„Windkraft? Nein Danke!“ – Ist das der neue Slogan?

Neuregelungen beim Windkraftausbau. CDU setzt sich mit Forderungen durch

Weg mit den Atom- und Kohlekraftwerken! – Das ist es, was seit Beginn der 90er in Deutschland gefordert wird.
Mit Beginn der Energiewende, brach das Zeitalter der erneuerbaren Energien an. Wind- und Solaranlagen sind wie die Goldesel der Wirtschaft: erfolgreiche Renditen, Schaffung von Arbeitsplätzen,Wertschöpfung direkt in der Region und nicht zu vergessen, der grüne Heiligenschein. Doch was für die einen ein Segen darstellt, bedeutet für die anderen das genaue Gegenteil. Mittlerweile spaltet die Windrad-Debatte ganze Regionen. Denn während die einen sich eine goldene Nase verdienen, blicken die anderen wütend auf einen 200-Meter-Riesen vor ihrem Haus.

 

Die Energiewende entwickelt sich zur Farce. Ist, was früher „Atomkraft!Nein Danke“ hieß, nun „Windkraft!Nein Danke!“?
Die CDU jedenfalls hat es sich zur Aufgabe gemacht, den Windrad-Gegnern eine Stimme zu geben. So auch die Landesfraktion in Rheinland-Pfalz. Sie fordern ein Verbot der Einrichtung von Windkraftanlagen in Kernzonen der Naturparke, insbesondere im Pfälzerwald. Lange hat die CDU zusammen mit zahlreichen Bürgerinitiativen und Naturschutzverbänden gekämpft. Nun lenkt die Landesregierung ein und übernimmt diese zentralen Forderungen. Ebenso beim Thema Abstandsregelungen ist die Landesregierung weitestgehend den Anforderungen der CDU-Landtagsfraktion gefolgt.

Doch gänzlich zufrieden scheint die CDU noch nicht. Denn die Kommunen können nach wie vor selbst bestimmen, ob und wie viele Windräder sie in ihren Bereichen aufstellen.

„Gegen diesen unkoordinierten Wildwuchs  wehren wir uns. Der Ausbau muss vielmehr zentral über die Planungsgemeinschaften koordiniert werden. Bis dieser Plan vorliegt, fordern wir ein Moratorium für den Ausbau im Land. Wir werden dazu unseren regelmäßigen Austausch mit den Bürgerinitiativen sowie den Naturschutz- und Umweltverbänden im Land fortsetzen. Ein entsprechendes Treffen ist in den kommenden Wochen geplant“, so die CDU-Landtagsfraktion Rheinland-Pfalz

Seit der Kernschmelze im Atomkraftwerk Fukushima 2011, arbeitet Deutschland an dem Atomausstieg und hin zur Energiewende. Derart hohe Klimaziele und den gleichzeitigen Atomausstieg sind eine moralisch edle Aufgabe, der sich noch kein Land sonst auf der Welt angenommen hat. Wahrscheinlich weil diesem Projekt gewaltige Herausforderungen gegenüberstehen. Auf der einen Seite müssen neue Energieformen etabliert und eine ausgebaute Infrastruktur geschaffen werden. Auf der anderen Seite gilt es, die Energieeffizienz in der Produktion und beim Konsum zu steigern, um den Verbrauch zu senken. Der Strompreis allerdings muss im gemäßigten Verhältnis bleiben, um Deutschland als Industriestandort auf internationaler Ebene konkurrenzfähig zu halten.

Viele Herausforderungen stehen der Energiewende noch bevor. Nicht zuletzt weil Deutschlands Bevölkerung mit gespaltener Meinung dem Ganzen gegenübersteht. Ob die gesteckten Ziele von einer Reduktion der Treibhausgase um 80 Prozent bis 2050 erreicht werden, ist ungewiss. Doch gewiss ist, dass die Debatte jedes Jahr aufs Neue angetrieben wird.

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