Trierer Student bereist die Stadien der Welt

"Groundhopping" als Leidenschaft

Während es viele Fußballfans jedes Wochenende in die Spielstätte des jeweiligen Lieblingsklubs zieht, will der Trierer Student Philipp Bohnerth und seine Freundin Kristine Lui mehr sehen. Nicht nur am Wochenende, sondern auch teilweise unter der Woche besuchen sie verschiedene Stadien, um der Fankultur verschiedener Nationen auf den Grund zu gehen.

„Groundhopping“ nennt sich der Trend, den der gebürtige Saarländer und die aus Hong Kong stammende Asiatin betreiben und beschreibt den Versuch, Spiele in möglichst vielen Ländern gesehen zu haben. Dabei spielt die Ligenzugehörigkeit erstmal keine Rolle, denn von Bundesliga bis Kreisliga ist so ziemlich alles erlaubt. Festgehaltene Regeln dafür gibt es nicht, jedoch herrscht eine relative Einigkeit darüber, dass man schon ein ganzes Spiel (mindestens 45 Minuten) in einem „Ground“ (Sportplatz, Stadion) sehen sollte. Dabei zählen nur Pflicht- oder Testspiele, jedoch keine Stadionbesichtigungen, wie sie viele größere Clubs anbieten.

Trierer Student besucht Spiel in Shanghai

Gegründet haben die Beiden ihre Gruppe, die sie „Grenzenlos Groundhopping“ nennen, erst 2016, individuell sind sie jedoch schon viel länger aktiv. In der Heimatregion des Trierer Studenten im Saarland sind die meisten Spiele eher mau besucht, weshalb es ihn in andere Stadien zog, auch und vor allem ins Ausland. „Die Eindrücke der fernen Länder, kombiniert mit einem Stadionbesuch sind für uns einfach einzigartig und unsere Art, Urlaub zu machen und Stück für Stück die Welt zu bereisen,“ beschreibt er die Gründe für das viele Reisen. Seit 2016 haben die beiden, die mittlerweile zusammen im Trierer Umland leben, neben dem Studium 7 verschiedene Länder bereist, vom nahen Belgien über Tschechien bis hin nach China und Japan. Die Reiserei ist mal mehr und mal weniger intensiv, je nach Dicke des Geldbeutels sind am Wochenende dann auch mal Ausflüge zum lokalen Fußball geplant, der speziell für Kristine Lui etwas ganz Besonderes ist, da in ihrer Heimat die Fankultur nicht so ausgeprägt ist wie hier in Deutschland.

Trierer Student besucht Spiel in Leipzig

 

Das alles halten die Beiden auf ihrer Webseite und den einschlägigen sozialen Netzwerken, wobei Philipp Bohnerth auf Instagram anfing, die ersten Bilder von ihren Reisen fotografisch festzuhalten. Die ausführlichen Spielberichte, die regelmäßig auf ihrer Webseite www.grenzenlosgroundhopping.com hochgeladen werden, gehören zu jeder Tour selbstverständlich dazu. Auch Spielzusammenfassungen werden seit kurzem auf Youtube veröffentlicht. Für das Paar spielt nicht nur das Fanerlebnis eine Rolle, sondern auch der Fußball als Sportart soll dabei nicht zu kurz kommen. Bei all dem vielen Reisen betont Philipp Bohnerth jedoch, dass für sie vor allem die deutschen Kurven interessant sind. Sie bewundern die Tatsache, dass die deutsche Fankultur selbst in unteren Ligen Bestand hat.

 

Die nächsten Touren führen die Beiden ins Mutterland des Fußballs nach England, bevor eine weitere Asien-Reise ansteht. Um die günstigsten Flüge zu ergattern werden die gängigen Reisewebseiten ständig im Auge behalten. Dadurch erwischen sie eigentlich immer die günstigsten Angebote. Zum „Groundhopping“ gehört also auch ein durchdachtes Reisemanagement, das die Reisen zu den Wunschstadien ermöglicht und den Geldbeutel nicht zwingend sprengen muss.

 

Wir sind gespannt auf die nächsten Berichte und Bilder aus den Fußballstadien der Welt und können euch die sozialen Kanäle von „Grenzenlos Groundhopping“ auf Instagram, Facebook und Youtube nur wärmstens ans Herz legen.

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