Weinkönigin besteht erste große Prüfung

Bärbel Ellwanger beweist ihr Können als Weinkönigin

Bärbel Ellwanger beweist mit Stöckelschuhen im Steilhang des Uniweinbergs vor 100 internationalen Gästen ihr Können als Weinkönigin.

Die Trierer Weinkönigin ist der Überraschungsgast im Uni-Weinberg: Langes, blaues, samtenes Kleid, blauer Tüll, gestickte blaue Blumen und grüne Blätter, Spitze und glitzernde Steinchen, ein Krönchen im goldenen, lockigen Haar – auf Absatzschuhen erklimmt Bärbel Ellwanger in ihrer edlen Robe, man könnte sagen mit ihrer Gefolgschaft, den Weinberg der Universität Trier.

Sie ist eine gefragte Frau. Seit ihrer Krönung auf dem Olewiger Weinfest repräsentiert Bärbel Ellwanger die Winzer Trier-Olewigs. An diesem Nachmittag trifft sie die Teilnehmer des internationalen Ferienkurses der Universität Trier. Die ahnten davon nichts, dass sie auf die Trierer Weinkönigin treffen. Der Universitätspräsident hatte die frisch gekürte Weinkönigin in den Universitätsweinberg eingeladen. Die Chancen für sein Anliegen standen nicht schlecht, denn Bärbel I. ist Studentin der Universität Trier.

Sie studiert Sinologie und Deutsch als Fremdsprache. In ihrem Studium und auch schon in ihrer Schulzeit war Ellwanger in China und Taiwan. Aus Taiwan kommt traditionell die größte Teilnehmergruppe des Ferienkurses. Damit konnte die Weinkönigin im Uni-Weinberg schon einhalten, was sich viele von ihrer Regentschaft erhoffen, dass sie ausländische Gäste in ihrer Muttersprache begrüßt und das nicht erst im Karl-Marx-Jahr 2018.

Fast 100 Personen sind aus 32 Nationen nach Trier gereist, um an der Universität Trier Deutsch zu lernen. In dem Ferienkurs bekommen die Deutschlerner nicht nur ein Sprachkursangebot, sondern auch Ausflüge und Freizeitevents geboten.

Die Sonne hat es an diesem Tag im Weinberg gut gemeint. Nach regenreichen Tagen, die die Trauben für den Uni-Wein groß und schwer werden ließen, versammeln sich die Teilnehmer des internationalen Ferienkurses im grellen Sonnenschein um ihre Majestät und den Universitätspräsidenten Prof. Dr. Michael Jäckel. Ihre Fragen: worin liegt der Unterschied zwischen lieblichem und trockenem Wein, „how to be Weinkönigin“ oder gibt es auch einen Bierkönig, was ein geschlossenes Lachen auslöst.

Jeder Kursteilnehmer gesellt sich einem Angehörigen der Universität zu, die ihnen mit sprachlichem Geschick, viel Mimik und Gestik Grundsätzliches aus dem Weinbau erklären. Seit 2012 hat die Universität Trier eine Weinbergpatenschaft auf dem Gut Avelsbach. Bis 2016 ist das von der staatlichen Weinbaudomäne Trier betrieben worden und wird jetzt vom Sozialwerk des Deutschen Roten Kreuz Bernkastel-Wittlich bewirtschaftet. Die Mitarbeiter der Universität sind seitdem zu richtigen Hobbywinzern geworden und geben ihre Erfahrungen nun an die Ferienkursler weiter.

Zum Abschluss der kleinen Weinkunde darf ein echter Tropfen Riesling nicht fehlen. Der Universitätspräsident höchstpersönlich und auch der ehemalige Kanzler der Universität, Dr. Klaus Hembach, verteilen Uni-Wein auf die Gläser der internationalen Gäste und prosten der Weinkönigin zu. Die Ferienkursler nutzen die letzte Gelegenheit, ein Selfie mit der Weinkönigin zu machen. Bärbel I. zeigt keine Anzeichen von Müdigkeit und überrascht stattdessen mit fundiertem Weinkennerwissen ihre Zuhörer. Frisur und Lächeln halten – eben eine wahre Trierer Weinkönigin.

Weinkönigin Trier

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