für den Workshop ist 2005 entstanden“, erklärt Zengerling, „Der Bürgermeister der Verbandsgemeinde Trier-Land Wolfgang Reiland, ein guter Freund und ehemaliger Bandkollege, trat an mich heran und fragte, ob ich eine Idee für ein neues Projekt der Musikstiftung hätte.“

Die zündende Idee kam Lothar Zengerling im eigenen Heim.

„Unser Sohn spielt Piano, hatte es aber trotz allen sozialen Medien, wie Facebook, nicht geschafft eine Band aufzutun, in der er spielen konnte. So kam ich auf die Idee, einen Workshop für jugendliche Musiker anzubieten, der es ihnen ermöglicht, einen Platz in einer Band zu finden. Zusammen mit Ben Heit von der Jazz und Rock School Trier, der mir von meinem Freund Marcus Hübner empfohlen wurde, entwarfen wir dann das vollständige Konzept.“

Nachhaltige Bands zusammenführen

Die Idee von „Rock-Pop-and-more…“ ist eigentlich ganz einfach. Der Workshop sollte helfen, junge Musiker und Bands aus der Garage hinaus auf die Bühne zu bringen. Dafür engagiert die Musikstiftung Profidozenten, die dann die bis zu neun Bands mit 60 bis 70 Musikern im Alter von 14 und 21 Jahren für ein Wochenende coachen. Dabei soll es nicht nur um den Umgang mit dem Instrument gehen, sondern auch um das Zusammenspiel als Gruppe und die Bandperformance auf der Bühne. Die gesamte Rock-Pop Besetzung wird abgedeckt: Bläser (Trompete, Posaune, Saxophon), Gitarre, Bass, Drums, Keyboards, Piano und Gesang. Der Workshop dauert insgesamt drei Tage und wird mit einem großen Konzert in der Kultur- und Marktscheune Welschbillig auf einer großen Profi-Bühne abgeschlossen.

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2006 wurde der erste Workshop im Jugendhilfezentrum Don Bosco Helenenberg (wo er seitdem regelmäßig unterkommt) abgehalten und war ein Riesenerfolg. Der Rock Pop and more Workshop wird mit wachsendem Erfolg alle zwei Jahre angeboten. „Wir wollen nicht nur Musikstunden bieten“, erklärt Zengerling, „Das „more“ in „Rock-Pop-and-more…“ steht für die Erfahrungen, welche die Jugendlichen machen, wenn sie in der Gruppe zusammenspielen und lernen. Dadurch, dass die Teilnehmer drei Tage und zwei Nächte zusammen sind werden aus Bandkollegen schnell Freunde und es entstehen nachhaltige Formationen.“

Bands, die sich bei Rock-Pop-and-more… gefunden haben können sich zudem auch für ein Bandfeature bewerben und beim nächsten Workshop erneut teilnehmen. So werden die Bands, die sich bei dem Workshop zusammenfinden auch über das Wochenende hinaus nachhaltig gefördert.

Internationale Dozenten

Im September dieses Jahres geht der Rock Pop and more Workshop zum vierten Mal an den Start – und es gibt einige große Neuigkeiten. „Wir konnten dieses Jahr internationale Dozenten für unser Projekt gewinnen“, meint Lothar Zengerling nicht ohne Stolz.

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Die künstlerische Leitung wird Günter Werno übernehmen. Werno spielt seit 1989 bei der bekannten Metalband „Vanden Plas“ und wird beim Workshop zudem als Dozent für Piano und Keyboard tätig sein.

Trompeter werden von Rüdiger Baldauf gecoacht. Der Kölner spielte schon mit dem Orchester „Paul Kuhn“ und dem United Jazz & Rock Ensemble – am bekanntesten ist er wohl aber durch seinen Platz als Trompeter bei der „TV Total“ Bigband, den Heavytones.

Ebenfalls mit dabei sind Raoul Walton, Bassist für Größen wie Brian Eno und Marius Müller-Westernhagen und Chitral Somapala aus Sri Lanka, der schon Frontmann bei „Court Jester“, „Avalon“ und „Faro“ war. Weitere Größen stehen auf der Liste, ihre Namen werden aber zu diesem Zeitpunkt noch nicht verraten.

Die Begeisterung ist der Lohn

Mit einer solch prominenten Besetzung dürfte der Workshop schnell ausgebucht sein. Für Lothar Zengerling gibt es noch viel Arbeit zu tun – die Organisation des Projektes nimmt einen großen Teil seiner Freizeit in Anspruch.

„Ich mache das ehrenamtlich“, erklärt er, „Die Teilnehmer nehmen das Projekt mit Euphorie und Begeisterung auf. Aus den bisherigen Workshops sind sieben Bands entstanden, die nachhaltig Fuß fassen konnten – das ist Lohn genug für die ganze Arbeit.“

5vier wird euch über alle Neuigkeiten zum Rock-pop-and-more Workshop informieren. Für alle weiteren Fragen schaut einfach auf der Seite des Projektes vorbei: http://www.rock-pop-and-more.de.

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