Uni Trier: 6.500 Besucher haben Mathematik angefasst und begriffen

Beachtliche Bilanz der dreiwöchigen Ausstellung an der Uni Trier

Mit einem solch großen Interesse haben die Mathematiker der Universität Trier nicht gerechnet: 6.500 Besucher haben die Ausstellung „Mathematik zum Anfassen!“ erlebt.

„Dass Mathematik derart begeistern kann, hat uns überrascht und sehr gefreut“, resümierten die Organisatoren Professor Sven de Vries und Bianca Schröder. Drei Wochen lang haben Menschen aller Generationen bis Anfang März an der Universität Mathematik von einer anderen Seite kennengelernt: knifflig, spannend und unterhaltsam.

Seifenhaut

Foto: 5vier-Archiv

4500 Schüler bildeten die größte Besuchergruppe. Sie kamen aus Rheinland-Pfalz, dem Saarland und Luxemburg, eine Klasse reiste sogar aus Köln an. An der Universität erwartete die Schulklassen ein Bonusprogramm: Universitätsdozenten brachten den Kindern und Jugendlichen in Vorträgen und Präsentationen altersgerecht mathematische Themen nahe. „Wenn man Spaß an etwas hat und dabei lernt ohne es zu merken, ist das ein Idealfall“, erläuterte Sven de Vries den speziellen Geist von Ausstellung und Begleitprogramm. Die besondere Faszination verbildlichte eine junge Schülerin, die von einem Experiment derart in den Bann gezogen war, dass ihre Klasse längere Zeit vergeblich nach ihr suchte.

„Die Schüler haben nicht nur Mathematik, sondern auch die Universität zum Anfassen erlebt“, hält Bianca Schröder vom Ada-Lovelace-Projekt den Organisationsaufwand für eine gute Investition in den Bekanntheitsgrad der Disziplin Mathematik, des Studienfachs und der Universität Trier.

Im Rahmenprogramm boten die Veranstalter Fortbildungen für Lehrer und insgesamt vier populärwissenschaftliche Vorträge an, die ebenfalls durchweg ein großes Publikum fanden. In den nachmittäglichen und abendlichen Öffnungsstunden und an den Wochenenden gehörte die Ausstellung überwiegend Familien und älteren Besuchern. Ein Beleg dafür, dass die vom Mathematikum der Uni Gießen konzipierte und in Trier von der dortigen Universität um einige Exponate erweiterte Wanderausstellung keine Frage des Alters ist.

Dass gegen Ende mehrfach wegen einer Verlängerung oder Wiederholung der Ausstellung angefragt wurde, dürfen sich die Verantwortlichen wohl als größtes Kompliment für ihre Arbeit gutschreiben.

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