Vermisste Trierer Berühmtheit tot

Im Wald wurden Gebeine gefunden und jetzt hat man Gewissheit

Mit Rauschebart und Holzstock ging er einst durch die Innenstadt. Knochen wurden in einem Wald abseits der Stadt entdeckt. Leider gehören sie zu dem Trierer Unikat.

Trier. Der seit Juli 2014 vermisste 88-jährige Alois L. ist tot. Das ist das Ergebnis rechtsmedizinischer Untersuchungen von Knochen, die Anfang Oktober in einem Wald bei Salmtal gefunden worden waren.

Polizei Knochen Text

Eine Pilzsammlerin hatte am 4. Oktober einen Herrenstiefel und Knochenteile im so genannten Hexengraben, einem Waldstück bei Salmtal, gefunden und die Polizei gerufen. Suchmaßnahmen der Polizei führten zu weiteren Knochenfunden. Aber sie erbrachten zunächst keine Hinweise auf die Herkunft der Knochen und des Stiefels. Erst eine gerichtsmedizinische Untersuchung und ein Abgleich mit den polizeilichen Dateien über ungeklärte Vermisstenfälle erbrachte jetzt die Gewissheit: Schuh und Knochen gehören zu dem 88-Jährigen, der seit dem 24. Juli 2014 vermisst war. L. war aufgrund seiner markanten Erscheinung in Trier bestens bekannt. Seine besonderen Kennzeichen waren sein langes, weißes Haar und sein langer, weißer Bart. Der kleine, hagere Mann hielt sich überwiegend im Trierer Stadtgebiet auf, wobei er einen Besenstiel als Gehstock nutzte. Er hatte persönliche Verbindungen nach Salmtal.

Nach den bisherigen polizeilichen Ermittlungen gibt es keine Hinweise auf ein Fremdverschulden am Tod des Mannes. Das Fehlen weiterer Leichenteile und Reste der Kleidung erklären sich die Ermittler mit Wildtierfraß und Verschleppen durch Tiere.

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