Nachrichten: Verbraucherzentrale warnt vor E-Mails mit gefährlichem zip-Anhang

Foto: Lars Eggers

Die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz warnt vor gefährlichen E-Mails. Die Mails kommen mit dubiosen Zahlungsaufforderungen und Anhängen, in denen sich Schadsoftware verstecken könnte.

Vor E-Mails mit gefährlichem zip-Anhang warnt die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz. Massenweise landeten sie in den letzten Tagen in elektronischen Postfächern. Die Betroffenen sollen sich angeblich für ein „Mail Upgrade“ eingetragen und so eine Mitgliedschaft abgeschlossen haben, mit der sie „jetzt bis zu 650 Kurzmitteilungen pro Monat gebührenfrei versenden“ könnten. Für diesen Service, an dessen Buchung sich keiner der Verbraucher erinnert, sollen sehr unterschiedliche Beträge „von Ihrem Bankkonto abgeschrieben“ oder auch „von Ihrem Konto abgebucht“ werden, heißt es in der Mail. Mal sind es 96,26 Euro, mal 376,69 Euro oder auch 482,99 Euro.

Die Mails stammen stets von kryptischen Absenderadressen wie etwa „clintuscan@cs.com“ oder „claudioalcerro@cablecolor.com“. Wer sich dahinter verbirgt, ist nicht zu erkennen. Alle Nachrichten enden nur: „Mit freundlichen Grüßen, Ihr Kundenservice“. Im Anhang der E-Mail befindet sich eine zip-Datei. Diesem Anhang sollen die Empfänger „die Zahlungsaufforderungen“ entnehmen. Dort fänden sie auch das Formular für die zweiwöchige Kündigungsfrist. Die Empfänger sind sich jedoch sicher, keinen Vertrag über ein „Mail Upgrade“ abgeschlossen zu haben. Kein Wunder, denn es handelt sich um Spam-Mails. Eine Zahlungsverpflichtung besteht nicht.

Andere Betroffenen wiederum erhalten per E-Mail eine Rechnung, die angeblich von der Telekom Deutschland GmbH stammt. Auch diese E-Mails haben einen Anhang mit einer zip-Datei, die aber nicht die aktuelle Rechnung beinhaltet, sondern ebenfalls eine Schadsoftware, die den Rechner infiziert. Da diese einer echten Telekom-Rechnung täuschend ähnlich sieht, sollten die Empfänger sehr vorsichtig sein.

„Solche E-Mails sollte man am besten gleich löschen“, so Martina Totz von der Verbraucherzentrale. Sie rät Betroffenen nicht zu antworten und warnt ausdrücklich davor, den Anhang zu öffnen. Sonst besteht die Gefahr, sich Schadprogramme einzufangen, die auf dem Rechner Daten ausspähen können. Deshalb der Rat: Die Mail am besten gleich in den Ordner „Trash“ (Papierkorb) verschieben. Wer dennoch die zip-Datei geöffnet hat, sollte am besten einen Computerfachmann um Hilfe bitten.

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Kommentare (4)

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  1. Karlheinz Schulz sagt:

    Diesen Windows-Herstellungsdienst gibt es gar nicht. Ich habe über den abgesicherten Modus die Systemwiederherstellung gestartet, nach einem anschließenden Neustart lief mein System wieder, ich musste nur mit dem Virenscanner mehrere Trojaner beseitigen

  2. Rabold Werner sagt:

    Hallo,ich kann auch nach einer dubiosen E-mail meinen Computer nicht mehr starten und auf dem Bildschirm kommt nur der Windows Wiederherstellungsdienst.Vielleicht kann mir jemand sagen wie ich mein System wieder herstellen,oder gibt es eine andere Möglichkeit den Fehler zu beheben?

  3. E.Gonschorek sagt:

    Ich habe auch eine Zahlungsaufforderung erhalten, aber diese Firma gibt es nicht und die Straße gibt es in Google Maps auch nicht. Ich habe alles parallel im Internet Explorer 8 kontrolliert.Dann die E-Mail gelöscht und die Löschung auch geleert, bitte haltet euren Virenscanner immer aktuell.

  4. Karlheinz Schulz sagt:

    Ich hatte aus Versehen die „Telekom-Rechnung“ einschließlich zip-anhang geöffnet und konnte anschließend mein System nicht mehr starten, auf dem Bildschirm erschien der „Windows-Wiederherstellungsdienst“ mit der Mitteilung, dass sämtliche Datenträger jetzt verschlüsselt seien und nur für einen Betrag von 100 EUR wiederhergestellt werden könnten. Nach einer Systemwiederherstellung lief mein System wieder, der Virenscanner entfernte anschließend 5 Trojaner

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