Warum ‚Wachstum‘ auf Kosten der Menschen geht

Von Begriffen zum Begreifen. Krise, Wert und Mensch bei Marx

 

Prof. Dr. Hüning (Universität Trier) referiert in seinem Vortrag über das sogenannte „Wertgesetz“, das Marx zu Beginn des ersten Bandes seines Hauptwerkes „Das Kapital. Zur Kritik der Politischen Ökonomie“ behandelt. Es soll gezeigt werden, dass die lebendige Arbeit die Substanz und Quelle des Reichtums der kapitalistischen Gesellschaft ist, dass aber gerade diese Eigenschaft der Arbeit für diejenigen, die sie verrichten müssen, ein bleibendes Problem darstellt. Die immanente Tendenz der kapitalistischen Produktionsweise, die Warenproduktion permanent auszuweiten, d. h. immer mehr Waren zu produzieren und zu verkaufen, um auf diese Weise von Käufern mit zahlungsfähiger Nachfrage immer mehr Geld zu erzielen, führt zur Verlängerung der Arbeitszeit, zur Intensivierung der zu erbringenden Arbeitsleistung oder auch zur Ersetzung menschlicher Arbeitskraft durch entsprechende Maschinerie und Technologie. Die Beförderung des Wachstums, die sich alle Politiker auf die Fahnen geschrieben haben, geht einher mit der immer weiter zunehmenden Ausnutzung der Arbeitskraft – einen Sachverhalt, den Marx mit dem Terminus „Ausbeutung“ bezeichnete.

Im Anschluss an den Vortrag lädt das Karl-Marx-Haus zu einem kleinen Umtrunk ein.

 

Der Eintritt zur Veranstaltung ist frei. Um Anmeldung wird aus organisatorischen Gründen gebeten unter Mail info.trier@fes.de oder Tel: 0651/97068-0

 

Übersicht:

Vortragsreihe: „Von Begriffen zum Begreifen. ‚Krise‘, ‚Wert‘ und ‚Mensch‘ bei Marx“

Wann: 26. April 2017, 19.30 Uhr

Referent: Dieter Hüning

Thema des Abends: „Wertgesetz und Gesellschaftskritik im Kapital. 

Warum ‚Wachstum‘ auf Kosten der Menschen geht“

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