Uni Trier: Joachim Latacz erhält den Ausonius-Preis

Baseler Professor ist ein führender Homer-Spezialist – Festveranstaltung im Juli

Der Ausonius-Preis 2014 wird an den Baseler Gräzisten Prof. em. Dr. Joachim Latacz in Anerkennung seines wissenschaftlichen Gesamtwerks verliehen. Die Auszeichnung wird im jährlichen Wechsel von den Fachbereichen II und III der Universität Trier vergeben. Die Festveranstaltung findet am Freitag, 11. Juli, um 18 Uhr in Hörsaal 1 der Universität Trier statt. Der Preisträger wird in seinem Festvortrag „Fragen an Homers Achilleus“ stellen. Das Preisgeld in Höhe von 1.500 Euro wird in diesem Jahr von der Sparkasse Trier gestiftet.

Sommerfest Uni

Foto: 5vier-Archiv

Prof. Dr. Joachim Latacz gilt als einer der führenden Homer-Spezialisten. Der emeritierte Professor für Griechische Philologie der Universität Basel leitet gemeinsam mit Prof. Anton Bierl das an der Universität Basel angesiedelte Projekt „Basler Homer-Kommentar“, das die Erstellung eines wissenschaftlichen Gesamtkommentars zu Homers Epos „Ilias“ anstrebt.

Hohen Bekanntheitsgrad erreichte Latacz durch seine Zusammenarbeit mit dem Archäologen und Troja-Grabungsleiter Manfred Korfmann. Eine gemeinsame Ausstellung „Troia – Traum und Wirklichkeit“ in den Jahren 2001 und 2002 lockte in einigen deutschen Städten mehr als 800.000 Besucher an.

Prof. Dr. Joachim Latacz wurde 1934 im oberschlesischen Kattowitz geboren. Er studierte Altertumswissenschaften in Halle/Saale, Berlin und Hamburg. 1963 wurde er an der Freien Universität Berlin mit einer Arbeit zum Wortfeld „Freude“ in der Sprache Homers promoviert. Von 1966 bis 1972 war er als wissenschaftlicher Assistent an der Universität Würzburg tätig, wo er sich 1972 habilitierte. 1978 wurde Latacz zum Professor für Klassische Philologie (Gräzistik) an der Universität Mainz ernannt. 1981 folgte er einem Ruf an die Universität Basel auf die Professur für Griechische Philologie. Nach seiner Emeritierung im Jahr 2002 wurde ihm 2004 im Odeion von Troia der türkische Homer-Preis überreicht.

 

 

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