Türchen 18: Verrückte Tore von Orkanen und Phantomen

Ein Adventskalender im Januar? Spinnen die bei 5vier.de denn jetzt komplett? Nicht ganz, denn kaum einem Termin fiebert der fußballbegeisterte Leser am Anfang des neuen Jahres so sehr entgegen, wie dem Ende der ungeliebten Winterpause. Am 28. Januar rollt in der Region endlich wieder der Ball. Als erste Mannschaft nimmt Regionalligist Eintracht Trier wieder den Spielbetrieb auf und hofft im Heimspiel gegen Idar-Oberstein an die guten Leistungen der Hinrunde anknüpfen zu können.

Wir versuchen, euch die Wartezeit etwas zu verkürzen. In 28 Folgen präsentiert 5vier.de jeden Tag eine kleine Geschichte aus der verrückten Fußballwelt. Heute geht es im 18. Türchen um kuriose Tore.

Tore sind im Fußball das Salz in der Suppe. Noch mehr Würze haben sie, wenn sie kurios fallen. Foto: Anna Lena Grasmück

Tore sind im Fußball das Salz in der Suppe. Wenn sie fallen, löst das bei Fans oft Ekstase pur auf den Rängen auf. Umso größer ist die Freude, wenn die Treffer möglichst kurios fallen, weil dann im größten Jubel sicherlich immer ein Stück Schadenfreude mitschwingt. Daher verleihen witzige Tore eine besondere Würze. Der US-Torhüter Tim Howard erzielte jüngst wieder ein Tor dieser Art, das Fußballgeschichte schrieb. Für den Premier-League-Klub FC Everton wollte er einen Ball nur so weit wie möglich nach vorne schlagen, was ihm auch eindrucksvoll gelang. Aus 90 Metern landete der Befreiungsschlag im Tor der bemitleidenswerten Bolton Wanderers.

Der Keeper beschwor anschließend, kräftige Unterstützung vom Rückenwind genossen zu haben. Ein Glück. Denn was passiert, wenn der Wind einem an gleicher Stelle kräftig ins Gesicht weht, erlebte Oliver Wiedemann vom Kreisligisten TSV Grunbach, als 2010 der Orkan „Xynthia“ über den Fußballplätzen tobte. Sein Bumerang-Abstoß schrieb überregionale Schlagzeilen. Ein Trost: Der Schiedsrichter hätte nicht Tor, sondern Ecke geben müssen.

Doch nicht alle irregulären Tore sorgen für solche Lacher. Thomas Helmer gelang 1994 ein historischer Treffer, der sogar die Deutsche Meisterschaft entschied. Und das, obwohl der Ball nie die Linie überquerte und das Tor nicht berührte. Helmer traf für den FC Bayern zum 1:0 gegen den 1. FC Nürnberg zum sogenannten, ominösen „Phantomtor“.

Phantomtor, ein neues Wort war geboren. Ein Fall für Uri Geller war wohl auch dieser Treffer von Christian Tiffert für den MSV Duisburg.

Kuriose Tore und ihre Geschichten machen aber auch ein Stück Fußball aus, weil sie für die Unberechenbarkeit des Spiels stehen. Weil sie immer und auf jede Weise fallen können, ob durch eine Grätsche wie von Sebastian Langkamp gegen Leverkusen oder einen Einwurf wie von Uwe Reinders 1982. Und meistens dann, wenn man nicht damit rechnet.

Und der…

Doch eine Lektion lehrt der Fußball. Nicht immer, wenn ein Tor „fällt“, wird gejubelt. Das zeigte sich im Champions-League-Halbfinale 1998 zwischen Real Madrid und Borussia Dortmund. Die RTL-Crew um Günther Jauch und Marcel Reif ging mit der ungewöhnlichen Zwangspause aber durchaus gekonnt um.

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