Vortrag an der Uni Trier: Wie sich Deutsche, Slawen und Russen sehen

Professor Löwe beleuchtet „Wahrnehmungen und Fehldiagnosen“

„Deutsche, Slawen, Russen: Wahrnehmungen und Fehldiagnosen“ – zu diesem Thema hält Heinz-Dietrich Löwe, Professor für Osteuropäische Geschichte an der Universität Heidelberg, den nächsten Vortrag im Rahmen der öffentlichen Ringvorlesung der Universität Trier.

Trotz eines jahrhundertelangen Kontakts wurde mit der Aufklärung Osteuropa als das europäische „Andere“ definiert. In Deutschland radikalisierte sich diese Ansicht und man bezeichnete die dort lebenden Slawen als kulturell niedrig stehend, im Dritten Reich sogar als Untermenschen. In Russland sagte man sich dagegen seit der Mitte des 19. Jahrhunderts zunehmend vom europäischen Modell los. Unter teils grotesker Blindheit für die Realitäten sah man die eigene Kultur und politische Struktur als vom Ursprung eigenständig und in jeder Hinsicht als überlegen an. Dass solche Entwicklungen sich verheerend auswirkten und dass die damals geformten Vorurteile und Stereotypen zum Teil heute noch fortwirken, gibt dem Thema des Vortrags seine Aktualität.

Die öffentliche Ringvorlesung der Universität Trier wird in diesem Jahr vom Fach Slavistik organisiert und steht unter dem Titel „Wendezeiten – Russland und Deutschland im Dialog“.

Der Vortrag beginnt am Mittwoch, 15. Januar, um 18.15 Uhr in Hörsaal 8 (Gebäude D) der Uni Trier.

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