Vorschau: Wittlicher Abstiegsnöte treffen auf starke Mosella

Gelingt der SG Wittlich/Lüxem endlich der zweite Sieg der Saison? Beim Derby gegen Mosella Schweich spricht Trainer Frank Meeth vom ersten Endspiel im Tabellenkeller. Heimspiele haben der SV Morbach und der FSV Tarforst, die U23 von Eintracht Trier reist an den Rhein.

SG Wittlich/Lüxem – Mosella Schweich (Samstag, 18 Uhr)

Schweich-Lüxem„Wir kennen die Situation der Wittlicher ganz genau, in der letzten Saison erging es uns in der Hinrunde ähnlich“, erinnert sich Eric Schröder, Trainer von Mosella Schweich. Denn genau wie sein Team im vergangenen Jahr kann die SG Wittlich/Lüxem nur eine geringe Punkteausbeute vorweisen. Magere drei Zähler stehen bei der SG auf dem Konto, das bedeutet die rote Laterne in der Tabelle. „Es wird ein sehr schweres Spiel, das wird Überlebenskampf pur“, prophezeit Schröder. Sein Pendant Frank Meeth spricht bereits vom ersten Endspiel der Saison. „Für uns hat das Spiel eine enorme Wichtigkeit. Schweich spielt eine tolle Runde, hat seine Punkte aber fast ausnahmelos zu Hause geholt. Ohne sie schlecht zu machen: Gegen wen sollen wir noch gewinnen, wenn nicht am Samstag dieses Heimspiel?“ Ganz klar, Wittlich ist unter Zugzwang, was die Schweicher nutzen möchten. „Sie müssen investieren, was automatisch Räume für uns bedeutet. Wir werden unsere Möglichkeiten bekommen“, so Schröder, dessen Team in der Ferne bislang noch kein Sieg gelang. Zwar war das Auswärtsprogramm straff, doch den Großteil der Punkte (15 von 16) sammelte die Mosella, wie Frank Meeth ebenfalls anspricht, zuhause.

Eines haben beide Mannschaften gemeinsam: Sie mussten am Mittwoch im Rheinlandpokal ran und schieden aus. Mosella Schweich zog gegen den Oberligisten SV Mehring den Kürzeren (0:3, 5vier berichtete). Spannender war das Spiel der Lüxemer, die der SG Ellscheid mit 2:3 unterlagen und in eine kräfteraubende Verlängerung mussten. Trotzdem zieht Meeth ein positives Fazit zu der Pokalniederlage: „Wir haben die Defensivleistung und die Ordnung verbessert, nachdem wir so viele Tore kassiert haben. Das ist auch die Basis für das Spiel am Samstag, über die wir unsere spielerische Linie wiederfinden wollen.“

SG Mülheim-Kärlich – Eintracht Trier U23 (Sonntag, 14:30 Uhr)

Der Gegner der jungen Eintrachtler, die SG Mülheim-Kärlich, sorgte am Mittwoch für Aufsehen und schmiss den ambitionierten Titelkandidat FC Karbach mit 2:1 aus dem Rheinlandpokal. „Sie sind ein guter Gegner. Und natürlich werden wir nach zwei Siegen nicht überheblich“, stellt SVE-Trainer Herbert Herres klar. „Wir werden auch am Sonntag wieder eine sehr junge Truppe stellen.“ Denn wie am vergangenen Wochenende, als vier U19-Spieler und drei 19-Jährige spielten, wird Herres auch am kommenden Wochenende Akteuren aus der A-Jugend Chancen geben. Neben Sebastian Schmitt und Joscha Kautenburger, die beide noch in der Jugend spielen könnten und ohnehin schon zum Stammpersonal der U23 gehören, gilt ein Einsatz von Matti Fiedler und Dominik Thömmes als wahrscheinlich. Insbesondere Torhüter Dominik Thömmes, Sohn von Eintracht-Legende und Co-Trainer Rudi Thömmes, kann sich Hoffnungen machen. Stammtorhüter Jens Freis laboriert mit einer Zerrung, der zweite Torhüter Philipp Rommelfanger wurde in diesem Jahr schon zwei Mal an der Patellasehne operiert und fällt weiter auf unbestimmte Zeit aus.

SV Morbach – FC Karbach (Sonntag, 14:30 Uhr)

Morbach-WittlichIm Rheinlandpokal gab sich der SV Morbach keine Blöße und gewann gegen den Bezirksligisten TuS Feldkirchen mit 2:0. In der Liga erwartet den SVM aber ein ganz anderes Kaliber, denn am Sonntag gastiert der Meisterschaftsfavorit aus Karbach im Alfons-Jakobs-Stadion, aktuell belegt der „FCK des Hunsrücks“ mit 26 Punkten den Spitzenplatz der Rheinlandliga. Thomas Klasen, Marko Gietzen, Patrick Schmidt und Nenad Lazarevic: Die Liste der Akteure mit Regional – oder sogar Zweitligaerfahrung der Karbacher ist lang. „Wenn man sieht, welche Leute Karbach hat, brauchen wir nicht auf einen schlechten Tag von ihnen spekulieren“, vermutet der Morbacher Coach Rainer Nalbach. Zuhause hat der SVM bislang eine weiße Weste und musste im Hunsrück noch keine Niederlager hinnehmen. „Wir müssen höchst konzentriert in das Spiel gehen und über uns hinauswachsen“, so Nalbach weiter, bei dem Florian Galle und Andre Petry angeschlagen waren, am Wochenende aber spielen sollen.

FSV Tarforst – SG Mendig (Samstag, 17:30 Uhr)

Am Samstag gastiert ein gefährlicher Aufsteiger in der Tarforster Autoland-Arena. Der Aufsteiger aus der Osteifel, die SG Mendig, kommt mit einer starken Offensivabteilung (21 Tore) nach Trier. Tarforst ist gewarnt, denn die Mendiger enorm Auswärtsstark. Einen Vorteil hat der FSV aber jetzt schon: Während die Gäste eine kräftezehrende Pokalniederlagen gegen den TuS Koblenz hinnehmen musste, konnte der FSV während der Woche optimal regenerieren und trainieren. Wie Trainer Patrick Zöllner schon in der Vorwoche betonte, möchte er und sein Team schnellstmöglich die 20-Punkte-Marke durchbrechen. Durch den Sieg gegen die Sportfreunde Eisbachtal (3:1 am vergangenem Samstag) fehlt den Trierern hierzu nur noch ein Punkt.

+++Rheinlandliga in Kürze+++

Prominenter Zuwachs in der Rheinlandliga: Die Spvgg. EGC Wirges hat am Montag Jürgen Kohler als neuen Trainer vorgestellt. Der Fußballweltmeister von 1990 beerbt damit Hansi Pörtner, der das Amt interimsweise von Michael Pflug übernahm. Zuletzt war Kohler bei seinem Heimatverein Waldhof Mannheim als Sportlicher Leiter tätitg.

 

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