Türchen 17: Torhüter an der Grenze zum Wahnsinn

Ein Adventskalender im Januar? Spinnen die bei 5vier.de denn jetzt komplett? Nicht ganz, denn kaum einem Termin fiebert der fußballbegeisterte Leser am Anfang des neuen Jahres so sehr entgegen, wie dem Ende der ungeliebten Winterpause. Am 28. Januar rollt in der Region endlich wieder der Ball. Als erste Mannschaft nimmt Regionalligist Eintracht Trier wieder den Spielbetrieb auf und hofft im Heimspiel gegen Idar-Oberstein an die guten Leistungen der Hinrunde anknüpfen zu können.

Wir versuchen, euch die Wartezeit etwas zu verkürzen. In 28 Folgen präsentiert 5vier.de jeden Tag eine kleine Geschichte aus der verrückten Fußballwelt. Heute gibt es Teil 17!

Der Ball ist nicht immer der beste Freund des Torwarts (Foto: Andreas Maldener)

Türchen 17: Torhüter an der Grenze zum Wahnsinn

Eigentlich könnte man das heutige Türchen kurz halten, denn bei legendären Torwartpatzern fällt einem unweigerlich ein einziges Tor ein. Im April 2002 war es Tomislav Piplica, dem in Diensten von Energie Cottbus ein Fauxpas unterlief, der bis heute in keinem Kuriositätenkabinett fehlen darf. Im Spiel gegen Borussia Mönchengladbach schoss Marcel Witeczek etwas unbeholfen aus 16 Metern auf den von Piplica gehüteten Kasten. Ein Cottbusser Abwehrbein fälschte den Ball ab, der Rest ist Geschichte. Von Stefan Raab bekam Piplica schließlich sogar den Spottpreis „Raab der Woche“ verliehen.

Das Drama um Khalid Askri

Einer der tragischsten Helden des Fußballjahrs 2011 war zweifellos der Marokkaner Khalid Askri. Im Pokalspiel seines Vereins FAR Rabat gegen Maghreb Fes parierte er im Elfmeterschießen einen Strafstoß und ließ sich gebührend feiern, das obligatorische Küssen des Vereinswappens auf der Brust durfte natürlich nicht fehlen. Doch dann ging alles schief…

Das Pokalaus nach Askris Aussetzer war allerdings nicht das einzige Negativerlebnis für den bedauernswerten Torwart. Zwei Wochen später schien es um das Nervenkostüm der frischgebackenen Youtube-Berühmtheit immer noch besonders gut bestellt zu sein. Nach einem erneuten Patzer verließ Askri schließlich fluchtartig den Platz.

England und seine Torhüter

Zweifellos gehören die Euroskeptiker von der Insel zu den größten Fußballnationen der Welt, doch eine weniger willkommene Tradition schleppen die Briten nun schon seit vielen Jahren mit sich herum. Gemeint ist ausnahmsweise nicht das übliche Versagen vom Elfmeterpunkt, sondern ein stetiger Unsicherheitsfaktor zwischen den Pfosten. Eigentlich müsste sich Verzweiflung breitmachen, wenn sich ein englischer Nationaltrainer die deutschen Optionen auf der Torwartposition vor Augen führt: Manuel Neuer, Marc-André ter Stegen, Rene Adler, Ron-Robert Zieler: Die Liste ließe sich fast beliebig fortführen. Auch wenn mit Joe Hart im Moment ein verlässlicher Keeper gefunden zu sein scheint, ist die jüngere Geschichte ein Horrorkabinett für die Fans. So patzte zum Beispiel Robert Green bei der WM 2010 spektakulär im Spiel gegen die USA:

Immerhin hatte England 2010 die Qualifikation geschafft, denn das war der Mannschaft zur Europameisterschaft 2008 gründlich misslungen. Gleich im ersten Spiel gegen den späteren Gruppensieger Kroatien verlor Torwart Paul Robinson den Kampf gegen einen Rückpass und einen Platzfehler:

„Wenn der Ball am Torwart vorbei geht, ist es meist ein Tor.“ – Mario Basler

Natürlich ist der Torwart der ärmste Mensch im Stadion, wenn ihm ein solcher Patzer unterläuft und ihn unzählige Kameras bei seiner Panne beobachten. Nur in den seltensten Fällen rettet ein Verteidiger in seinem Rücken, meist bedeutet ein Fehler gleich ein Tor. Aber Hand aufs Herz: Wer von uns schaut sich solche Szenen nicht gerne auch noch in der hundertsten Wiederholung an? Am Ende noch ein Fall für die Regelkundler unter uns. War dies ein korrekter Treffer oder hätte der Schiedsrichter Aston Villas Torwart Peter Enckelmann in dieser Szene retten können?

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